Yoga, Tai-chi oder Qi-Gong

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Tai-chi

Originalstimme

Warum sollte man Yoga machen und nicht Tai-chi oder Qi-Gong? 

Dieser Text gilt auch für Reki, Feldenkrais und Pilates.

05.02.2005 Wolgast

Mahesh sagt:

Das grundlegende Prinzip des Yoga ist, dass man sich auf einen Punkt ausrichtet. Und dafür muss man alle nach außen gerichteten Aktivitäten aufgeben, weil sowohl durch körperliche Aktivität, als auch durch geistige Tätigkeit Störungen erzeugt werden. Sie stören den geistigen Frieden. Diese Aktivitäten stören den geistigen Frieden. Dafür ist der wichtigste Schritt im Yoga

  1. Dharana = Konzentration.
  2. Dann folgt Dhyana, das ist tiefer gehende Konzentration = Meditation.
  3. und Samadhi. Wo man einen Zustand erreicht, der vollständig ohne Handlung ist. Es ist ein Zustand vollständiger Stille.

Es sind die 3 Schritte: Dharana, Dhyana und Samadhi, die dazu erforderlich sind. Wenn derjenige, der meditiert, die Zustände von Dharana, Dhyana und Samadhi durchläuft, kommt er in einen höheren Bewusstseinszustand, wo vollständiges Schweigen  herrscht.

Es gehört dazu:

  1. Derjenige, der meditiert
  2. und der Prozess der Meditation.
  3. In diesem Vorgang verschmelzen beide zu einem; die dritte Stufe ist das Ziel.

Und wenn alle drei Punkte eins werden, dann nennt man diesen Zustand einen Zustand ohne Gedanken, man nennt das Samadhi.

Wir können das nicht verstehen, deswegen erkläre ich es.

Gemeint ist ein Zustand, wo der gesamte Gedankenprozess beendet ist.

In diesem Zustand ist man in der Lage, sich selbst auf allen Ebenen zu sehen und Gott zu erkennen.

Ich habe euch das Beispiel vom Mond, der sich im Wasser des Flusses wiederspiegelt, gegeben.

Der Mond steht am Himmel und das Wasser fließt. Wenn der Fluss unruhig ist, kannst du das Spiegelbild des Mondes nicht im Wasser sehen; wenn das Wasser ruhig ist, siehst du den Mond.

 

So lange die Wellen der Gedanken da sind, kannst du dich selbst nicht sehen.

Deswegen hat Christus gesagt:

„Sei still und erkenne dich selbst.“

(Text aus der geheimen Offenbarung des Johannes)

Deswegen gibt die  Schule von Maharishi Patanjali an: Die Asanas (Körperübungen) erfordern

  1. Stabilität und
  2. Freude.

Man muss also in den Positionen der Asanas stabil sein und sich wohl fühlen.

In diesen chinesischen Techniken macht man Bewegungen, im Yoga ist die Konzentration total nach innen gerichtet, nicht auf den Körper.

Wenn du im Tai-chi handelst, bewegst du deine Hände, und du denkst an deine Handlungen. Deine Gedanken sind nach außen ausgerichtet, du bist auf die Handlungen des Körpers ausgerichtet.

Wenn Gedanken da sind, wenn du an Dinge denkst, die außen sind, dann reisen deine Gedanken jeden Moment, und der Körper bewegt sich. Du kannst dann nicht die Konzentration erreichen wie in der Meditation, denn hier ist vollständige Ruhe erforderlich, ein Zustand ohne jeden Gedanken. Dieser Zustand gipfelt in Samadhi, das bedeutet ein Zustand ohne Gedanken, ein Superbewusstsein ohne Gedanken.

Die Schule von Maharishi Patanjali gibt vollkommen klar an, wie man das Ziel des menschlichen Lebens erreichen kann.

Habt ihr zu dem, was ich erklärt habe, irgendeine Frage?

