Der Unterschied zwischen Gott und Mensch
08.09.2003
Originalstimme
Mahesh sagt, wenn ich frage, sagt „Divine Mother“ mir
die genaue Antwort.
Am letzten Samstag hat mich einer meiner Schüler gefragt:
Sir, warum stellen sie Ihrem Meister nicht ein paar Fragen?
Ich habe gesagt: mein Meister ist so groß. Ich habe nicht
die Stärke, ihm direkte Fragen zu stellen, so wie ihr mich fragt. Aber wann
immer irgendeine Frage mein Herz erreicht, so kommt der Meister und gibt sofort
Antwort. Ja, das ist wahr.
Wann immer mich irgendeine Frage beunruhigt, antwortet der
Meister ohne Zögern. Deswegen besteht ein großer Unterschied zwischen meinem
Unterricht und dem Unterricht der anderen Schüler des Meisters.
Sie stellen niemals Fragen in der Stille. Ich frage im
Stillen. Stille heißt, in der Stille des Herzens. Das ist der einzige Platz, wo
Stille ist. Stille ist weder im Geist, noch im Unbewussten, noch im Bewussten.
Als ich nach der Ruhe in Geist gefragt wurde, habe ich die
Antwort gegeben: Du kannst dir den Aufruhr im Geist der Menschen gar nicht
vorstellen. Wie viele Leben hast du bis zu diesem Leben bereits hinter dir,
Millionen von Leben. All das ist in deinem Unbewussten gespeichert.
Ein Beispiel: Ich habe einen Gedanken mitgeteilt, und
daraufhin erinnert sich jemand plötzlich an etwas aus der Kindheit. Wenn er das
ernsthaft studiert und der Gedanke kommt: Warum hast du das gedacht? Wie kommt
der Gedanke?
Das zeigt, dass dein Gedächtnis etwas enthüllt. Es bewegt
sich etwas. Das ist nicht feinstofflich. Dein Gedächtnis studiert in deinem
Geist. Das bedeutet, dass dein Gedächtnis Lärm, eine Störung oder ein Geräusch
macht. Ein Gedanke ist Geräusch. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie der
Meister unterrichtet.
Du kannst diese Worte in keinem Psychologiebuch oder in
sonst irgendeinem Buch finden. Zum ersten Mal hast du gefragt, und ich habe den
Lärm des Geistes erstmals erklärt. Und du brauchst völligen Frieden. Wie
kannst du das erreichen?
Es gibt die Technik Yoga Nidra. Wenn ihr kommt, werde ich
darüber sprechen. Die Leute vergeuden damit die meiste ihrer kostbaren Zeit.
Das ist nicht Meditation.
Ich denke, dass Yoga Nidra nicht so gut ist. Yoga Nidra ist
wie Traum, wie kontrollierter Traum. Das ist kontrollierte Kraft, der Geist ist
unter deiner Kontrolle. Wenn du etwas wünschst, dann gibt dir der Geist das
Bild davon. Aber wozu?
Du musst alle diese Dinge hinter dir lassen. Du musst
dahinter gehen. Du musst sogar hinter Zeit und Ursache gehen. Du musst dein persönliches
Ego überwinden, wie das in „Erleuchtung ohne Gott“ von Swami Rama
beschrieben ist. Du musst dein Ego durchqueren. Du musst dein „Ich“ in das
„Super-Ich“ eintauchen.
So viele Yogalehrer betrügen. Die meisten Yogaschüler
verbringen ihre Zeit mit der Perfektion von Yoga Nidra und ähnlichen Dingen.
Warum? Es gibt sehr detaillierte Anweisungen für Yoga Nidra. Und die Leute
machen das, warum? Das ist alles Nonsens. Du siehst dann Bilder, was soll das.
In der Meditation musst du das alles durchqueren.
In Samadhi herrscht völlige Stille.
Gott lebt hier, und Gott ist in völligem Glück.
Im 10 Kapitel der Bhagavad Gita wird gesagt, wo Gott lebt:
Ich lebe im Herzen eines jeden einzelnen Geschöpfs der Schöpfung.
Das heißt: Er ist der Kern. Er ist der Ursprung. Er ist
die eigentliche Ursache des Lebens.
Unser Bewusstsein sollte da ankommen. Unser Ziel ist nicht
Yoga Nidra zu sehen.
Unser Ziel ist es dort anzukommen. Erst da sind wir in der
Lage, die ganze Wirklichkeit zu sehen, die ganze Realität zu fühlen, und dann
erst werden wir zur ganzen Wirklichkeit werden.
Wenn du keine
Wünsche mehr hast, so heißt das: Gott ist da. Du bedeutest Gott und Wünsche.
Wenn keine Wünsche da sind, heißt das, du bist Atman.
Diese Beschreibung hat Gott in der Bhagavad Gita selbst
gegeben. Wann immer dein Atman vor Ihm erscheint, in dem Augenblick werden alle
deine Sünden unmittelbar
verbrannt. Die Wünsche sind dann verschwunden. Und wenn deine Sünden und Wünsche
nicht mehr existieren, dann ist nur Er da. Er bedeutet, dass Gott da ist. Denn
das ist eine Form. Dieses falsche Ego erzeugt das Bild von „du“.
Aber dein wirkliches Bild ist Atman, dein Selbst.
Das persönliche Ich trennt dich von deinem wahren Sein.
Du bist die Ursache deines Leidens, nicht Gott.
Du wendest dich dem falschen Weg zu. Du gehst in die falsche Richtung und
die Richtung hat kein Ende.
Die Reise, auf der sich ein nicht spiritueller Mensch
bewegt, ist endlos, weil er das falsche Objekt im Leben gewählt hat.
Der Mensch muss das realisieren. Er sollte ernsthaft
nachdenken, ist das der richtige Weg, oder ist er falsch. Gibt es da ein Ende
oder nicht.
Wenn da kein Ende ist, so bedeutet das, der Weg ist falsch.
Auf jedem Bahnhof kann man aussteigen. Es gibt ein Prinzip,
den Bestimmungsort zu erkunden, zu überprüfen und zu definieren. Wenn das
Reiseziel nicht definiert ist, dann heißt das: Das ist falsch. Das Reiseziel
muss ein Ende haben. Wenn nicht, dann bedeutet das, dass da etwas nicht stimmt.
Man muss ernsthaft nachdenken.
In meinem Land ist das von den großen Meistern angegeben
worden. Und sie haben diese Botschaft, die sich mit dem wahren Weg des Lebens
der Menschen befasst, über die Meister und über Gott selbst, allen mitgeteilt.
Das heißt, bewege dich zu dir selbst hin, zu deinem einen Selbst. Du musst dich
in die Richtung auf den Ursprung des Lebens, in Richtung auf die Ursache für
das Leben, hinbewegen. Da wirst du das Ende, das wirkliche Ende der Reise finden
und außerdem Frieden, Glückseligkeit und Wahrheit. Du erreichst endlose Freuden und du wirst
unsterblich.
All das soll auch mit meiner Stimme in die Website. Das ist
sehr schön. Das ist sehr kurz und sehr wichtig. Es macht den Unterschied
zwischen Gott und den Menschen deutlich.
