Mandukya Upanishad Kapitel III Teil 3

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15.11.2012 Divali in Kanpur  

Originalstimme ca (2:38:12  - 3:20:00) Datei 1

Hier wird beschrieben wie man den Körper ablegt:

Beide Großeltern sitzen zusammen und übergeben alle Pflichten ihren Kindern. Sie verabschieden sich schließlich von den Kindern und verlassen ihre Körper. Den Körper zu verlassen bedeutet, bewusst die Kleidung, die Körper genannt wird, zu wechseln. Dieses geht nicht wenn man nicht weiß, wie man Nichtanhaftung (Nonattachment) praktiziert.

Maheshji sagt: Sieh, warum werden die toten Körper in Indien verbrannt? Weil die Seele den Körper liebt. Es ist ein sehr hoher Zustand des Geistes wenn man den Körper bewusst ablegt. Dann hast du verstanden, dass der Körper nur ein Gewand ist, so als wenn du die Kleider ablegst. Es besteht keine Anhaftung. Je mehr Anhaftung du hast, umso mehr Turbulenzen hast du zu erwarten. Den Körper abzulegen ist eine Yogatechnik.

Die Yogasutras sagen, keine Geschenke. Wenn dir jemand ein Geschenk gibt, nimmst du das an und du bedankt sich dafür und sagst, ich mag dieses Geschenk sehr. Das bedeutet, du bist kein Yogi.

Die Yogawissenschaft sagt, nimm kein Geschenk von jemandem an. Aber du hast nur gelernt nach etwas zu fragen, dass du etwas haben möchtest. Und wenn dir jemand etwas gibt, dann bist du erfreut.

Maheshji sagt: Konzentriere dich auf deine Pflichten nicht auf die Belohnung dafür.

Die Alten sagen: Es gibt keinen anderen Weg. Oh Mensch, du kannst nicht leben ohne zu handeln. Es gibt nur einen Weg, von den Fesseln des Karma frei zu sein. Und diese Freiheit kommst du, wenn du lernst zu geben.      

Gib an die Menschen, die du als sie deinen betrachtest, gegenüber denen du deine Pflichten tust. Versuche das an deinen Familienmitgliedern zu lernen. Wenn du selbstlos bist, was passiert dann mit dir?

Du erwartest nichts von anderen, du beobachtest nur deine Handlungen. Du siehst, dass du selbstlos bist. Das gibt dir persönliche Freiheit. Das reinigt den Weg der Seele. Das hilft dir, dich selbst zu entfalten. Es gibt keinen anderen Weg, sich von den Fesseln des Karma zu befreien. Oh Mensch, tue deine Handlungen selbstlos, liebevoll, liebend und geschickt, effektiv, frei und fröhlich. Und gib all die Früchte, die du geben kannst an die Mitglieder deiner Familie, denen du es geben musst und erfahre die Freude daraus.

Wenn das ganze Universum eine Familie wird, und wir beginnen dasselbe Experiment durchzuführen, unsere Pflichten anderen gegenüber zu tun, dann werden wir alle freie Menschen sein.

Die Alten, die Weisen sind also zu dem Ergebnis gekommen, dass da ein Familienleben sein sollte.Dass ein zuhause vorhanden sein sollte, und dass alle Mitglieder dieses Zuhauses lernen sollten für einander zu arbeiten, ohne dabei das Gefühl einer Reserviertheit zu haben. Dann sollte dieses Konzept des Zuhauses und der Familie ausgedehnt werden und schließlich das gesamte Universum umfassen.                                                  

Maheshji berichtet über seine Familie: 1974 ist mein Vater gestorben. Ich habe 5 Brüder und 5 Schwestern, es  ist eine ganze Menge Besitzt zu verwalten und immer noch kümmere ich mich darum und verteile das Geld unter die Geschwister, obgleich alle Geld verdienen und ich für meine Arbeit kein Geld nehme. Ich bin der Ältere, es ist meine Pflicht das zu tun.

Text der Mandukya Upanishad: "Vasudhaiva kutumbakam" Das ganze Universum ist eine Familie. 

Und wir sind Mitglieder dieser Familie. Lasst uns für einander arbeiten wie Familienmitglieder füreinander arbeiten. Wir haben nicht einmal den ersten Schritt getan. Wir müssen wenigstens einen Schritt tun, Tiere müssen vier Schritte tun.

Wir müssen das Familienleben so erfolgreich gestalten, dass die Idee, das Ideal dieser Familie auf das ganze Universum ausgedehnt werden kann. Dann werden wir alle Jiva Mukta sein, dann sind wir alle frei von diesem Leben. Maheshji sagt, das heißt, dann sind wir frei von Karma.

