Was ist Segen

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Ein Schneeräumer

19.10.2009 Kanpur

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Ich frage, was ist Segen?

Maheshji sagt:

Du weißt, was Schmerz und was Freude ist; Segen kann man nicht in einem Satz ausdrücken. Schmerz und Freude sind entgegengesetzte Pole, aber zu Segen gibt es keinen Gegenpol. In der indischen Philosophie kennt man dafür den Begriff "Ananda", danach kannst du immer nur höher steigen, nicht herunterfallen. Der Segen kann immer nur größer werden, bis zum absoluten Segen; aber in Wirklichkeit ist Segen schon vollständig.

Man kann das nur erreichen,  wenn man sich Gott weiter annähert. Du hast diesen Segen, wenn du Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehst. Der heilige Chaitanya Maha Prabhu und einige Heilige haben diesen Zustand auch als emotionale Trance bezeichnet.

Diese Freude ist identisch mit Segen. Die Seele strebt nach Segen, nichts sonst. Deswegen wirst du, wenn dich irgendetwas Schönes anzieht, das als Mensch nach einiger Zeit ablehnen.

Das heißt, die Seele lehnt das ab, die Seele sagt zu der Kraft MAN: „Nein, das ist es nicht, das nächste, das nächste, das nächste.“                                             

Wenn die Kraft MAN oder du oder die Seele dieses Glück erhält, dann haben alle Freuden und Anziehungen dieser Welt keine Bedeutung mehr.

Als Guru Nanak Gott gesehen hatte, hat er nur „Wak“ ausgerufen. Damit hat er diesen Segen ausgedrückt, und mehr hat er nicht gesagt.

Lord Buddha hat Gott 15 Tage ohne Pause gesehen. Was er gesehen hat, hat er nicht mitgeteilt, weil dieser Segen sowieso jenseits unserer Vorstellungskraft liegt.

Sieh, wenn du die Freude mit keiner Sprache der Welt beschreiben kannst, wenn du Rasgula (indische Süßigkeit) isst, wie willst du dann diesen Segen (bliss) beschreiben. Bliss ist der höchste Segen, den es gibt. 

Ich gebe euch jetzt ein sehr schönes Beispiel:

Einige seiner Schüler haben vor Rama Krishna Paramahansa einige Mangos hingelegt, und sie stellten eine Frage zum Saft der Mangofrucht. Er sprach gerade über dieSüße der Mangos, jede Mangofrucht hat einen etwas anderen Geschmack.

Er trank diesen Saft, steckte die Schale und den Kern in die Erde und schloss seine Augen. Er sagte nichts. Nach einiger Zeit sagten die Schüler, fragt den Meister, er sagt gar nichts.

Dann sagte ein Schüler: Baba, du hast gar keinen Kommentar hierzu gegeben.

Dann fragte er seine Schüler: Kannst du erklären, wer diesen Saft in die Mango gegeben hat? Jede Mango hat einen anderen Duft und einen anderen Geschmack.

Keiner der Schüler sagte etwas.

Dann sagte er, Gott; das ist ein Segen von “Mother Godes“.

Ihr wolltet das wissen, und ihr habt nicht an “Mother Godes“ gedacht. Sieh dir das an. Er hat für seine Kinder so einen feinen Geschmack geschaffen. Erforsche „Ihn“, denke über „Ihn“ nach, dann erhältst du wahren Segen.                                                            

Dankt “Mother Godes“ und sie fragten nach einer wissenschaftlichen Erklärung, wie der Geschmack in diesen Saft hineinkommt.

Darauf sagte er: So solltet ihr denken, dann erst erhältst du wahren Segen (bliss). Die Mango ist überhaupt nichts. Maheshji sagt:

Segen ist das, was die Seele wirklich braucht; solange die Seele diesen Segen nicht erhält, solange lebt sie nicht in Frieden. Solange sucht die Seele alle Möglichkeiten ab; sie ist nicht zufrieden.      

Das bedeutet, was immer jemand auf dieser Erde auch tut, es wird der Tag kommen, wo er diesem spirituellen Weg folgen wird.

So wie dein Kind nach einem Spielzeug fragt, und solange du ihm das nicht gibst, solange wird es danach schreien. Genauso ist es mit der Seele, sie strebt nach einem großen Haus, einem großen Anwesen, nach einem großen Wagen, und was immer die materialistische Welt an feinen Dingen produziert. Nur ein paar Sachen werden der Seele gefallen, denn deine ganze geistige Nahrung, dein Bewusstsein, dein Wissen über diese grobstoffliche materialistische Welt,  diese Dinge sind alle sterblich, sie werden alle einmal vergehen. 

Für etwas Unsterbliches braucht man aber etwas Unsterbliches. 

