Wie kann ich still werden

Home
Nach oben

16.10.2009 Kanpur

Originalstimme (2:15 - 1:11:16)

Ich frage Maheshji, was bedeutet die Anweisung aus der Bibel „Sei still und erkenne dich selbst.“ (aus der Geheimen Offenbarung des Johannes)

Maheshji sagt:

Stell dir nur einmal vor, und beobachte welchen Einfluss deine Gedanken auf dein persönliches Verhalten haben. Wie Taten aus deinem vergangenen Leben dein gegenwärtiges Leben beeinflussen und so viele Krankheiten, die du durchmachst, erklären sich daraus. Es gibt dadurch jeden Tag so viele Impulse, die deinen Geist stören; wie schwer ist es also, still zu werden.

Nur zwei Dinge eignen sich für diesen Zweck:

  1. Die Technik der Meditation
  2. und Atemtechniken.

Aber um diesen inneren Frieden zu erreichen, brauchst du ein sehr tiefes Gefühl.

Es gibt zwei Arten von Gefühlen, eins ist „Ma“ und eins ist „Mahaba“.

Ma         = ein einfaches, normales Gefühl.

Mahaba = ein sehr großes Gefühl, so wie der heilige Chaythania es beschrieben hat.     

Rama Krishna Paramahansa kostete die Speise zuerst, bevor er sie „Divine Mother“ opferte; könnt ihr euch diese Liebe überhaupt vorstellen? So wie ein Kind das tut, es kostet zuerst, bevor es Vater und Mutter davon anbietet.  Hier wird ein hoher Zustand von Trance im Alltag angewandt.

Sieh, wenn jemand in einen Zustand voller Gefühl eintaucht, das bedeutet, er bewegt sich jenseits seines Denkmusters. Er befindet sich jenseits seines Intellekts, dann kommt diese Kraft, dann steigt dieses Gefühl in ihm auf. Wenn dieses Gefühl kommt, kann er nicht sprechen, er kann nicht denken, er kann nicht argumentieren; seine Augen quellen über vor Tränen; dies ist ein solcher Zustand.

Still sein heißt, du hast keine Bewegung im Geist. Wenn du still wirst, du bist ohne jeden Gedanken, dann wirst du in die Lage versetzt, dich selbst zu erkennen.

Unter normalen Umständen denkst du, das ist mein, das gehört ihm, das gehört dem, ---. Solange du aus diesem Stadium der Dualität nicht herauskommst, so lange kannst du nicht mit Bestimmtheit sagen, dies ist das. Wenn du deine Seele aber erreicht hast, dann kannst du sehen, was alles Maya (Illusion) ist. Wenn du „Ihn“ kennen lernen willst, musst du dieses „Ich“ durchqueren. Das heißt, du musst eine Anstrengung aufbringen. Du musst diesen besonderen Zustand, dieses „Ich“ zuerst erreicht haben, und dann musst du ihn durchqueren.

Dann tauchst du in das „Ich“ ein, und dann bist du am Ziel. Das ist das Ziel aller Lebewesen, ob es ein Moskito ist oder ein Mensch, ein König oder ein Sklave; das ist das Ziel des menschlichen Lebens. Ihr könnt die Frage stellen, wie kann man das Ziel erreichen?

Zu diesem Zweck habe ich den Weg, den wir gehen, ausgewählt. Auf diesem Weg erhältst du vollkommenen göttlichen Segen, weil dies Gottes Worte sind:

„Wenn du dich in meine Hand begibst, werde ich alle deine Sünden entschuldigen.“ (Lord Krishna in der Bhagavad Gita.)

Aber hier musst du die Qualität und die hohe Wirksamkeit von Hingabe verstehen. Hingabe bedeutet, du selbst tauchst in etwas ein; du verlierst deine Identität. So wie ein Fluss sich vollständig aufgibt, wenn er ins Meer fließt. So viele gute Schüler, die sich vollkommen in die Hände des Meisters begeben, die nicht argumentieren.

Wenn ihr meine Texte lest, findet ihr immer wieder meine Aussage: „Ich bin Sklave meines Meisters.“ Ein Sklave hat nichts zu sagen, nein: Er befolgt die Anweisung des Meisters. Da kommt nicht die Frage auf, ob das gut oder schlecht ist, ob ich das mache oder nicht. Kein Denken; es gibt da zwei Möglichkeiten, du kannst zwischen Sklave und Idiot auswählen. Es gibt nur diese beiden Attribute. Maheshji sagt, zwei Idioten haben wir. Wenn da kein Idiot gefunden worden wäre, wie wären 2,5 Millionen DM zusammengekommen. (Wir brauchten für ein Kernspinngerät für das Krankenhaus 2,5 Millionen DM.) Ein Idiot kann den anderen Idioten verstehen. Der Senior-Idiot hat das Problem von dem Junior-Idioten übernommen, und die Aufgabe war erledigt. Das sind die Dinge, die zeigen, dass wir dem Meister gehorchen und seine Anweisungen befolgen.        