Jedes Lebewesen, jeder Mensch wird ein Mukta sein, ein befreites Wesen. Für diese Befreiung müssen wir nicht in einen Berg-Retread gehen, in einen Tempel, zu einem Swami, zu einem Yogi. Wir werden alle Swamis sein, wir werden alle Yogis sein. Wir können nur als ein Team arbeiten. Swamiji sagt: Als ich nach Amerika kam begriff ich: Da gibt es gar kein Teamwork.

Maheshji sagt, ich spreche über Shivas Familie: Die Mutter (Parvati) reitet auf einem Tiger. Lord Shiva reitet auf einem Bullen. Ganesha sitzt auf einer Ratte und sein Sohn auf einem Pfau.

Text der Mandukya Upanishad:

Hab ihr über Shivas Familie gehört? Shiva wurde nie geboren, also hat er auch keine Familie. Er ist nie gestorben, weil er nie geboren wurde. Wenn er nie geboren wurde hat er auch keine Frau. Shiva bedeutet hier der Älteste, der der das Familiensystem etabliert hat, der der zukünftigen Generationen das Ideal vorstellt; wie eine Familie leben sollte. Shiva wird immer mit einer Kobra um seinen Hals dargestellt.

Wer wird sich mit einem Mann verheiraten, der eine Kobra um den Hals hat? Keiner, keine Frau wird sich ihm nähern. Shivas Vehikel ist ein Stier.

Parvati seine Partnerin hat ständig einen Tiger bei sich. Maheshji ergänzt der Bulle ist die Nahrung des Tigers.

Der Text geht weiter: Und ihr Sohn Ganesha hat eine kleine Maus. Sie leben sehr friedlich in einer Familie. Der Tiger lebt mit einem Stier, die Schlange lebt mit einer Maus ohne irgendeine Störung. Diese Familie wurde als eine ideale Familie angesehen. Das wird Einheit in der Verschiedenheit genannt.

Er hat angegeben warum Ganesha einen Elefantenkopf hat, er hätte ihm auch das Gesicht eines Tigers geben können. Maheshji weist auf die Brillianz der damaligen Chirurgie hin. Die Operation wurde damals wirklich technisch genauso ausgeführt, ihm wurde der Kopf eines Elefanten transplantiert. Er ist Elefantengott mit dem Kopf eines Elefanten auf den Körper eines Menschen. Das ist ein Symbol. Kein menschliches Wesen wurde jemals so auf dieser Erde geboren. Der Elefant ist Vegetarier. Das ist ein Symbol, welches für die künftigen Generationen gegeben wurde. Warum wurde der Kopf eines Elefanten verwendet, warum nicht der Kopf eines Tigers? Der Elefant ist von Natur aus Vegetarier, er ist nicht gewalttätig, nicht brutal. Er weiß nur wie er sich selbst verteidigen muss.

Es wird gesagt, dass das Familienoberhaupt dafür verantwortlich ist, dass Frieden in der Familie herrscht.

Maheshji sagt, diese Freude hält nie für eine lange Zeit an. Man sollte also nicht scharf darauf sein Freude zu erleben. Was immer an Freuden auf dieser Welt entsteht hält nur kurze Zeit an.

Text der Mandukya Upanishad:

Vielleicht wenn es einen Gott gibt, und wenn ich ihn treffe, wird diese Freude paramanad, eine ewig anhaltende Freude sein.

Christus kannte die Technik der Taufe, aber sein Guru Johannes der Täufer nicht.

Maheshji sagt: Dies ist eine sehr wichtige Information Christus betreffend. Christus hat die wirkliche Taufe eines Schülers nicht mitgeteilt, obgleich er das wusste, denn er ist mit dieser Technik getauft worden, Swamiji hat das mitgeteilt. Swamiji hat auf verschiedene Weise darauf hingewiesen, er wusste das. Auf meine Frage teilt Maheshji uns mit, dass die Taufe ihren Ursprung in der Sanatan Philosophie hat. Maheshji sagt, das ist sehr wichtig.

Text der Mandukya Upanishad:

Wie kam Christus mit dieser Kraft in Berührung? Warum, wodurch wusste er mehr über seinen Geist und über sein Potenzial. Deshalb konnte er auch Wasser in Wein umwandeln.

Alle diese so genannten Wunder sind Wunder solange du nicht weißt, wie das geht. In dem Moment wo du das weißt, sind sie nicht länger Wunder. Je tiefer du in den Ozean, der in dir ist, eintauchst, umso mehr Perlen bringst du vom Grund des Ozeans herauf. Das betrifft das Wissen, die Kenntnis von all diesen Dingen. Je mehr du nach innen gehst, umso mehr Wissen bekommst du. Wenn sich das Bewusstsein auf die äußere Welt ausrichtet dann wird das Vaishvanara genannt, der Wachzustand.