Die Seele ist unsterblich, und du gibst ihr sterbliche Dinge; durch Unwissenheit kannst du dich selbst für ein paar Tage täuschen, aber die Seele lehnt das ab; die Seele führt dich, indem sie eine Sache nach der anderen ablehnt, und eines Tages wirst du diesem Weg folgen, und dann hast du den Zustand erreicht, in dem sich reine Heilige wie Christus befinden, von da kommst du dann nicht wieder in diese Welt zurück.

Denn Christus wusste, dies ist alles nichts, nichts. Du gibst deinem Kind Schokolade und eine Goldmünze, es wirft sie weg. Du betrügst deine Seele, deswegen lehnt die Seele das alles ab. Die Seele sucht nach diesem Segen. Diejenigen, die sich dieses Hungers bewusst sind, die lehnen diese Dinge ab, weil dir alle diese Dinge keinen innern Frieden, keine wirkliche Freunde geben, nichts.

Wenn die Seele mit diesen materialistischen Dingen erfreut werden könnte, würde es keine Heiligen geben. Nein.

Aber die Ironie des Schicksals ist, dass wir Sklaven unserer fünf Sinnesorgane sind. Wenn du das durchquert hast, dann ist dieses Umherirren vorbei. Um das zu erreichen, musst du die fünf Sinnesorgane hinter dir lassen, deine Kraft MAN, deinen Intellekt und den Speicher deiner Eindrücke im Geist (Chitta). Und dann kommt die schwierigste Hürde, das Ego (Ahamkara). Danach bist erst du in der Lage zuzuhören und zu verstehen, was du wirklich brauchst. Jeder kann hier zuhören, aber die meisten sind ganz weit weg von dem, was wir sagen.

Warum hat Christus gesagt, sei still und erkenne dich selbst? Welcher Klang ist das, der da stört; der Klang der fünf Sinnesorgane. Dieser Klang führt dich ständig von dir weg, sogar im Schlaf.  Dieser Klang ist ständig da und sagt dir ständig: Folge mir.   

Manchmal beobachtest du eine schöne Szene, oder die Ohren wollen etwas Schönes hören, die Zunge möchte etwas Schönes schmecken. Dann nimmst du eine Flasche Wein und schaltest den Plattenspieler ein, das sind Geschmack und Klang; das hältst du für etwas Feines. Wenn du in dieser Sache etwas fortgeschritten bist, kannst du hören, wie die Organe nach diesen Dingen schreien. Mit der Gnade meines Meisters habe ich etwas über das Geschrei der fünf Sinne erfahren. Du musst die Sinnesorgane bändigen, wie einer ein Tier bändigt. Es kommt dann eine Zeit, wo du an all diesen Sachen überhaupt nicht mehr interessiert bist; dein Inneres lehnt das dann ab.

Dann kommt dein Intellekt und sagt: Mach das nicht, das ist falsch. Dann kommt die sehr starke Kraft MAN und lehnt das ab, denn die Kraft MAN ist unter der Kontrolle der Sinnesorgane. MAN ist Buddhi, dein Intellekt, und der sagt dir das: Nimm das nicht, mach das nicht, aber die Sinnesorgane, der Geschmackssinn, das Auge, das Ohr, treiben dich dahin, und du machst das gleiche. Dein Intellekt sagt dir, was richtig ist, dein Arzt sagte das, dein Vater sagt dir das, dein Freund sagt dir das ---, sieh nur. Bitte, dein Freund sagt dir, tut das nicht, das ist falsch. Sieh, dein Intellekt und alle, die dir nahe stehen, sagen dir das; alle, die dich lieben sagen dir das, aber du tust es dennoch nicht. Man ist da wie ein Sklave.

Du hast bereits Millionen Leben hinter dich gebracht und hast dich immer mehr von dem Segen entfernt; dabei ist der Segen dir ganz nah. Ich habe euch das Beispiel gegeben, dass das Kind die Schokolade wegwirft. Es hat auch die Goldmünzen weggeworfen, Kinder und Heilige können Goldmünzen wegwerfen.

Ich erzähle euch eine wahre Geschichte, als „Alexander der Große“ nach Indien kam.

Eines Abends war er hungrig und hielt vor einem sehr schönen Haus an. Die Soldaten gingen hinein, stellten „Alexander den Großen“ vor und sagten, er möchte etwas zu essen.

Entsprechend der indischen Kultur baten sie alle Platz zu nehmen.

Es wurde ihnen eine wunderbare Platte serviert, aber es war nichts zu essen darauf, Diamanten, Perlen und alle Sorten von Edelsteinen, sehr kostbare Dinge. Denn ihr wollt nichts zu essen, ihr wollt dieses; ihr seid für diese Dinge nach Indien gekommen. Ihr habt gehört, dass es in Indien enorme Mengen von all diesen Dingen gibt. Dies ist eine wahre Geschichte.

