Anhaftung und Entsagung

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08.02.2009

Originalstimme (4:27 - 24:15)

Die Tochter erlaubt nicht, dass die Großmutter ihre Enkelin sieht. Sie fragt Maheshji, was kann ich tun?

Maheshji sagt:

Diese Zuneigung, diese Anhaftung an die Enkel ist ein sehr starkes Gefühl. Du sollst das als einen Segen nehmen, dass Gott nicht will, dass du darin eintauchst. Um dieses Gefühl zu beenden, um diese Anhaftung zu überwinden, dafür gibt es in der indischen Philosophie eine Verordnung, und das ist Entsagung. Dadurch wird alle Anhaftung aufgelöst. Das ist ein Teil dieser extrem starken Anhaftung, die in der Familie üblich ist. Du solltest Gott also dafür dankbar sein.

Sie versteht die Worte, aber es ist für sie sehr schwer, dieses Gefühl (der Anhaftung) zu überwinden.

Maheshji fährt fort: Das ist deswegen so schwierig, weil das ein sehr normales Gefühl ist, und die Philosophie, die ich euch mitteile, ist eine sehr hohe Philosophie.

Wenn du versuchst, das zu verstehen, dann wirst du begreifen, dass dies keine Strafe ist, sondern ein Segen.

Ich sage Maheshji, dass ich den Eindruck habe, dass sie nur die Worte hört, aber die Bedeutung nicht versteht.

Maheshji sagt: Das liegt daran, dass sie mit diesem Gedanken (mit dieser Philosophie) gar nicht vertraut ist. Dieses Denken gibt es in eurem Land und in ihrer Nachbarschaft nicht.

Ein Inder versteht diesen Gedanken, er versteht dieses Gefühl, aber in eurem Land ist dieser Gedanke nicht zuhause.

Mahesh sagt: Ich erkläre das einmal genauer.

Sieh, die Familie von Christus hat sich gegenüber Christus völlig falsch verhalten.

Sieh, deine Tochter sollte sich dir viel mehr verbunden fühlen, aber deine Tochter hat sich von dir abgenabelt. Wie ist es unter diesen Umständen möglich, dass deine Enkelin dich liebt? Versuche diese Sache zu verstehen.

Dieses Schicksal ist von Gott für dich festgelegt, das ist zu deinem Segen.

(Auf diese Weise wirst du dich nicht so sehr in deine Familie verstricken.) Es ist äußerst schwierig, diese Anhaftung zu überwinden.

Ich sage Maheshji, dass ich nicht den Eindruck habe, dass sie den Inhalt der Unterrichtung   wirklich versteht.

Maheshji sagt: Du solltest ernsthaft und aus der Tiefe hieraus versuchen, den Segen Gottes zu verstehen, der dahinter steht. Wenn du traurig bist, dann ist das schlecht für deine Gesundheit und für deine spirituelle Entwicklung.

Maheshji wiederholt:

Versuche ernsthaft zu verstehen, dass das ein Segen und keine Bestrafung ist.   

Maheshji wird dieses Gefühl bei unserer nächsten Indienreise in aller Einzelheit erklären.

Maheshji sagt: Beziehungen sind eine Fessel, welche die Leute genießen.

Ich sage, dass ich das auch nicht gewusst habe.

Maheshji sagt, deswegen, weil diese Philosophie nicht allgemein bekannt ist.

Die Hinduphilosophie kennt vier Zeitabschnitte für das Leben:

  1. Enthaltsamkeit (celebecy, bis etwa zum 25. Lebensjahr).
  2. Das Familienleben (von 25 – 50 Jahre).
  3. Man bereitet sich darauf vor, sich aus dem Familienleben zurückzuziehen (von 50 – 75 Jahre).
  4. Sanyasin. Sie verlassen das Haus und betteln (von 75 – 100 Jahre). Sie leben ohne irgendeine Annehmlichkeit, Haus, Kleider, sie haben nichts.

Maheshji fährt fort, denn dieses Leben ist ein Gefängnis. Um da herauszukommen, musst du auch diese Gefühlswelt verlassen. Dieses Anhaften an der Familie ist ein Gefängnis, das ist ein sehr wichtiges Thema. Auf diese Weise leidest du ein Leben nach dem anderen.

Um da herauszukommen, musst du dieses Gefühl der Anhaftung überwinden.

Sie hat das Enkelkind nur kurz nach der Geburt einmal gesehen und dann nicht mehr.

Maheshji sagt:

Sieh, je mehr du darüber nachdenkst, umso trauriger wirst du. Du wirst depressiv!

Du solltest folgendermaßen denken:

Du hast dein Kind geliebt, und dein Kind erzeugt diese Störung. Sie ist die Ursache für diesen Konflikt. Sie behindert den Kontakt, sie ist das Hindernis zu dir.

Die Natur möchte dir etwas Besseres geben, und dieser Konflikt bringt dich zu deinem wirklichen Vater, gemeint ist Gott und „Mother Godes“. Dort erfährst du wirkliche Liebe.

Und „Gott“ ist mit dir.

Und „Er“ steht hinter dir.

Und „Er“ unterstützt dich ständig.

Du verstehst das nicht, aber es ist so. Gott ist nicht entfernt von dir. Genauso wie du in jeder Zelle deines Körpers anwesend bist, genauso ist Gott ständig mit dir.

Gott ist mit uns, nicht weit weg.

Du solltest begreifen, dass Gott möchte, dass du dich ihm näherst.

Sie versteht das.

Maheshji sagt: Gott ist überall gegenwärtig. Auf der einen Seite ist die Welt, auf der anderen Seite ist Gott.

Auf der einen Seite ist die Welt mit ihren weltlichen Anhaftungen, und diese weltlichen Anhaftung ziehen deine Aufmerksamkeit in die falsche Richtung.

Du liebst deinen Sohn, was hat er dir gegeben? (Ihr Sohn pflegt auch kaum Kontakt zu ihr.)

Aber wenn du Gott liebst, erlangst du Frieden, Unsterblichkeit und Freude.

Du kannst sagen, dass Christus Gott geliebt hat, und was hat er bekommen? Das Kreuz.

Ich kann die Frage beantworten, wenn du fragst. Warum?

Sieh, wenn du zur Schule gehst, musst du Prüfungen machen, und dann erhältst du dieses und jenes Zertifikat. Stimmt das oder nicht?

Genauso prüft Gott dich, wenn du zu Gott willst, und das war die Prüfung von Christus.   

Nach der Kreuzigung ist der wirkliche Christus aufgetreten, den wir unter der Bezeichnung „Heiliger Geist“ kennen. Das ist in Wirklichkeit Christus selbst. Er hat die Prüfung bestanden, er hat sich für diese Tortur nicht bei Gott beklagt; er hat sich für die Kreuzigung nicht beklagt. Wenn du also Gott für diese Sache dankst, damit sage ich nicht, dass du deine Enkelin hassen sollst.

Du solltest deine Liebe zu Gott verstärken.

Du solltest deine Liebe zum Allmächtigen verstärken, das wird dir Frieden geben und Freude.

Ja, hast du eine Frage dazu? Hast du einen Zweifel an dem, was ich gesagt habe?

Sie hat das verstanden, und sie hat keinen Zweifel daran. 

Maheshji sagt:

Was immer du für eine Frage dazu hast, schreib sie auf, ich werde dir antworten.