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Mahesh spricht am 29.11.2003 in Kanpur

über Wissen und intuitives Wissen,

über die Bedeutung des Karmas,

über die Aufgabe des Meisters,

über Wünsche, 

und schliesslich verrät uns Maheshji, wie man ein Rockefeller der Liebe wird.

Mahesh sagt:

Das Rezept ist viel Üben und wenig Wissen.

Dieses theoretische Wissen hilft dir gar nicht. Die Praxis gibt dir alles.

Ich gebe Dir ein ganz einfaches Beispiel:

Wenn ein Chirurg dir anatomisch alles ein ganzes Leben lang erklärt, kannst Du dann hinterher operieren? Du wirst den Patienten umbringen. Du musst es praktisch üben. Die Praxis ist wichtig.

Ich habe gesehen, dass die Leute ein Leben lang Vorträgen zuhörten. Aber nichts kommt dabei heraus. Sie haben keine spirituelle Kraft erworben. Wenn du sie fragst, werden sie wie ein Kassettenrecorder antworten, aber nichts haben sie begriffen.

1.  Geistiges Wissen hat keinerlei Bedeutung.

2.  Du musst versuchen, die Wahrheit zu sehen.

3.  Du musst spirituelle Beobachtungsgabe entwickeln.

Man nennt das Intuition, wirkliches Wissen. Der Intellekt ist kein wirkliches Wissen.

Durch spirituelle Übung wird diese Kraft entwickelt, wird dieser Funke entzündet. Dann wird die Verwirrung weniger, weil du etwas fühlst. Du siehst das noch nicht, aber du fühlst etwas. Du spürst eine Veränderung. Das Gefühl zeigt, dass da eine spirituelle Quelle ist.

Im Anfang hast du kein Vertrauen. Du bist durcheinander. Wie kannst du da weiterkommen? Du fragst dich: Wie ist das, wie ist dies?

Das bedeutet schon, dass da etwas Licht ist. Deine Sichtweise verbessert sich. So kann man sich selbst dabei unterstützen.

Mahesh erzählt eine Geschichte zum Karma:

Es werden Ziegen zum Schlachten gebracht, und da sind ganz viele Ziegen und eine nach der anderen wird geschlachtet. Eine Ziege lachte, als sie an die Reihe kam.

Und der Ziegenschlachter fragte sie: „Warum lachst du?“

Und die Ziege sagte: „In einem früheren Leben habe ich dasselbe gemacht wie du. Und ich wurde dazu verurteilt 10 bis 20 mal als Ziege zu leben. Und dies ist mein letztes Leben als Ziege. Ich lache, weil du im nächsten Leben die gleiche Karriere vor Dir hast. Ich habe keine Angst, wenn du mich tötest. Meine Sünde ist abgedient.

Mahesh sagt, dies ist kein Scherz, das ist wahr. Ich gebe Euch ein sehr großes Beispiel.

Ich selbst bin nicht in der Lage, bis zu diesem Grad der Anweisung zu folgen.

Lord Buddha hat gesagt:

„Wenn du einen Grashalm kaputt machst, wirst du dafür bestraft, weil du das Leben des Grashalms beendet hast. Dafür musst du leiden.“

Das sind Worte von Lord Buddha.

Die Heiligen können Gewalt und Gewaltlosigkeit bis zu diesem Grade wahrnehmen, denn sie können das Ergebnis sehen. Ihre Augen sind so fein, sie haben die Kraft.

Das heißt nicht, dass du nichts essen sollst. Ich teile Euch das nur mit, weil ihr fragt und durch die Gnade meines Meisters werde ich durch diese Tatsachen nicht beunruhigt. Aber Euch wird es beunruhigen. Denkt also nicht bis in diese Tiefe. Folge dem, so weit du kannst.

Dich zu schützen ist deine höchste Pflicht. Wenn du nicht isst, stirbst du. Aber wenn du vegetarisch essen kannst, solltest du das tun.