Ich habe versucht, das in Kürze zu erklären, deswegen habe ich diesen Teil für euch als Weg ausgewählt. Das ist in Wirklichkeit Hingabe, kein Mantra. Wir müssen diesen Gedanken der Hingabe entwickeln.

Sieh, in der indischen Kultur verneigen sich die Schüler vor Gott und vor dem Meister, indem sie sich der Länge nach vor ihm hinlegen; das ist die Geste der Hingabe.

Die zweite Form Hingabe auszudrücken ist, indem man die geöffneten Hände hochhebt, so wie wenn man sich ergibt. Das ist das Zeichen, ich bin hilflos, das ist auch das Zeichen für Hingabe. Gott hilf uns, rette uns.

Christus rief am Kreuz alle drei Formen von „Divine Mother“ an und bedankte sich bei Ihr für dieses Leiden, da war keine physikalische Handlung.

Das ist Hingabe: Er (Christus) erinnerte „Ihn“ (Gott) und speziell „Mother Godes“, denn die ganze Schöpfung wurde von ihr erschaffen, nicht Gott.

Hingabe bedeutet in etwas eintauchen; deine Identität taucht völlig in etwas ein.

Solange deine Identität noch da ist, wirst du versuchen, zu handeln. Wie kannst du das herausfinden? Nimm einmal irgendein weltliches Problem an. Dann verlierst du nicht deine Fassung, denn du hast dich bereits in Gottes Hand begeben. Was immer geschieht, ich habe es in seine Hand gegeben. Wenn er mich bestrafen will, okay. Meine eigenen Anstrengungen und meine Gedanken können dann nichts ausrichten. Dieser Gedanke macht dich friedvoll. Wenn du versuchst dieses Gefühl zu entwickeln, dann wird dein Geist vollkommen friedvoll.   

Warum steht am Ende jeder Gottesverehrung peace, peace, peace? (Frieden, Frieden, Frieden.)

Solange du diesen Frieden nicht erreicht hast, wie kannst du dich dann von dieser Welt und von diesen weltlichen Verwicklungen lösen.  

Ein Schüler sagte, gegen Bestrafen soll man dieses oder jenes Mantra machen.

Maheshji sagt nein. Es ist „Sein“ Wille, „Er“ hat das festgelegt, ich habe das zu befolgen. Ich habe mich Gottes Hand begeben. Maheshji sagt, ich muss jetzt aufhören, sonst beginne ich zu weinen.   

Maheshji sagt: Öfter am Tag kommt so eine Situation, wo ich anfange zu weinen, und Deyveshji fragt, Opa, warum weinst du?

In der Situation kann ich nicht sprechen, wie kann ich das dann erklären? Zu der Zeit denke ich an meinen Meister, und dann kommen die Tränen. Das ist die Liebe zum Meister, das versteht er. In der religiösen indischen Kultur pflegen die Heiligen zu sagen: „Gott ist hungrig nach Gefühl.“ (Wir würden sagen: Gott hungert nach Liebe.)

Maheshji sagt, ich habe die Geschichte schon öfter erzählt: Es war ein Heiliger in Bombay, Mahrast, er hatte ein Brot gebacken. Ein schwarzer Hund kam, schnappte sich das Boot und rannte davon. Der Heilige lief mit dem Topf Ghee hinter ihm her. Er hatte den Hund als „Narayna“ (Gott) angesehen und rief: „Nimm etwas Ghee dazu, sonst wird deine Kehle trocken.“ Aber der Hund rannte, weil er dachte, der Heilige nimmt ihm das Boot wieder weg. Gott musste erscheinen; das ist reine Liebe. Kannst du dir so etwas vorstellen, das ist wirklich geschehen. Dieses Land (Indien) ist noch voller Heiliger.

Ein Mensch, der sich in Gottes Hand begibt wird gesegnet, er erhält den Segen von reinem Bhakti= Segen aus reiner Hingabe. Ohne Hingabe an Gott kannst du seine Gesellschaft und seine Nähe nicht erreichen. Du kannst dein Ziel nur über Bhakti (reine Hingabe an Gott) erreichen. Du brauchst reine Liebe, um Gottes Segen zu erreichen; ohne "Seinen Willen" kannst du das nicht erreichen.

Mit Bhakti kannst du dein Ego überwinden, das ist ein sehr schwieriger Prozess.   

Dazu gibt es ein sehr schönes Gebet: 

(Maheshji zitiert das Gebet in Hindi.) 

