Karma

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03.02.2008

Originalstimme (38:38 - 1:04:52) Datei 3

Eine junge Frau fragt, kann ich Karma durch Meditation reinigen?

Maheshji antwortet: Nein.

Wenn du meditierst, kommst du näher an die Wahrheit heran. Du schaffst dir in der Meditation kein Karma.

Sieh, du hast nicht das Bewusstsein, dass du dir ständig Karma schaffst. Wenn du dir Karma schaffst, schaffst du dir damit Freuden oder Leiden. Das hängt davon ab, ob das gutes oder schlechtes Karma ist, man nennt das Kleshas. Es gibt insgesamt fünf Kleshas. Die Kleshas hängen mit deinem Körper zusammen, nicht mit deiner Seele.

In der Meditation durchquerst du deinen Geist, deinen Intellekt und deinen Körper, du bist so tief. Du bist in der Meditation ganz nah an der Wahrheit, und dieser Zustand reinigt dich selbst.

Maheshji erklärt das genauer: Du hast fünf Körper, ich habe das schon erklärt, und das ist auch im Internet. Und der fünfte Körper ist der Kaivalya - Körper. Buddha hat diesen Körper erreicht und so viele Heilige. Ich nenne euch diesen wichtigen Namen, den ihr kennt. Buddha hat diesen Zustand durch Meditation erreicht.

Unser Körper muss sich mit all diesen Kleshas, mit den Schleiern, die aus dem Karma entstanden sind, auseinandersetzen. Diese Schleier quälen dich, sie quälen deinem Körper. Dein Geist wird leiden, wenn du dies tust, dann wird das passieren, und so weiter. Aber durch die Meditation gehst du langsam tiefer, tiefer, bis ganz tief.

Und wenn du die Wahrheit erreicht hast, dann hast du das Ziel deines menschlichen Lebens erreicht. Das ist nicht das Ziel des Lebens allgemein, aber es ist das Ziel des menschlichen Lebens. Es ist nicht das Ziel des Lebens einer Ameise, eines Löwen oder eines Moskito, nein. Es ist das des menschlichen Lebens. Zu diesem Zweck ist Religion erforderlich, um deine Gedanken zu reinigen, dass du dir deines Karmas bewusst wirst. Was du tun solltest und was du nicht tun solltest. Die Weltreligionen sind dazu da, den Menschen die Augen dafür zu öffnen.

Es gibt zwei Arten von Karma:

  1. Zum einen tust du, was dir gefällt.
  2. Aber der zweite Punkt ist das, was du tun solltest. Ob das richtig oder falsch ist, was du tust. Es gibt Leute, die wollen Kriminelle werden, weil ihnen das gefällt. Oder es möchte jemand einen töten, aber das ist falsch.

Was die Religionen sagen, ist richtig, du sollst dies nicht, und du sollst das nicht tun.

Wenn du tust, was dir gefällt, das ist nicht die richtige Art dich zu entscheiden, was du tun sollst. Du brauchst also die Unterstützung der Religion, und danach musst du deine Handlungen auswählen.

Es gibt dafür einen Spruch:

Tu das, was besser ist oder du tust, was dir gefällt.

Die Anweisung lautet:

Tu, was gut für dein Leben gut ist, tu was hier gut ist und nach diesem Leben und bete. 99% der Menschen tun das, was ihnen gefällt.

Lord Buddha und Christus haben sich für das entschieden, was für sie besser ist, nicht für das, was ihnen gefällt. So sollte man sich entscheiden, das ist der richtige Weg für das Leben eines Menschen. Die Religion gibt die Anweisung, dass du nicht nur deinem Vergnügen folgen kannst. Versuche zu sehen, ob das gut für dieses Leben ist, und für die Zeit danach. Du musst herausfinden, ob deine Wünsche korrekt sind oder nicht. 