In den höheren Zuständen reduzieren die Heiligen ihr Essen. Sie trinken nur Wasser und essen ganz wenige Dinge, ein bis zwei Früchte am Tag. Früchte essen ist nicht töten, weil die Bäume die Früchte einfach hergeben. Deshalb leben die Heiligen vorwiegend von Früchten und Gemüse.

Aber Fisch ist nicht vegetarisch. Die Eier fallen in die gleiche Kategorie. Da gibt es zwei Sorten: Eine Sorte hat kein Leben, die kannst du nehmen. Aber ein Ei, was ausgebrütet werden kann, woraus ein Küken entstehen kann, das kannst du nicht nehmen.

Unbefruchtete Eier kannst du essen, das ist Nahrung.

Im Yoga solltest du befruchtete Eier vermeiden.

Es gibt eine Untersuchung bei Leuten, die zu viele Eier essen, dass sie Knieprobleme bekommen, Knorpelprobleme. In Indien gibt es Gebiete, wo die Leute sehr viele Eier essen, die haben alle Knieprobleme. Es muss eine Säure entstehen, die für Knorpel nicht gut ist. Das muss man untersuchen.

Es kommt die Frage: „Mein Vater wurde gezwungen Schlachter zu werden.

Er ist zweimal in der Ausbildung weggelaufen, weil er den Beruf nicht machen wollte. Aber sie zwangen ihn Schlachter zu werden. Nach einiger Zeit hörte er damit auf, und die Frage ist, hat diese Tätigkeit Konsequenzen für ihn?“

Mahesh antwortet:

  1. Wenn dieser Beruf der Beruf der Familie ist, ist es etwas anderes.
  2. Wenn er den Beruf selbst ausgewählt hat, ist es etwas anderes.
  3. Wenn er das umständehalber machen muss, ist es auch etwas anderes.

In allen Fällen ist Gebet wichtig.
Er sollte beten: „Gott du hast mir diese Arbeit gegeben. So führe ich Deine Pflichten aus. Ich töte niemanden. Ich habe absolutes Vertrauen und Verehrung. Ich folge den Pflichten, die du mir aufgetragen hast. Bitte vergib mir. Das ist mein Lebensunterhalt, den du mir gegeben hast. Ich töte nicht, ich tue nur meine Pflicht.“

Dieses Gebet sollte er sprechen. Wenn er das nicht tut, dann macht er einen Fehler.

In Indien gibt es solche Leute, die diese Arbeit des Schlachters machen und große Heilige sind. Ja, das ist wahr. In der Geschichte der indischen Heiligen sind einige Leute, die diese Arbeit machen und große Heilige sind.

Es geht darum, wie du mit der Aufgabe umgehst und was deine Absicht ist.

Der, der den Befehl gibt, ist verantwortlich. Gott hat dir die Pflicht gegeben, darum machst du das.

Ich bin in der Armee, und darum töte ich die Feinde des Landes. Gott hat dir die Pflicht gegeben, nicht der König, nein.

Du musst direkt mit Gott sprechen, du musst eine Hotline zu Gott herstellen.

Keiner ist dazwischen.

Wenn du in diesem Fall jemanden tötest, dann sollst du denken: Gott hat dir diesen Auftrag gegeben. Ich mache seine Arbeit, ich töte niemanden.

Du dienst nicht deinem Meister, obwohl du seinen Anweisungen folgst.

Du dienst Gott. Hab das im Ohr. Diese Vorstellung musst du haben, dass du Gott dienst. Wenn du denkst, dass Gott dir den Auftrag gegeben hat, dann wirst du noch sehr viel ernsthafter sein, den Auftrag auszuführen. Wenn du Gott dienst, machst du nie einen Fehler.

Es hat keine Bedeutung, ob du viel dafür kriegst, wenig oder gar nichts. Er weiß, wie viel du brauchst. Du hast nicht das Recht zu sagen: Der Meister hat mir zu wenig gegeben. Du hast gar nichts zu fordern.