Der Mensch wird ein gehendes Tier genannt, weil wir nicht wissen wie wir das Potenzial was wir haben nutzen können. Nur ein kleiner Teil des Geistes, der bewusste Geist wird erzogen. Und dann bekommen wir viele Abschlüsse und Auszeichnungen. Und der bewusste Geist bezieht seine Energie vom Zentrum des Bewusstseins.

All diese Methoden werden uns beigebracht, aber trotzdem wissen wir nicht, wie wir selbst diesen kleinen Teil des Geistes benutzen und verwenden können, diese kleine Menge an Kraft, an Macht, an Bewusstsein und Energie, die uns zur Verfügung steht.

Maheshji sagt: Er (der Autor) sagt, wir wissen nichts über die Traumphase, über den Tiefschlaf und über Turiya. Wir wissen sehr wenig über uns selbst.

Text der Mandukya Upanishad:

Deshalb verstehen wir nicht, dass es nur eine Wahrheit gibt, dass es überall nur eine Wahrheit gibt. Maheshji sagt: Alle Religionen akzeptieren, dass Gott diese Welt geschaffen hat.

Text der Mandukya Upanishad:

Gott hat das Universum nicht geschaffen; es ist unser Denken, dass Gott das Universum geschaffen hat.

Maheshji sagt: Das Universum ist aus Klang und Energie entstanden.

Text der Mandukya Upanishad:

Das ist Er. All dies ist OM. So hat Gott nie etwas erschaffen. Wenn du sagst, Gott hat das Universum erschaffen, so ist das eine laienhafte Vorstellung, das ist keine philosophische Sprache und das ist auch keine wissenschaftliche Sprache.

Maheshji erklärt das: Die Energie ist da, aber sie handelt nicht von sich aus. Wenn der Befehl kommt, dann arbeitet die Energie.

Ich habe das beobachtet. Nimm einmal an, du willst einen Wassertopf anheben. Du denkst der Topf ist voll Wasser, aber er ist nicht voll. Dann entsteht beim Anheben des Topfes ein Ungleichgewicht, weil du im Geist zu viel Energie in die Handlung gibst, so als sei der Topf voll.

Maheshji sagt: Ich bin diesen Dingen gegenüber so sensibel. Ich habe das alles im Experiment ausgeführt. Jeder erlebt so etwas; das heißt, die Energie kann ohne Befehl nicht arbeiten.

Wenn die Energie ohne Befehl handeln könnte, dann ist die Philosophie der Non-Dualität gescheitert.

Energie ist da, die Shakti-Kraft ist da, aber ohne Befehl arbeitet sie nicht; sie arbeitet nicht ohne Klang.

Maheshji sagt: Die höchste Wahrheit erzeugt den Klang, sie befehligt den Klang. Die Handlungskette ist: Der, der den  Befehl gibt, der Befehl, und die Energie, die handelt.

Text der Mandukya Upanishad:

Maheshji zitiert einen Sanskrittext:

Maheshji zitiert: Sadam creatam Brahman, eins, Nondualism.

Das korrekte Statement ist, dass all dies eine Manifestation von Gott ist.

Maheshji sagt: Sieh, ich habe das nicht erklärt. Ich weiß, ihr werdet fragen.

Text der Mandukya Upanishad:

Das korrekte Statement ist, dass alles eine Manifestation von Gott ist.

Maheshji sagt: Alles was geworden ist, ist aus Ihm selbst entstanden, denn da war nichts.

Text der Mandukya Upanishad:

Überall gibt es nur ein Absolutes. Jetzt frage ich: Ist das Erschaffung von einem oder Manifestation von einem?

Maheshji erklärt das: Am Anfang gab es keine Schöpfung. Das bedeutet, alles ist aus dem Nichts entstanden, alles was kam. Was ist das?

Sieh, Gott hat die Schöpfung nicht gemacht wie ein Töpfer einen Tontopf macht. 

Der Name Gottes ist: Sat Tschit Ananda.

Sat bedeutet die Wahrheit, sie war, sie ist und sie wird immer sein.

Tschit ist die Kraft, die handelt.

Ananda bedeutet ständig unter Segen. Sein Name ist Ananda.                               

Tschit ist die Kraft, die Gott hat und die Kraft Gottes heißt in philosophischer Sprache Sankalpa Shakti. Was immer Er fühlt, was Er denkt, das geschieht.

Ein bisschen von der Sankalpa Shaktikraft habt ihr bei Christus gesehen, als er Wasser in Wein verwandelt hat. Ich gebe euch dieses Beispiel damit ihr in der Praxis wisst was das ist, auch das fällt unter Sankalpa Shakti.

Also Gott dachte etwas und die Shakti-Kraft hat das manifestiert. So wie ihr es bei der Struktur der Eiskristalle bei den Experimenten von Masuru Emoto gesehen habt. Was ist das?

