Die Stimme und der Klang OM

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Der Klang der Stimme, der Klang OM, und wie man Jappa übt.

05.03.2010

Originalstimme (3:10 - 23:15)

Maheshji hat eine einseitige Stimmbandlähmung. Er berichtet über eine persönliche Erfahrung mit seiner Stimme.

Maheshji sagt:

Dies ist eine äußerst wichtige und auch eine äußerst prekäre Sache. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie wichtig das ist, was ich über meine Stimme sage.

Warum höre ich eine ganz reine Stimme, obwohl ein Stimmband gelähmt ist? Die Stimmbandlähmung ist dadurch gekommen, weil ich sehr viel gesprochen habe. Die Ärzte sagen, mit so einem Stimmband kann man reden, aber niemand kann das anhören. Die Ärzte sagen, wie du mit diesem einen Stimmband redest, das ist ein Wunder für die ganze medizinische Welt. Maheshji sagt, die Stimme ist nicht klar, aber ich kann sie anhören. Für Maheshji klingt seine Stimme ganz klar, das ist anatomisch aber nicht möglich, das ist ein Wunder. Maheshji sagt: Ich sage jetzt etwas anderes. (Maheshji berichtet über den Hintergrund dieses Phänomens.)

Diese Stimmbänder erzeugen die Stimme nicht, die Stimme kommt von der Seele, die Stimmbänder sind nur das Instrument dafür. Maheshji sagt: Ich höre dahin, wo der Klang herkommt. Ich spreche, meine Seele spricht; was reagiert zuerst darauf, das Ohr oder der Kehlkopf? 

Was ist dir am nächsten: Die Seele, dann erst kommt die Leitung (Ohr und Kehlkopf). Der Klang kommt von der Seele und der Kehlkopf formt ihn. Aber was der Kehlkopf produziert, klingt wieder ganz anderes. Maheshji sagt, ich höre dahin, wo der Klang herkommt. Ich spreche, meine Seele (1) spricht, was ist zuerst, der Kehlkopf (2) oder das Ohr (3)? Die Seele formt den Klang, der Kehlkopf produziert einen Klang, der sich vom Original unterscheidet, aber ich höre nur den Klang, der von der Seele kommt.

Maheshji sagt: Wenn die Stimme jetzt im Lautsprecher zu hören ist, dann höre ich meine Stimme im Lautsprecher, und ich bin ganz überrascht, wie das klingt. Ich habe darüber nachgedacht, warum das so ist. Ich bin ganz tief gegangen und habe gesehen, wo der Klang herkommt.

Es gibt noch ein weiteres Stadium: Der Klang entsteht am Nabel, und von da geht er immer weiter. Wir reden jetzt vom indischen Gesang, die klassischen indischen Sänger, die singen vom Nabel aus. Sie singen mit dem Bewusstsein, dass sie aus dem Nabel heraus singen. Auch die 10 Klänge (der Schöpfung), die kontinuierlich da sind, diese Klänge kommen ebenfalls vom Nabel. Mit dem speziellen Segen meines Meisters habe ich einmal diesen Klang gehört, den Klang OM. Ihr werdet es nicht glauben, aber der Klang „OM“ war so laut, und so süß.

Maheshji hatte sich gewünscht, diesen Klang einmal zu hören, damit er authentisch darüber berichten kann. Maheshji sagt, der Klang ist beschrieben, aber wie kann ich sagen, dies ist korrekt.      

Mit der Gnade des Meisters tauchte dieser Klang plötzlich auf, ein wunderbarer Klang, laut, anhaltend, süß; man kann ihn nicht beschreiben. Maheshji sagt, ich war erstaunt, wo der Klang herkommt. Ich habe die Augen sofort geschlossen und hingehört; das war nicht im Traum, sondern bei vollem Bewusstsein. Wenn ich mich heute an diese Erfahrung erinnere, fühle ich mich vollkommen schwerelos; ich kann das gar nicht erklären. Es herrscht  tiefe Stille, und wenn ich in tiefe Stille gehe, ist da kein Klang mehr, nichts, nichts.

Ich habe bereits mehrfach erklärt, wie man Jappa übt.

1.      Vaikeri = wenn man noch spricht. Du machst das und man hört das.

2.      Upanish = Die Lippen bewegen sich noch, aber du hörst nur noch wenig.

3.      Peershanty = Du siehst den Gedanken kommen, aber es ist kein Klang mehr da, und du beobachtest. Du wiederholst das Mantra im Geist, aber du gibst keinen Laut von dir. Versuche dir das ganz klar zu machen: „Du hörst dem Klang wie einem Echo zu, aber du machst nichts. Du hörst im Geist zu, in Peershanty siehst du den Klang.“

4.      Wenn du das kannst, dann musst du dem Klang folgen, wo das Mantra herkommt. Und dann siehst du, das Mantra kommt vom Nabel.  Man nennt das Parat.                                                                                                                         

Maheshji wiederholt die 4 Stadien noch einmal und sagt, dieser Zustand Peershanty trägt dich dahin, wo der Klang herkommt. Wenn Peershanty perfekt ist, dann musst du dahin folgen, wo der Klang herkommt.

Ich sage euch das, aber das ist nicht einfach; dazu braucht man hundertprozentige Konzentration. Dazu gehen die Heiligen in Höhlen, wo keine Geräusche von außen sind. Und diese Höhlen geben enorme Kraft. Denn was immer du tust, der Klang erzeugt Energie. Der Meister kennt die Verbindung zwischen Klang und Energie und zwischen Energie und Kraft. Diese Energie hilft dem Übenden. Und die Kundalini Kraft steigt auf; so wie du dein Handy mit Energie auflädst, wenn es leer ist. Auf diese Weise kannst du dich mit Energie aufladen:

1.      Du musst einen Klang produzieren.

2.      Der Klang erzeugt Energie.

3.      Die Energie wird vom Körper absorbiert,

4.      und diese Prana Energie benötigen die Chakren,

5.      und dann entstehen diese Kräfte.

Wenn die Batterie leer ist, kann die Lampe nicht leuchten; jedes Chakra hat andere Kräfte.