Der Weg der Liebe ist sehr schmal; zwei können da nicht nebeneinander gehen. Zu diesem Zweck musst du dein „Ich“ aufgegeben; „Ich“ und Er gehen nebeneinander nicht. 

Sieh, um dich selbst kennen zu lernen, musst du dich nur in Gottes Hand begeben. Wenn du das vollkommen umsetzt, dann weißt du alles. Betrachte z. B. Kabir und so viele Heilige (wie Jesus und Mohamed), er war vollkommener Analphabet, er weiß alles. Er hat nie Literatur studiert, er hat kein spirituelles Buch gelesen.

Kabir pflegte zu sagen: „Du erzählst, was du gelesen hast, aber ich sage, was ich gesehen habe.“ Er war Analphabet. Er pflegte zu sagen, ich habe Tinte und Papier nie berührt. Ich habe nie einen Federhalter in der Hand gehabt, und die Leute schreiben über ihn (Kabir) Doktorarbeiten. Es gibt heute immer noch Verse von Kabir, die keiner erklären kann. Es gibt so viele Heilige dieser Größe.

Einer der Heiligen, Maheshji nennt seinen Namen, pflegte, um das klarer zu machen, zu sagen: Frage dich, wenn du alleine bist: „Wer bin ich?“ Frage dich das immer wieder.

Wenn ihr hierzu Fragen habt, dann stellt sie. Das ist eine sehr tief gehende Frage, für dich und für jeden einzelnen von uns.

Maheshji sagt, ich denke durch die Gnade des Meisters habt ihr diese Information bekommen, das kommt nicht von mir, denn sein Segen ist mit mir.

Ich habe das, was ich euch sage, nicht durch Bücher erfahren; Baba hat mir das im Herzen erklärt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie das geht, aber es ist wahr. Das ist wahr.

Sieh nur wie viele schwierige Fragen ihr in den vergangenen 12 Jahren gestellt habt, und die Antwort kommt immer sofort. Das ist der Meister, denn Er weiß alles, ich weiß nichts. Maheshji wiederholt diesen Satz. Wenn die Frage aufkommt, ist die Antwort bereits fertig. Wie ist das möglich? Das ist die Wahrheit.

Vor zwei Tagen habe ich mit Dr. Maya über diese Pilgerreisen in Indien gesprochen. Mahesh antwortete auf diese Frage unmittelbar aus seinem Gefühl und er sagte: Zu den Füßen meines Meisters ist alles vorhanden, alle Pilgerreisen sind in unserer Arbeit vorhanden. Ich muss nirgendwo mehr hingehen; die anderen müssen die Pilgerfahrten machen, sie sollen das respektieren. Sie sollen religiöse Plätze aufsuchen. Maheshji sagt: Ich kann ihn nicht sehen, aber er sieht uns jede Sekunde.

Ich gebe euch dafür ein Beispiel:

In der Menninger Foundation in den USA hatte Swami Rama sich zu physiologischen Experimenten bereit erklärt. Auf Anweisung hat er da seinen Herzschlag angehalten, und die beobachtenden Ärzte waren der Meinung, er sei tot. (Diese Hergänge sind in der Literatur der Menninger Foundation dokumentiert.)

Nach einiger Zeit war er wieder normal, und er erzählte den Ärzten, was sie alle während dieser Zeit gesagt und gedacht hatten. Du kannst dir von der Macht des Meisters keine Vorstellung machen. Du hast in deinen vergangenen Leben schon so viel gedacht und dies ist ein einfaches Beispiel, was alles geht.

Dazu ein einfaches Beispiel:

Du bist in deinem Körper und hast an einer Stelle Schmerzen. Kannst du nur an einer Stelle Schmerz wahrnehmen, nicht an einer anderen Stelle? Das heißt, du hast die Kontrolle über alle deine Zellen, du bist der Gott in deinem Körper. In der Bhagavad Gita hat Gott sein Bild im Kapitel 11 gezeigt.                                          

Lord Krishna war ein Kind und er hatte Ton (die Vorstufe ist Lehm) gegessen. Die Mutter schaute in seinen Mund und fragte ihn: Du hast Ton gegessen? Der Kleine sagte: Nein. Die Mutter sagte: Zeig mir deinen Mund. Er öffnete den Mund, und sie blickte in das gesamte Universum. Und sie sah sich selbst dort auch, sie war hier und da. Sie verlor das Gleichgewicht. Was denkst du über Gott? Du bist nicht von Ihm weg, Er ist überall gegenwärtig.

Es gibt keinen Ort wo Gott nicht ist, genauso wie du an jeder Stelle deines Körpers gegenwärtig bist. Der einzige Unterschied ist, du kannst deinen Körper verlassen, Gott kann dich nicht verlassen. 

