Wie die Meister arbeiten

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18.05.2008

Originalstimme (2:30 - 36:15) Datei 2

Maheshji sagt:

In Indien kennen die Leute die Macht der Meister, aber in eurem Land wissen die Leute nicht, wie die Meister arbeiten. Dies ist eine sehr wichtige Sache, ihr wisst schon einiges über die Macht der Meister. Ihr seid damit schon in Berührung gekommen, wie sie Wissen aktivieren, wie sie denen Wissen geben, die in ihrer Nähe sind.

Seine Heiligkeit (Swami Rama) hatte mehrere Millionen Schüler. Man kann auf die Idee kommen, wie ist das möglich? Ich möchte euch etwas darüber mitteilen, damit ihr das versteht.

Die erste Möglichkeit, der Meister arbeitet mit der Kraft des Geistes:

Ich gebe euch ein sehr einfaches Beispiel der weiblichen Schildkröte.

Sie legt ihre Eier in den Sand, nicht ins Wasser, und danach sucht sie diesen Ort nie wieder auf. 

Mit der Kraft ihres Geistes sorgt sie dafür, dass sich alle Eier entwickeln. Auf diese Weise bleibt sie auf der feinstofflichen Ebene mit allen Eiern verbunden. Sie legt niemals ein oder zwei Eier, sondern sie legt eine Unzahl von Eiern. Nach der Eiablage besteht keine physikalische Verbindung mehr. Die kleinen Schildkröten wachsen in den Eiern heran, sie zerbrechen die Schale, krabbeln aus dem Sand heraus und laufen ins Wasser.

Die zweite Möglichkeit geht über Berührung:

Der Meister kann jeden spirituell berühren. Über diese Berührung bleibt der Meister mit dem Körper des Schülers ein Leben lang in Verbindung und nicht nur in diesem Leben, auch im Leben danach. Ich gebe euch ein Beispiel. Als mein Großmeister (Begali Baba) meinen Meister (Swami Rama) traf, sagte mein Großmeister zu ihm, das ist dein Mantra. Swamiji sagte: Ich erinnere das (aus dem letzten Leben) und ich tue es.

Maheshji gibt sein persönliches Beispiel:

Maheshji hatte von Rama Krishna Panamahansa ein Mantra bekommen, und als er Swamiji (Swami Rama) das erste Mal traf, sagte er: Das ist nicht dein Mantra, das ist dein Mantra aus dem letzten Leben. Sieh, wie der Meister über Berührung arbeitet.

Ich gebe euch ein anderes Beispiel.

Swami Vivekananda traf seinen Meister Rama Krishna Panamahansa das erste Mal, und Rama Krishna Panamahansa hat ihn nur berührt. Dadurch hat er Vivekanandaji vollständig verändert, nur durch Berührung.

Die dritte Möglichkeit über Augenkontakt, über einen Blick:

Wenn der Meister jemanden mit spirituellem Blick ansieht, wenn der Meister dem Schüler spirituelle Fähigkeiten übertragen will, so ist dazu kein Gespräch, keine Berührung erforderlich, das geht allein mit den Augen, von Auge zu Auge.

Das sind alles Möglichkeiten, wie der Meister spirituelle Kontakte herstellen kann.

Die vierte Möglichkeit mit Worten:

Ich gebe euch ein sehr wichtiges Beispiel aus der Mahabarata. Arjuna hatte nach der spirituellen Unterrichtung, die er bekommen hatte die Frage: „Was soll ich tun?“ (Er stand in der Schlacht seinen Freunden und Brüdern gegenüber, und er sollte gegen sie kämpfen.) Dann befahl Lord Krishna (Gott): 

„Kämpfe! Das ist mein Befehl.“ 

Und mit diesem Befehl hat er Arjuna alle Macht gegeben. Eine Sache ist in diesem Zusammenhang wichtig, nachdem Arjuna die Anweisung bekommen hatte, hat er (zu seiner Aufgabe) keine Fragen mehr an Lord Krishna gestellt. Folge dem Befehl des Meisters ohne irgendeinen Zweifel. Befolge die Anweisung mit allem Vertrauen, mit allem Respekt und mit aller Verehrung dem Meister gegenüber. 

Hundertprozentiges Vertrauen ist erforderlich. 

Folge den Anweisungen des Meisters. Gott hat Arjuna vor allen Turbulenzen beschützt, er hat alle Probleme und alle Attacken abgewehrt.  Der Krieg, der damals geführt wurde, war ein Atomkrieg. Das war nicht nur ein Krieg mit Schwertern, nein, auf einen Befehl hin wurden aus einem Schwert Millionen Schwerter. Einer der Pfeile hatte die Kraft, das ganze Universum zu verbrennen. Zu der Zeit hatten Krieger enorme Kraft. Der Meister hatte Arjuna seine Hilfe versprochen, und die Kraft der Kämpfer war zu der Zeit immens. Maheshji sagt, ich kenne diese Energie, ich weiß, wie man diese Energie sammelt und für einen besonderen Zweck gebraucht. Auf diese Weise hat der Meister vier wichtige Möglichkeiten, seine spirituelle Kraft auf den Schüler zu übertragen.    

Ich habe euch das erklärt, damit ihr nie darüber nachdenkt, wie macht der Meister das? Ich habe euch mitgeteilt, dass das nicht nur für dieses Leben gilt, sondern auch für das Leben hiernach. Ein normaler Mensch denkt, wenn mein spiritueller Meister gestorben ist, dann ist er gestorben. Aber wenn ein Meister seinen menschlichen Körper verlässt, dann steigt seine Macht unmittelbar danach ins Unermessliche. Wenn also jemand denkt, dass unser Meister nicht mehr da ist, weil er gestorben ist, das ist falsch. 