Als „Alexander der Große“ ging, hat er seinen Meister Aristoteles gefragt: Was soll ich dir mitbringen? Aristoteles sagte: „Bring mir einen Meister.“ „Du bist Meister.“ „Nein.“ Aristoteles hatte so ein Wissen, dass die Römer dachten, niemand ist über ihm; so viel wusste er. Er wusste, wenn es Meister gibt, dann sind sie in Indien.

Lord Buddha kam nach Alexander dem Großen.

So, diese war eine kurze Ausführung zum Thema Segen und rede mit Gott, so viel du kannst, in der Meditation. Und wenn du immer wieder mit ihm redest, redest, redest, niemand weiß, wann „Mother Godes“ so freundlich ist, auf dieses Gebet zu hören. Es sollte von Herzen kommen, nichts Verbales, mit reinem, tiefen Gefühl. Aber wenn Ihm jemand näher kommt, dem diese weltlichen Dinge alle nichts mehr bedeuten, dann ---.

Ein Heiliger aus Indien mit einem immensen Gedächtnis, er hatte ein Gedächtnis, er konnte damit jedes Buch kopieren, genau so als wenn er liest. Er war 36 Jahre alt. Er kritisierte ein Gebet an Gott, in dem Gebet wird von Gott Frieden gefordert und so viele weltliche Dinge werden gefordert. Der Heilige pflegte zu sagen, welcher Idiot hat dieses Gebiet geschrieben? Wie kannst du so viel von Gott fordern?  

Er hat auch gesagt, das ist der größte Idiot, der nach Mokash geht. Wenn du nach Mokash gehst,  erreichst du keinen höheren Segen, keine höhere Freude. Wenn du in Mokash eintauchst, ist dein Bewusstsein und deine Identität beendet. Der heilige Chaitanya hat das abgelehnt; die Heiligen lehnen das ab, denn du verlierst dann deine eigene Identität. Aber wenn du das wirkliche Ziel (Maduray) erreichst, dann erhältst du, fühlst du und erfährst du wirklichen Segen. Maheshji fragt: Wollt ihr noch mehr hören?    

Maheshji sagt: Wenn man um Segen (blessing) für andere betet, das ist etwas anderes als Segen (bliss). Wenn ich meinen Unterricht beende, sage ich:

„Möge Mother Godes euch segnen.“

Das ist immer mein letzter Satz. Wir haben heute nur über Segen gesprochen, nicht über segnen, damit ihr verstehen könnt, was Segen ist; Segen ist identisch mit Glückseligkeit. Wenn du dir spirituelle Bücher ansiehst, dann ist das in keinem Buch beschrieben. Du kannst dir alle spirituellen Bücher ansehen, wo Segen (bliss) erklärt wird, diese Erklärung findest du nicht. Ihr habt diese Frage zum ersten Mal gestellt. Maheshji sagt, am Telefon kann man das nicht, das muss man von Angesicht zu Angesicht erklären.

Das ist auch eine schöne Frage, der Unterschied  zwischen segnen und Segen. Nichts ist besser als Segen.  

Die Definition des Allmächtigen ist, kein anderer und keine Religion hat diese Definition gegeben:

„SAT, CHIT, ANANDA.“

Sat = Wahrheit, absolute Wahrheit.

Chit = sie ist ständig da und ständig aktiv.

Ananda = bliss, Segen.

Gott ist immer da, immer aktiv, er ist sich immer jeder Situation bewusst.

Bliss und Anand ist das gleiche, das heißt, du kannst nur von Gott Segen bekommen.

Diese großen Heiligen sind Agenten für den Schutz der Menschheit.

In den verschiedenen Religionen gibt es ganz verschiedene Heilige, aber sie haben alle die gleiche Aufgabe: Christus, Mohamed, Buddha, und so viele andere.

Nur Lord Krishna hat gesagt:

„Komm  zu mir, gib alle Religionen auf, ich werde dich von allen Sünden befreien.“                              

Nur Hingabe an Gott, kein anderer hat so klar gesprochen; das sind Gottes Worte in der Bhagavad Gita.     

Wo erhältst du wirklichen Segen? Ein Heiliger sagt (Maheshji nennt seinen Namen), nur von Krishna, nur von Krishna. Diesen Weg habe ich mit der Gnade des Meisters für euch ausgewählt und euch unterwiesen ihm zu folgen. Wenn du dazu eine Frage hast, kannst du mit mir argumentieren, denn ich bin kein Meister. Mit dem Meister kannst du nicht argumentieren, du kannst nur tun, was er sagt.

Er sagt dir nur: Mach das.“

Warum oder warum nicht, das gibt es nicht, es gibt nur das.

Maheshji sagt, ich denke, das ist genug; ich habe euch den Laden zum Segen aufgeschlossen.