Versteh das so, wie wenn ein Kind im Park spielt; Kinder können dem Vater beim Spielen den Rücken zudrehen, aber der Vater hat den Kleinen immer im Auge.

Maheshji sagt, wenn ich irgendeine Krankheit bekomme, dann denke ich: „Du rufst mich?“ Das ist Hingabe, das ist Liebe. Das bedeutet, dass ich „Ihn“ jeden Moment lieben muss, jeden Moment. Ich habe euch ein persönliches Beispiel gegeben, wie ich zu denken pflege.             

Einer fragt, ich hatte dieses Vertrauen zum Meister, aber ich habe es nicht durchgehalten, wie kann ich es stabilisieren?

Maheshji antwortet:

Auf deiner Seite muss etwas geschehen, nicht Er. Dein Denkmuster stört diesen Prozess, sei ständig wachsam, was du denkst. So wie du ständig auf dein Kind aufpassen musst. Werde zuerst ein Kind, und wenn du dann herangewachsen bist, kannst du das. Vergleiche das damit, wie deine Kinder klein waren, und wie das jetzt ist, wo sie herangewachsen sind; jetzt sind sie Väter.

Maheshji sagt, aber ich selbst sehe mich immer noch als Kind; ich bin niemals erwachsen. Wenn ich mich selbst betrachte, habe ich das Gefühl, ich bin jünger, als mein sechsjähriger Enkel. Warum soll ich erwachsen werden, ich weiß alles; ich bin Kind.

Maheshji sagt:

Dieses Gefühl zum Meister ist die beste Medizin.

Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen einem, der depressiv ist, und einem, der unter diesem göttlichen Gefühl steht. Durch die innere Sekretion seiner Drüsen, kann der, der unter diesem göttlichen Gefühl steht, jedes Hindernis überwinden. Er produziert ganz andere Botenstoffe (Hormone).

Maheshjis Vater hat ein Gesundheitsproblem, und er fragte Swamiji um Rat. Swamiji sagte, hol Medizin für ihn. Ich bin nicht zum Arzt gegangen und habe auch die Medizin nicht geholt. Ich dachte, der Meister hat meinen Vater gesegnet, und mein Vater wurde gesund.     

Maheshji sagt: Sieh, wenn ich zum Arzt gehe, denke ich, der Arzt ist besser. Ich respektiere den Willen des Meisters und Seinen Segen mit vollem Vertrauen. Die Erkrankung meines Vaters war ohne Zeitverzögerung weg.

Versuche zu verstehen, was Hingabe ist, du brauchst dieses Gefühl nur zu vervollständigen.

Du brauchst keine Übungen in den Höhlen der Himalajas zu machen. Gott hat diese Zusage gemacht: Du brauchst nichts zu machen, du musst dich nur in seine Hand übergeben.

Du musst bei dieser Sache sehr aufpassen, es sollte kein Ego aufkommen. Du musst da ständig wachsam sein, denn du bist nicht frei davon. Dein freier Wille wird von dem Ego abgelenkt. Du musst bei weltlichen Dingen aufpassen, soll ich das tun, oder soll ich das nicht tun. Du solltest jeden Moment einen Dialog mit Gott führen. Die Anweisung ist vollständig, aber du musst das Gefühl dafür auch entwickeln. Wenn du dich in die Hand Gottes begeben hast, kannst du überall hingehen. Ich mache hier klar, dass Gott überall ist, du brauchst nur mit Ihm zu reden. Akzeptiere, wenn du eine Bestrafung erhältst. Wenn du damit vertraut bist, mit Ihm zu reden, dann wirst du etwas Neues sehen. Genauer kann ich das nicht sagen, ihr müsst das selbst erfahren. 

Sieh, Christus hatte enorme Kraft. Er konnte die Soldaten mit ihrer Absicht sehen, und er hätte sie verbrennen können. Er hätte sie mit einem Blick sofort vernichten können, aber er hat das nicht gemacht. Und er hat diesen Leidensweg beschritten, sein höheres Bewusstsein sagte ihm das, und er hat das akzeptiert. Und zum Zeitpunkt der Kreuzigung war er in einem ganz hohen Bewusstseinzustand, das war kein normaler Christus. Wir können diesen hohen Bewusstseinszustand nicht verstehen. Dies ist ein Beispiel mit dessen Hilfe du das verstehen kannst.

In Indien gibt es davon unendlich viele Beispiele, aber ihr kennt Christus, deswegen erzähle ich von ihm. Indien ist voll von Heiligen, Indien ist das Land Gottes, hier wandelt er selbst auf der Erde; warum nicht in Amerika oder in Afrika?                                                

Ja, stellt bitte eine Frage.