Im Geist bist du mit Gott verbunden. Was Gott dir gibt, ist genug. Wenn du so übst, wirst du geistige Zufriedenheit, geistigen Frieden und Mitgefühl spüren. Du wirst Liebe und Sympathie entwickeln. Du hast dann keine Anspannung.

Wenn keine Handlung da ist, ist auch keine Bestrafung da.

Arjuna (Lord Krishna`s Schüler in der Bhagavad Gita) hat Gottes Handlungen ausgeführt. Er hat niemanden getötet. Und trotzdem hat Gott, nachdem er die Schlacht gewonnen hatte, angeordnet: „Geh und mache spirituelle Übungen“.

Du musst dich vor deinen Wünschen retten.

Entsprechend deinem Schicksal kommen alle diese Sachen ganz von selbst. Ich habe das in meinem Leben selbst beobachtet. Ich habe zuerst mit Geduld abgewartet. Die Dinge kommen und gehen, und du brauchst dich dabei gar nicht anstrengen.

Seht nur, wie viele Jahre ich schon so unterrichte. Wenn ich nur irgendeinen Wunsch oder eine Gier in meinem Geiste hätte? Ich habe keine Wünsche, nichts. Ruhm, Ehre, all das ist für mich nichts.

Ich lebe in dem Gefühl bei Gott zu sein.

Wenn du Wünsche erzeugst, musst du leiden, in diesem Leben und im nächsten Leben. Die Wünsche, die du dir in diesem Leben nicht erfüllen kannst, die werden in das nächste Leben weiter übernommen.

Wenn du stirbst, sterben deine Wünsche nicht. Die nimmst du mit in das nächste Leben.

Mahesh sagt: Ich bin gar nicht da. Ich existiere nicht. Ich bin ein Sklave, und ein Sklave hat kein Ego.

Verletze keinen Untergebenen, Diener oder Sklaven, denn du bist auch ein Diener.

Gott hat dich angewiesen, dich um diejenigen zu kümmern, die dir untergeben sind. Das ist wahr.

Wenn das Schicksal sich dreht, werden die Bettler zu Millionären, große Zivilisationen werden beendet. Aber niemand ist bereit, die göttliche Gerechtigkeit zu sehen, wie das langsam, so wie ein Nebel kommt.

Wir können die Hände Gottes nicht sehen. Gott bedeutet hier Maya (Illusion), nicht Gott selbst. Denk daran, Gott selbst tut nichts. Gott tut nichts, Gott macht keine Fehler! Wer nichts tut, wie kann er Fehler machen?

Und Maya macht auch nichts. Sie folgt den Befehlen Gottes. Sie handelt auch nicht. Wir Menschen handeln nur, und deswegen leiden wir.

Wenn Maya (die Illusion, die uns umgibt) nichts macht, wenn Gott nichts macht, warum tust du dann auch nichts? Wenn du auch nichts machst, dann ist Maya ein Diener und du bist auch Diener. Du dienst Gott, nicht Maya.

Du hast eine direkte HOTLINE zu Gott! Niemand ist dazwischen.

Nur der Meister ist da. Doch nur der Meister kann dazwischen sein.

Der Meister als Gott, er ist mehr als Gott.

Denn er ist derjenige, der dir Licht gibt.

Wenn du auf dem falschen Weg bist, zeigt er dir den richtigen Weg.

Deswegen ist der Meister wichtig.

Gott kann nichts tun.

Du bist für deine Handlungen verantwortlich, der Meister hilft dir und Gott hängt sich da niemals rein. Nur der Meister kann dir vergeben.

Wenn der Meister verärgert ist, kann nur der Meister vergeben. Gott kann das nicht.

Stell Dir nur einmal den Respekt, den Gott dem Meister zollt, vor!

Gott redet mit dem Meister. Ich spreche vom wirklichen Meister, nicht von den Betrügern.

Mahesh sagt: Ich habe mich selbst nicht als Meister vorgestellt. Ich habe nicht gesagt, dass ich Meister bin. Nein, ich habe das nie gesagt.

Ich leite Euch nur an. Ich gebe Euch Licht, das von meinem Meister kommt.

