18.03.2011

Originalstimme (29:01 - 1:13:30) Datei 1

Maheshji spricht weiter über Samadhi und sagt:

Der 1. Schritt ist, zu verstehen, wie viele Hüllen (Stufen) man hinter sich lassen muss. Ich hatte 2 Samadhi Zustände (Vitarka-Samadhi und Vijaranakad-Samadhi) bereits erläutert, die Erklärung geht weiter. Ich komme noch einmal auf Vitarka-Samadhi zurück. Zunächst erhältst du die Kraft über die grobstoffliche Welt. Das nächste ist die feinstoffliche Welt. In der 2. Samadhi Stufe kennst du die feinstoffliche Welt, du kannst dich in ihr unterhalten, und du weißt alles über sie. Ich habe mit der Garde des Meisters diese Dinge gesehen, und ich habe das mitgeteilt und auch noch bewiesen.

Die 3. Samadhi-Stufe heißt Ananda-Mugen-Sabija-Samadhi. In diesem Samadhi Zustand erreicht der Übende den tiefen Zustand des Geistes von Samadhi, indem er Ahamkara, das Ego sehen kann; er kann das fühlen. Dann kann er die 4 Zustände des Geistes: Ahamkara, Chitta, Manas und Buddhi  wahrnehmen.

Ich erkläre euch das jetzt.

Warum sagt Swami Rama euch, ihr sollt denn „inneren Dialog“ machen.

Wenn du den inneren Dialog machst, sprichst du fortwährend mit diesen 4 Qualitäten des Geistes. Dann merkst du nach einiger Zeit, dass du dich von diesen 4 Qualitäten des Geistes unterscheidest. Und du siehst, dass sie dich kommandieren. Diese Erfahrung hinterlässt bei dir einen Klick, und du bist schon aus der Falle heraus. Und dann hörst du nicht mehr auf diese Impulse, sondern du machst das, was du machen sollst. Das ist so, wie wenn einer dir ständig sagt, was du machen sollst.

Durch diesen inneren Dialog kommst du zu dir.

Ich gebe euch ein persönliches Beispiel: Ich war ungefähr 15 oder 16 Jahre alt, da habe mich ich mich selbst als Meister betrachtet. Ich hatte das innere Bewusstsein: Ich bin Meister. Zu der Zeit habe ich in mein Tagebuch geschrieben: Ich spreche mit meinem inneren Meister und ich mache das auch in der gesamten Schöpfung sichtbar. Was immer das Bewusstsein mir sagt, sehe ich von Angesicht zu Angesicht in der Natur. Wenn ich also alleine im Garten oder an einem Fluss sitze oder wenn ich im Gebirge bin, dann redet die Natur mit mir.

Zu der Zeit kannte ich keine Philosophie, nichts. Deswegen sage ich euch, ich sehe diese Welt mit anderen Augen und diese Sichtweise bleibt. Bei der gleichen Blume steigt manchmal dieser Gedanke auf, manchmal jener Gedanke. Das führt dazu, dass das Problem von der Natur selbst gelöst wird. Die Natur antwortet mir, der Gedanke kommt von der Natur zu mir.

Baba hat gesagt: Die Natur redet in feinstofflicher Sprache zu uns, dies nennt man schweigende Sprache (silent language).

Maheshji gibt uns ein Beispiel: Eine Frau hatte nichts gesagt, aber sie hatte etwas gegen ihren Partner und Maheshji hatte das mitbekommen. Sie hat das weder gesagt, noch gedacht.

Manchmal antwortetet Maheshji, bevor wir überhaupt eine Frage stellen. Swami Rama hatten in der Lekture gesagt, das Reden mit Worten ist überhaupt nichts, das eigentliche Verstehen ist auf einer ganz anderen Ebene.

Maheshji hat unterschiedliche Gedanken von den Blumen und von den Flüssen erhalten. Man kann auf diese Weise einen Dialog (mit sich selbst) machen.

Dieser Zusammenhang Klang und Energie, wie lange kommt dieser Gedanke schon? Diese Energie wird jetzt eingeführt; ich sehe die Dinge in Energieform.

Ich bekomme dann Angst und lasse das. Swami Rama hatte in einer Lekture gesagt, das Potenzial des Menschen ist immens. Maheshji sagt, das ist alles die Kraft meines Meisters, aber ich bin nicht so stark wie mein Meister.

Swami Rama hatte regelmäßig Tapas Übungen gemacht, ich nicht. Aber um mich als Lehrer vorzubereiten, hat er mir bestimmte Fähigkeiten vermittelt. Wenn er mir das nicht gezeigt hätte, wie könnte ich euch das mit voller Überzeugungskraft vermitteln? 

Und wenn ein Yogi diesen Zustand erreicht hat, dann ist er in der Lage das Bewusstsein, die Persönlichkeit und Ahamkara, das Ego in einem Menschen zu sehen. In diesem Zustand denken die meisten Yogis, sie sind im Kaivalya Körper, und sie hören auf und genießen den Zustand. Und sie sind Millionen Jahre in so einem hohen Zustand und sie freuen sich daran. Dann müssen sie wieder zurück in ein neues Leben. Habt ihr dazu eine Frage?

Es wird gefragt, woran kann man Heilige erkennen?

Maheshji sagt: Sieh, wenn jemand diese Kraft hat, dann kannst du ihn nur erkennen, wenn er es erlaubt. Andernfalls nicht, denn sie leben in so einer zurückgezogenen Art und Weise.

