Deeksha - Telefonat in
Hamburg
15.09.2007
Originalstimme (32:40 - 51:55) Datei 2
Maheshji sagt:
Bis jetzt hast du alle Möglichkeiten, die dir zur Verfügung
stehen, genutzt, um Gott zu erreichen, um die höchste Wahrheit zu erreichen, um
Unsterblichkeit zu erreichen, aber du hast das Ziel nicht erreicht.
Maheshji zitiert die Worte Gottes aus der Bhagavad Gita:
„Lass alles hinter dir und
komm nur zu mir, dazu musst du keiner Religion angehören. Komm mit dem Gefühl
der Hingabe zu mir. Du bist gar nicht in der Lage, mit diesen alltäglichen
Problemen des Lebens zu kämpfen. Ich werde dich von allen Sünden befreien,
egal, was du in der Vergangenheit getan hast.“
Das sind Worte Gottes.
Im Christentum kennt man Beichtstühle. Dort geht man hin
und bekennt: Ich habe das getan, aber dies ist höher. Gott weiß, was du getan
hast. Er ist in dir. Du musst ihm nicht sagen, was du getan hast; Gott ist kein
Richter. Das ist nicht so, wie bei einem Streit im weltlichen Leben, wo es zwei
Parteien gibt, und die Polizei sagt, du hast dieses Verbrechen begangen, und du
sagst, ich habe das nicht getan, oder ich habe das getan, nein. Gott weiß
alles.
Du musst dich also in
„Seine“ Hand begeben, mit dem Gefühl, dass du hilflos bist. Also begibst du
dich in „Seine“ Hand.
Mit allem Respekt, mit allem
Vertrauen sprichst du zu Gott.
Dieses Vertrauen, dieses Gefühl
musst du entwickeln. Je mehr das Gefühl des Vertrauens zunimmt, umso näher
kommst du zu „Ihm“.
Wie sollt ihr üben und wann?
Ihr sollt wenigstens täglich 10 – 15 Minuten üben.
- Und
diese feste Zeit solltet ihr nach Möglichkeit täglich einhalten.
- Ihr
übt täglich am gleichen Platz in eurem Zimmer, wobei ihr euch nach Norden
oder Osten ausrichtet, bis 14:00 Uhr nach Norden, von 2:00 Uhr nachts bis
14:00 Uhr nach Osten. Ihr sitzt zur gleichen Zeit am gleichen Ort, nach
Norden oder Osten ausgerichtet.
- Ihr
tragt die gleiche Kleidung (leichte Baumwollkleidung).
- Sitzt
nach Möglichkeit immer auf dem gleichen Stuhl. Wir Europäer können
schlecht auf dem Boden sitzen, ein Stuhl ist besser geeignet. Sitz in der
gleichen Haltung. (Für uns eignet sich die Freundschaftshaltung am besten.)
Wenn du zum Üben auf dem Boden
sitzt, solltest du auf einer zusammengefalteten Decke sitzen (die Decke
sollte nicht zu weich sein), und darüber solltest du ein weißes
Baumwolltuch legen.
- Sitz
aufrecht mit geradem Rücken, Nacken und Kopf. Sitz so, dass der Nacken
nicht steif wird, es sollte eine natürliche Streckung sein. Wenn du nicht
gerade sitzen kannst, setz dich einfach auf einen Stuhl. Die Rückenlehne
sollte senkrecht sein, wie man das von Richterstühlen kennt. So sitzt man
richtig. Diese senkrechte Rückenlehne unterstützt deine Übung, das ist
wichtig.