Ich habe gesagt, dass es keine Rolle spielt, ob man in seinem Körper ist oder nicht, die Seele bleibt. Wir kennen nur die gegenwärtige Form, und die hat eine bestimmte Zeit. Die Seele ist unsterblich.

Man nennt die Seele in der Sprache des Yoga Purusha. Den Körper nennt man Prakriti, die Form nennt man Prakriti. Abgekürzt kann man sagen: Form ist Energie.

Es gibt nur eine Seele. Das ist eine sehr hohe Philosophie, die ich mitteilen möchte:

Es ist falsch zu sagen, die Seele von Theo, die Seele von Claudia, die Seele von Angela, die Seele von Mahesh. Diese Seelen sind alle identisch, es gibt nur eine Seele.

Durch Unwissen (Avidia) haben wir die Vorstellung von verschiedenen Seelen (verschiedene Jiva Atma). Durch Unwissen haben wir die Vorstellung von Dualität, und wir sehen die Einheit nicht.

Ich gebe euch dazu ein sehr einfaches Beispiel.

Stell 100 Töpfe nebeneinander, dann befindet sich in jedem Topf Raum.

Alle stimmen dem zu.

Mahesh fragt: Ist der Raum innerhalb des Topfes und der Raum außerhalb des Dorfes eins oder zwei?

Alle stimmen darin überein, dass es ein Raum ist.

Maheshji sagt: Genauso ist das. Man muss sein Bewusstsein bis zu diesem Punkt bringen.

Das heißt, solange der Gedanke der Dualität in deinem inneren Bewusstsein vorhanden ist, so lange musst du Tapas Übungen (hier gebraucht im Sinne von Pratyahara und von Konzentrationsübungen und Atemübungen) machen. Wenn du den Zustand der Einheit erreicht hast, wird dein Bewusstsein universal.

Ich gebe dazu ein sehr einfaches Beispiel.

Sieh dir die Autobiografie der Heiligen der ganzen Welt an. Sie erreichen ein so hohes spirituelles Bewusstsein, warum versuchen sie, dieses spirituelle Bewusstsein gewöhnlichen Menschen zu vermitteln? Das betrifft alle Heiligen auf der ganzen Welt. Ich erkläre das:

Wenn du irgendwo an deinem Körper eine Verletzung hast, so versuchst du das sofort mit Medikamenten zu beheben. Warum? Weil dieser Körper eine Einheit darstellt. Genauso sehen die Heiligen Gott in jedem Menschen, und in jedem lebenden und nicht lebenden Wesen.

Ich gebe euch ein Beispiel.

Swami Vivekananda äußerte einmal gegenüber seinem Meister einen Gedanken, der sich gegen die Allgegenwart Gottes richtete. Darauf berührte der Meister den Kopf des Schülers, und danach konnte Swami Vivekananda zwei oder drei Tage nicht gehen. Weder konnte er Wasser trinken, noch konnte er irgendetwas essen, denn er sah Gott in jedem Teilchen. Gott war in allem, Wasser war Gott, alles war Gott. Nach drei Tagen berührte der Meister ihn wieder, und er wurde normal.

Durch Unwissenheit können wir die Allgegenwart der Seele und die Allgegenwart Gottes nicht fühlen. Du kannst das ausdrücken wie du willst, aber beide sind identisch.

Gott manifestiert sich in ganz unterschiedlichen Spezies.

Sieh, wie klein ein Chromosom ist, wie eine Samenzelle und ein Ei diesen großen Körper formen. Das ist „Sein“ Gedanke, (der Gedanke Gottes), und dieser Gedanke erzeugt die Form.

In  den Veden steht, Gott hat gesagt: „Ich bin allein, ich will viele werden.“ Sein Wille ist die Schöpfung. Stelle dir nur einmal vor, wie viele Leben und wie viele Formen in deinem Körper gegenwärtig sind. Jeden Moment werden Millionen Lebewesen geboren und Millionen Lebewesen sterben.

Du bist einer und deine Seele ist eine. Ich versuche deine Persönlichkeit zu erklären, wer du bist.

Du musst dieses universale Bewusstsein entwickeln.

Du hast um dich herum Grenzen aufgebaut. So wie jemand, der sich ein Gefängnis gebaut hat, der sich abgegrenzt hat. So als wenn du Grenzen machst und sagst, das ist mein Haus. Ich bin der und der, mein Vater ist der und der, und meine Mutter ist der und der. Das ist eine völlig falsche Einführung. Du bist weder geboren, noch wirst du sterben, weder bist du Sohn, noch bist du Vater, weder bist du Frau, noch bist du Mann. Ich habe euch eine sehr einfache und kurze Einführung in deine Persönlichkeit gegeben.

Es gab eine Zeit, wo die Erziehung der Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren mit der Frage begann: Wer bin ich? Die Erziehung fing mit dieser Frage an, und sie endete mit dem Satz, ich bin Gott.

Die Erziehung geht von: „Wer bin ich?“, bis: „Ich bin Gott!“ Das sind die großen Worte der Veden.

Ich bin sehr tief in diese Wissenschaft hineingegangen, ihr könnt jetzt zu dieser kurzen spirituellen Unterrichtung Fragen stellen. Wenn ihr Fragen stellt, wird euch das im Geist noch klarer werden.