Was Divine Mother mir gibt, das gebe ich Euch allen.

Und es ist Eure Pflicht, so viel zu nehmen wie ihr könnt.

Ich werde Euch immer geben!

Nehmt, was immer ihr nehmen könnt! So wie aus einem Fluss, ihr könnt soviel Wasser entnehmen, wie Ihr wollt. Das ist der Fluss des Meisters!

Seit dreißig Jahren mache ich diese Arbeit. Ich mache die Arbeit auf Seine Anordnung seit dreißig Jahren. Als mein Meister vor einigen Jahren seinen Körper verlassen hat, hat er gesagt: Jetzt kümmert sich Divine Mother selbst um Dich. Zu der Zeit konnte ich das nicht verstehen. Mein Meister war in Begriff diese Welt zu verlassen. Er hat mein Gebet zum Meister einfach gestoppt und mir die Anweisung gegeben, mich geradewegs an Divine Mother zu wenden. Warum?

Das ist eine schöne Frage. Weil er weiß, dass ich ein Kind von 3 Jahren bin. Wie soll ein 3 Jahre altes Kind angewiesen werden. Wie soll es arbeiten? Wie soll es dienen? So wird es von Divine Mother betreut. Und Divine Mother unterrichtet es in sehr einfacher Sprache.

Es kommt eine große Frage und die Antwort ist ganz einfach.

Divine Mother kennt die Antwort. Einer, der die Wahrheit nicht kennt, der gibt umständliche Erklärungen ab. Diese umständlichen Erklärungen verwirren dich nur.

Divine Mother erklärt das alles ganz einfach. Denn sie ist der Schöpfer! Sie weiß es! Swami Rama weiß es. Wenn du das alles gehört hast, vergisst du dein Haus und deinen Namen.

Die gesamte Hinduphilosophie basiert auf Klang. Deswegen können Leute, welche die Mantras der ganzen Schöpfung kennen, auch alles erschaffen.

Sie können durch Klang alles verändern!

In keiner Weltreligion ist dieses tiefe Wissen vom Klang vorhanden.

Wenn du dem Klang folgst, dann ist das so, als wenn du verschiedenen Berufen oder Wünschen folgst, genau so.

Hier realisierst du den Klang noch viel mehr. Und der Klang gehört zu einem Wunsch und der Wunsch wird erfüllt.

Genauso ist das mit dir. Du bewegst dich in der gleichen Welt mit den gleichen Wünschen. Und das ist die Ursache für dein Gefängnis, für diesen Rhythmus von Leben und Tod.

Diese lebende Welt ist wie ein Traum. Die ganze lebende Welt ist wie ein Traum, aber die Überwindung der illusionären Welt erfordert Vertrauen und vollkommene Liebe. Wenn deine Liebe sich nur auf eine Person beschränkt, wirst du nur ein bisschen Liebe bekommen.

Wenn du alle liebst, dann erhältst du unglaublich viel Liebe.

Wenn deine Liebe sich nur auf einen bezieht, bekommst du wenig.

Du solltest jedes Lebewesen lieben von der Ameise bis zum Elefanten, dann bekommst du viel Liebe. Du fütterst die Ameisen. Wenn ich etwas esse, und wenn etwas übrig ist, ein Stückchen, dann werfe ich es nicht in den Eimer. Ich bringe es hinaus, damit eine Kreatur das essen kann. Das ist Liebe, stille Liebe!

Ihr müsst die Liebe für alle verstärken.

Wenn du ein „Rockefeller in Liebe werden willst“, ist dies eine sehr einfache Methode. Entweder du nimmst sie auf oder nicht.

Liebe wird dich niemals verletzen, niemals, niemals.

Hass wird dich verletzen.

Ärger wird dich verletzen.

Ego wird dich verletzen.

Furcht wird dich verletzen.

Ich habe euch heute 6 Stunden unterrichtet. Ich habe Euch jetzt alle sehr reich gemacht.

Ich habe Euch eine sehr schöne Technik gegeben.