 

Eine junge Frau fragt, sie kennt eine ältere Frau, die seit vielen Jahren Yoga und Tai-chi macht. Sie hat auf sie einen guten Eindruck gemacht. Sie fragt, ist dies der richtige Weg?

Maheshji sagt:

Sieh, ich habe erklärt, was notwendig ist. Durch diese Dinge kannst du eine gewisse Freude erreichen, aber diese Techniken verfügen nicht über die Mittel, die notwendig sind, um das Ziel dieses menschlichen Lebens zu erreichen:

  1. die Wahrheit zu wissen,
  2. zur Wahrheit zu werden
  3. und unsterblich zu werden.

Sie versteht.

Maheshji sagt: Sieh, ich erkläre euch das jetzt auf einer tieferen Ebene.

Diese 3 Körper, über die du verfügst:

  1. Der grobe Körper,
  2. der feinstoffliche Körper
  3. und der Saatkörper, alle diese Körper sind aus Maya. Sie haben keine Reinheit. Diese Körper können dieses höchste Ziel nicht erreichen. Du musst die Yogatechniken anwenden, um dahin zu kommen.
  4. Es gibt noch einen höheren Saatkörper mit Namen Maha Shari. Auch dieser höhere Saatkörper ist nicht absolut rein
  5. Der Körper, der dafür kompetent ist,  wird Kaivel-Körper genannt. (Es gibt dafür kein deutsches Wort.) 

Durch Tapas werden die Unreinheiten verbrannt, die Körper werden gereinigt. Du magst sagen, die Belastungen werden verbrannt oder der Körper wird von ihnen gereinigt. Dann erreichst du den Kaivel-Körper. Dieser Körper enthält das wirkliche Visum, um Gott zu erreichen.

Diese tiefe Wissenschaft habe ich noch nie erklärt.

Das ist keine einfache Sache, dass du dich hinsetzt, und du bist da. Das ist eine lange Reise.

Wenn du den Gedanken hast, dieses Visum zu bekommen, dann wird Gott dir helfen.

Wenn du dich einen Schritt auf Gott zu bewegst, kommt Er dir 10 Schritte entgegen.

Der Meister hat uns so viel gegeben.

  1. Disziplin,
  2. Übung,
  3. Vertrauen und
  4. Verehrung dem Meister gegenüber sind dazu erforderlich.

Habt ihr eine Frage zu dem, was ich gesagt habe?

Die  nächste Frage ist, wie kann ich einen klaren Blick bekommen? In der Meditation ist es manchmal etwas klar, dann kommen wieder Gedanken, und es taucht wieder dieses Durcheinander auf.

Maheshji sagt:

Genauso wie du den Schlaf nicht kontrollieren kannst, kannst du das auch nicht kontrollieren. Das erfordert Übung ohne Gewalt, Übung ohne Druck, keiner kann das kommandieren.

Die folgenden 3 Dinge sind dazu nötig:

  1. Das erste ist Musik. Manchmal spielt ein Musiker wunderbar, ohne dass er das selbst erklären kann. Oder manchmal kocht ein guter Koch exzellent, aber keiner kann sagen, warum das Essen so gut war. Das geschieht einfach.
  2. Genauso ist das mit Dhyana, der Meditation. Das hat mit vergangenen Leben zu tun, mit dem Karma, es hat damit zu tun, wie du übst, und es hängt vom Segen Gottes und vom Meister ab. Mehrere Dinge kommen da zusammen, und so kommst du langsam weiter.
  3. Wenn ein starker Wille dahinter steht, dann wirst du ohne Zweifel das höchste Ziel des Lebens erreichen, wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten Leben.

Du sollst wissen: Niemand stirbt, ein Leben folgt dem anderen. Denk nicht, nach dem Tod liegst du auf dem Friedhof.

Wenn du so denkst und so übst, dann wirst du ein besseres Leben erreichen. Das heißt, das nächste Leben wird näher an einem spirituellen Leben sein. Das heißt, du wirst in einer mehr spirituellen Atmosphäre geboren. So wird die Reise leichter.