Religion ist nicht für die Tiere oder für die Geister gemacht. Es gibt 8, 4 Millionen Spezies, und die Religionen sind nur für die Menschen gemacht, für keine andere Spezies. Und nur die Menschen können ihre Taten auswählen, ob sie ihren Wünschen folgen wollen, oder ob sie dem richtigen Weg folgen wollen. Sie müssen auswählen, ob sie das tun wollen, was richtig ist.

Sie fragt, wenn ich mein Karma verbrennen will, dann kann ich nicht den angenehmen Weg gehen.

Maheshji sagt, nein.

Sieh, wenn du den Yoga Weg nicht gehst, wie willst du dann dahin kommen, dass du das überhaupt merkst. Wenn die Kraft deiner Augen schwach wird, brauchst du eine Brille. Und dann kannst du lesen. Für diesen Weg brauchst du innere Augen. Um das zu erreichen, musst du die Illusion, die dir der Körper vorgaukelt, durchqueren. Du musst vier Körper durchlaufen ehe du den fünften Körper, den Kaivalya - Körper erreichst. Erst dieser Körper ist in der Lage klar zu sehen. Die vier Körper davor sind aus Illusionen, aus Maya gemacht. Maya heißt Illusion.

Wie willst du mit deinem Körper richtig sehen?

Die Meditation wird also deinen sechsten Sinn verbessern. Die Meditation ist ein kurzer Weg zum Erfolg. Es gibt verschiedene Wege. Es gibt insgesamt 112 verschiedene Meditationstechniken.

Keiner kann, ich meditiere jetzt, du konzentrierst dich nur, und die Meditation stellt sich dann ein. Genauso wie keiner in den Schlaf gehen kann, der Schlaf stellt sich ein. Meditation ist so etwas wie eine Trance, die sich einstellt, wenn du dich richtig konzentrierst.  

Lass dich da nicht verwirren, wenn jeder Heilige eine andere Methode unterrichtet. Nein, du musst eine Methode für dich auswählen.  Es gibt insgesamt 112 verschiedene Methoden sich zu konzentrieren, darunter fallen alle Meditationstechniken.

Damit du dich besser konzentrieren kannst, ist die Tratak Übung ein sehr wichtiges Mittel.

Um das zu erreichen gibt es drei Wege

  1. Der Weg über deine Handlungen. Es gibt sehr viele Mantren, so viele Methoden sich zu reinigen. In der Bhagavad Gita wird angegeben, dass du so handeln sollst, damit die Früchte der Handlungen dir nicht folgen. In einer anderen Lektion wird beschrieben, wie du das machen kannst. Das geht auf dreierlei Wegen, a.) du handelst, b.) du redest oder c.) du denkst nur. Wenn du nur denkst, ich will den töten, dann ist das eine Tat, und du wirst dafür zur Rechenschaft gezogen. Du hast ihn nicht getötet, aber du hattest diesen Gedanken, das genügt. Diesen Weg, den Weg über die Handlungen, nennt man Karma Yoga.
  2. Der Weg über das Wissen, das ist Jnana Yoga. Auf diesem Weg reinigst du dich über das Wissen. Du entwickelst dich hier über spirituelles Wissen weiter.
  3. Bhakti Yoga, indem du dich Gott hingibst. Du machst hier durch Gebet und Gottesverehrung Fortschritte. Für Bhakti Yoga brauchst du sehr tiefe Gefühle. Wenn du das nicht hast, kannst du diesen Weg nicht sehen.

Wenn du den normalen Hatha Yoga Weg gehst, brauchst du der Spur nur zu folgen. Wenn du diesem Weg folgst, erreichst du auch das Ziel. So wird das ein gerader Weg ohne Kehrtwendung und ohne Nebenwirkungen. Man braucht dazu aber die Anleitung durch einen Meister. Du solltest deine Kapazität langsam erweitern, deswegen verlängert sich die Meditationszeit von selbst, mach das nicht gewaltsam. Es ist so wie mit dem Schlaf, manchmal ist er tief, lang, manchmal kurz. Im Schlaf träumst du, in den Träumen erzeugst du kein Karma.