Ich gebe euch ein sehr einfaches Beispiel. Wenn jemand einen sehr kostbaren Schmuck hat, dann beschützt er ihn mit großer Sorgfalt. Und kannst du dir den Wert eines Heiligen überhaupt vorstellen? Sein Wert ist immens, ihr könnt euch das gar nicht vorstellen; nichts ist dem parallel. Sie können Gold und Edelsteine machen, sie können alles verändern. Denn alles ist Energie und sie kommandieren die Energie.

Sie können Wasser und Feuer machen, sie kommandieren die Elemente, nur durch Gedanken. Wenn der Befehl kommt, werden sich die Atome automatisch anders anordnen.

Maheshji hat bewiesen, Energie ist intelligent. Wenn nicht, wie produziert dann jede Pflanze die ihr zugehörige Blüte. Du sagst nie zum Gärtner, ich brauche jetzt diese Farbe und diesen Duft. Die Energie gibt der Natur ihr Aussehen; der Befehl ist im Saatkorn enthalten. Klang und Energie hängen ganz dicht zusammen. Maheshji bezieht ich hier auf das Buch von Masuru Emoto über die Eiskristalle.

Die 4. Samadhi-Stufe heißt Asmita-Muget-Samprajnata-Samadhi.      

In diesem Zustand nimmt man die Berührung durch die Seele wahr, sehr nah und sehr klar. Und in diesem Zustand machen die Heiligen wieder den Fehler, dass sie annehmen, dass dies der letzte Zustand ist. Denn die Freude ist in diesem Zustand immens. Habt ihr eine Frage dazu?

Es wird gefragt: Du fühlst die Berührung durch die Seele, ist das Gott?

Maheshji sagt: Hier wird Chitta noch wahrgenommen, hier werden immer noch 2 Teile wahrgenommen. Die Seele ist nicht Gott, aber die Freude in diesem Zustand ist unvorstellbar. Sie denken, ich bin am Ziel; die Heiligen bleiben unvorstellbare Zeiträume in diesem Zustand.

Im 5. Zustand von Samadhi lösen sich alle 3 Gunnas auf, das heißt, sie werden kraftlos. Sie sind noch bis zu einem gewissen Grad da, aber sie haben ihre Anziehungskraft verloren.

Erst im Kaivalya Zustand sind die Gunas beendet. Du kannst sagen, diese Gunas sind zu 100% wirkungslos. Die Qualitäten der Natur (Prakriti) sind beendet, genauso wie in Shutja Prakriti (eine Beschreibung aus der Samkhya Philosophie). Die Kraft MAN ist immer noch da und die Seele.

Wenn diese Gunas da sind, handelt Mahaatatwa. Hier handelt Mahaatatwa nicht, weil alle Gunas normal geworden sind. Prakriti ist rein, dies ist der Zustand von Kaivalya.

Maheshji erläutet noch einmal: Nur wer den 4. Samadhi-Zustand ablehnt, der kann in der 5. Zustand weitergehen.

Es wird die Frage gestellt: Wie kann man mit einem so hohen Zustand, wie dem 4. Samadhi-Zustand unzufrieden sein, damit man weitergehen kann?

Maheshji sagt: Sieh, wenn einer Gunati (im 5. Samadhi-Zustand) ist, kannst du dir vorstellen, welche Klarheit er in diesem Zustand hat? Alle 3 Gunas sind gelähmt, sie sind jenseits aller Attribute.

Maheshji erklärt: Nimm einmal an, da ist ein Wassertank, der Mond scheint und die Oberfläche ist wellig. Du kannst den Mond im Wasser wegen der Wellen nicht sehen.

Hier sind es unsere Wünsche, die Gunas, all das beeinträchtigt unsere Entscheidungsfähigkeit. Wenn die Wasserfläche aber still ist, zu der Zeit kann die Seele der Kraft MAN von Angesicht zu Angesicht begegnen. Diesen Zustand nennt man Jiva Mukti, das ist letztendlich das Ziel des menschlichen Lebens. Das bedeutet, dass du dein Haus erreicht hast. Wenn der Fluss in den Ozean mündet, wird er zum Ozean.         

Maheshji sagt:

Meditation ist der 1. Schritt auf dem Weg zu deinem eigenen Haus. Denn in unser Denken haben sich ganz viele Dinge eingemischt, so haben wir das eigentliche Ziel vergessen. Auf diese Weise gehst du weiter und weiter und gelangst schließlich in einen tiefen Zustand von Samadhi, der heißt Turija. Turija ist ständiges Bewusstsein und ungestörtes Bewusstsein.

Stellt euch nur einmal vor, es gibt 10 Milliarden mal schönere Orte als die Erde und erst dahinter bist du am Ziel. Stellt euch nur den Zustand der Seele vor, und vergleicht damit die (10 Milliarden) Möglichkeiten von Prakriti. Aber wir haben das vergessen.     

Mit dem inneren Dialog

  1. kannst du Buddhi überwinden.
  2. Du kannst Ahamkara überwinden.
  3. Du kannst die Kraft MAN überwinden.
  4. Du kannst Chitta (den Speicher all deiner geistigen Eindrücke) überwinden.

Man nennt diese 4 die inneren Sinnesorgane, Anthakarana.

Mit dem inneren Dialog kann man die Ablenkung durch die inneren Sinnesorgane überwinden.