Die Wirkung des Klanges: Wenn kein Klang da ist, ist keine Struktur da.

Also Shakti kann von sich aus nichts schaffen, kann sich auch nicht allein manifestieren. So funktioniert die Schöpfung durch Gottes Wille. Die Moslems und Christen sagen Gott hat die Welt erschaffen, aber in Wirklichkeit läuft der Vorgang auf diese Weise ab. Gott arbeitet nicht wie ein Töpfer. Und diese Shakti-Kraft arbeitet genau entsprechend Seinen Wünschen. Shakti ist nicht unabhängig, nicht unabhängig, nicht unabhängig, dass sie etwas gegen Seinen Willen schaffen kann. Sie kann nichts gegen Seinen Wünsche erschaffen, deswegen Non-Dualität. Ist das klar? Habt ihr irgendeinen Zweifel? Wir haben keinen Zweifel.

Text der Mandukya Upanishad:

In Sanskrit bedeutet Karana karya svabhava, es ruft eine Reaktion hervor. So wie ein Vater einen Sohn zeugt, der Sohn produziert nicht den Vater. Aber wenn zwei Menschen Gott lieben, dann lieben sie sich auch gegenseitig. Maheshji sagt: Nimm nichts was du nicht brauchst, das führt nur zu Gier.

Text der Mandukya Upanishad:

Jemand der keinen Sinn für Humor hat ist wie ein Roboter.

Maheshji sagt: Ich folge den Anweisungen meines Meisters, seht du wie ich Seinen Anweisungen, Seinen Wünschen folge.

Als Swamiji nach Japan ging hatte er nur acht Dollar in der Tasche. Er sagt, aber mein Meister (Bengali Baba) sagte mir, wo immer du auch hingehst, wirst du Freunde finden. Mach dir keine Sorgen, deine Mission ist mit dir.

Maheshji sagt: Wenn du nichts hast, hast du alles, das ist Vertrauen.

Die Anweisung des Meisters, sehr wichtig (Swamiji spricht von seinem Meister): Mein Meister forderte mich auf in die USA zu gehen. So habe ich mich jeden Tag selbst gefragt: Was passiert mit mir, wenn mein Körper stirbt?

Maheshji erläutert, dies war im Anfang als Swamiji den Auftrag bekam. Wie die Anweisung kam und wie er darauf reagierte. Swamiji berichtet über sich: Ich hatte Angst, dass diese Wahrnehmung falsch war. Diese Angst war in meinem Geist, aber ich pflegte meine Arbeiten zu machen.

Text der Mandukya Upanishad:

Du sagst, ich habe geträumt, ich habe geschlafen, ich bin aufgewacht.

Wer ist dieses ich, dass all dieses erfahren hat. Der ganz wach bleibt, wenn du im Tiefschlaf bist, wenn du träumst und auch wenn du ganz wach bist. Da ist jemand jenseits von diesen drei Zuständen, jenseits von diesen drei Ebenen, der ganz und gar wach bleibt. Der nicht schlafen geht. Und was schläft?

Schläft das Bewusstsein? Schläft die Seele? Schläft die individuelle Seele? Wer schläft? Was passiert mit der Erinnerung? Wessen Erinnerung ist das?

Wenn du beginnst, das alles zu fragen, dann gibt es Vergnügen und Entzücken.

Jemand transportiert dich, deine eigene Frage transportiert dich in diese entzückende Welt. Du stellst dir selbst diese erstaunlichen Fragen.

Maheshji sagt mit diesem Text ist das Kapitel zu Ende.

Es folgt noch eine Zusammenfassung:

Sieh dich an du Mensch, du kennst dich nicht und du verstehst alles. Du versuchst andere zu verstehen, wie ist das möglich?                                

Es ist die Hauptpflicht eines Menschen sich zuerst selbst kennen zu lernen und dann das Selbst von allen. Dasselbe Selbst was in dir wohnt, wohnt auch in anderen. Du musst dieses Selbst kennen, welches das Zentrum des Bewusstseins genannt wird. Denkst du, dass du in der Lage bist, das mit deinen Augen zu sehen? Es ist wahr, dass diese Augen das nicht sehen. Du siehst, die Augen sind nur Tore, das Licht ist in dir.

Die Sinne funktionieren, weil in ihnen eine Kraft ist. In dem Moment, in dem du diese Kraft kennen lernst, wirst du verstehen, dass diese Kraft die universale Kraft ist.

Diese Kraft, die in der äußeren Welt arbeitet, wird Vaishvanara genannt. Dieselbe Kraft wird im Traumzustand Taijasa genannt.

Dieselbe Kraft wird im Tiefschlaf Prajna genannt und dieselbe Kraft scheint in Turiya.

Das Kapitel hat gut 40 Seiten, nichts ist übrig geblieben, alles ist erklärt.