- Im
Anfang kannst du bei der Wiederholung des Mantras die Lippen und die Stimmbänder
noch ein bisschen bewegen. Aber versuche nach und nach ohne die Stimme zu üben,
so dass der Klang nur in deinem Geist ist. Versuche diesen Zustand ohne
deine Stimmbänder zu benutzen, zu erreichen. Der Klang sollte genauso wie
ein Gedanke wiederholt werden. Du kannst im Anfang eine Mala
benutzen, (das ist eine Art Rosenkranz, mit der man die Mantren zählen
kann.) Das ist aber nicht notwendig, du kannst genauso im Geist üben. Man
benutzt im Anfang eine Mala, um den Geist leichter auf die Übungen zu
konzentrieren. Wenn man den Klang mit den Lippen wiederholt, konzentriert
man sich auf die Sprache, wenn man eine Mala benutzt, konzentriert man sich
auf die Handlung. Und außerdem konzentrierst du dich mit deinem Geist
vollständig auf die Bedeutung des Klanges. Auf diese Weise ist der ganze Körper
mit der Übung beschäftigt.
- Diesen
Klang kannst du überall wiederholen, wenn du unterwegs bist, auf dem Weg
zur Arbeit, überall. Dies ist kein Meditationsmantra, es ist ein Klang und
gleichzeitig ein Gebet.
- Wenn
du beim Üben meditative Stille erreichst, so ist das kein Problem. Bei
diesem Klang ist die Wirkung anders, denn du musst dich bewusst in die Hände
Gottes übergeben; das ist eine andere Schule, eine andere Technik.
Kombiniere das also nicht mit anderen Techniken.
Über diese Übung sind so viele
genaue Texte im Netz. Ich glaube nicht, dass ich mich irre, bis jetzt schildert
jedes Deeksha - Telefonat einen anderen Schwerpunkt. Denn dies alles gehört zu
der Arbeit „Seiner Heiligkeit“ (Swami Rama). Ich bin nur ein Sprecher.
Ihr könnt jetzt jede Frage
stellen.
Eine Sache möchte ich noch
mitteilen:
Es
ist nicht das Ziel des menschlichen Lebens materielle Werte zu erreichen. Der
Zweck des menschlichen Lebens erschöpft sich nicht in Essen, Schlafen und Sex.
Ihr
habt dieses Leben bekommen, um die höchste Wahrheit zu erreichen, um die
Wahrheit zu wissen und dich selbst zu kennen, um dieses sterbliche Leben zu
durchqueren. Du bist unsterblich.
Du
lebst jeden Moment im Segen, aber du fühlst Schmerzen und nur kurze Zeit
Freude, weil du auf dem falschen Weg bist. Du bist auf dem falschen Weg, deine
Mission ist falsch. Und du bewegst dich mit hoher Geschwindigkeit mit deiner
ganzen Konzentration in die falsche Richtung.
Du
folgst einer Fata Morgana in der Wüste, das trifft für dein ganzes Leben zu,
die spirituellen Übungen sind davon ausgenommen.
Die
spirituellen Übungen sind dein Ziel, um alle diese Pein, diese Kümmernis und
diese falschen Wünsche zu überwinden. Dazu brauchst du nirgendwohin zu gehen,
du bist im Segen und im Frieden, denn das ist in dir.
Maheshji vergleicht die
Situation mit einem sehr feinen Duft, der im Nabel der Rehe zu finden ist. Die Jäger
dringen in den Dschungel vor, um diesen Duft zu erreichen. So sucht auch ihr
nach Frieden und Segen, der bereits in euch ist.
Ich gebe euch dazu ein sehr
einfaches Beispiel:
Ein Kind geht in den
Kindergarten, und die Mutter hat ihm eine Süßigkeit in seine Tasche gepackt.
Aber das Kind öffnet die Taschen nicht, und es sieht nicht nach, obwohl es
hungrig ist.
Genauso seid ihr hungrig, und
ihr wollt nicht in eurem Herzen nachsehen. Ihr wisst nicht, was euer Ziel ist.
Euer
Zentrum ist euer Herz, dort ist Frieden.
Versucht
zu verstehen, euer körperlicher Vater ist nicht bei euch, wenn ihr zur Schule
geht, aber euer himmlischer Vater ist ständig bei euch. Er lässt sein Kind nie
im Stich. Er selbst kümmert sich um dich, du musst das fühlen. Dieses auf
einen Punkt ausgerichtete Gefühl ist für einen treuen Schüler wichtig, für
jemanden, der spirituelle Übungen macht.
