Nach dem Kaivalya Körper

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Nach dem Kaivalya Körper gibt es noch den 6. und den 7. feinstofflichen Körper.

12.03.2009 Kanpur

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Die Unterrichtung durch Maharishi Patanjali geht bis zum Kaivalya Körper. Nach dem Kaivalya Körper gibt es aber noch den 6. und den 7. feinstofflichen Körper.

Maheshji sagt:

Informiere jeden Schüler darüber, ob er Anfänger oder Fortgeschrittener ist, dass es auf dieser Welt nur diese eine Schule gibt, welche die körperliche, die geistige und die spirituelle Ebene umfasst; keine andere Schule tut das. Die Unterrichtung des Yoga wirkt nicht nur auf der körperlichen und der geistigen Ebene, sondern auch auf der spirituellen Ebene. Deswegen nennt man diese Technik in Indien die fünfte Vede, so viel Wichtigkeit hat man diesem Punkt beigemessen. 

Die Menschen sollten das wissen, denn einige Leute neigen zum Buddhismus, einige sind Christen, einige neigen zum Taoismus, andere machen Tai – Chi, wieder andere tanzen, aber das ist immer nur ein Teil. Es ergreift auch den Geist bis zu einem gewissen Teil, aber nichts ist umfassend. Sie befassen sich mit der Ethik oder der Moral, aber die Yamas und Niyamas umfassen die Moral vollständig. Sieh dir nur jemanden an, der den Yamas und Niyamas folgt, welchen Charakter er hat, wie er lebt, alles ist gut. Ich erkläre euch jetzt etwas, was ich bisher noch nicht mitgeteilt habe.

Es folgt zunächst ein Überblick über die bisher bekannten fünf Körper,

  1. der physikalische Körper,
  2. der feinstoffliche Körper,
  3. der Saatkörper,
  4. der feinere Saatkörper
  5. und der Kaivalya Körper, Lord Buddha hat den Kaivalya Körper erreicht.

In all diesen Körpern sind die fünf Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Luft, Raum, vorhanden und die drei Gunas, Tamas, Rajas, Sattva. Man nennt dies auch die acht natürlichen Eigenschaften der Materie (der Sanskritname ist Ashtprakriti). Die Form, die Materie bezeichnet man in der Sanatan Philosophie als Prakriti. Der Zweck ist, dass du dich immer weiter, immer feiner entwickelst. Wie wenn du Öl gewinnst, dann reinigst du es immer weiter, bis du Super hast. Bis du ganz feinen Treibstoff erreicht hast, den du im Flugzeug verwenden kannst, genauso ist das.

Im Buddhismus ist Reinigung das Entscheidende, und Lord Buddha hat den fünften Zustand, Kaivalya, erreicht, aber das ist noch nicht das Ende. Es gibt noch einen sechsten Körper, in dem wir leben. Das ist unser wirklicher Körper, das ist auch noch nicht der letzte Körper.

Aber im sechsten Körper ändern sich die fünf Elemente.

Wenn der Körper in dieser sechsten Form ist, dann lebst du in vollständigem Segen. Auf meine Nachfrage sagt Maheshji, das ist ein sehr hoher Zustand, den habe ich bisher nicht erklärt. In der indischen Philosophie ist das bekannt, aber es ist nicht allgemein bekannt. Die Unterrichtung geht nur bis zum fünften Körper, der sechste Körper wird nicht unterrichtet, auch nicht bei Patanjali. Maharishi Patanjali war ayurvedischer Arzt in Indien, er war kein Yogi. Maheshji sagt: Ich gehe jetzt über die Unterrichtung durch Patanjali hinaus. Wenn du Schüler „Seiner Heiligkeit“ bist, dann musst du genau Bescheid wissen und jederzeit eine Trumpfkarte sehen können.

Wir sprechen jetzt über die 5 Elemente des 6. Körpers, welche die Seele (Atman) beschützen.

  1. SATYA = (element truth), Wahrheit. Die Wahrheit ist das, was sich nicht ändert, sie ist unsterblich.
  2. VICHARA = (element thought), Gedanken. Gedanken sind ohne Ende und werden bis zu diesem Stadium mitgenommen.
  3. SHEELA = Moral, Ethik, die innere Einstellung. Was du tun solltest und was nicht. Deine Natur, dein Charakter, all das fällt darunter. Dein hohes, heiliges, göttliches Verhalten. Das Verhalten eines jeden Menschen fällt unter Sheela. Ein normaler Mensch hat Gefühle, manchmal Zuneigung, manchmal Abneigung. Das ist hier nicht gemeint, sondern ein Zustand ohne Angst, ohne Gier, ohne Gefühl. Dieser Zustand liegt über dem normalen menschlichen Verhalten.      
  4. DAYAA  = (sympathy), Sympathie. Hierher gehört auch KARUNA: Mitgefühl, diese Eigenschaft ist höher als Dayaa.
  5. DHEERAJA (Hindi; der Sanskrit-Begriff heißt: DHAIRYA = (extreme patience), extreme Geduld. Gemeint ist eine Geduld, so wie Gott sie hat. Wo jeder normale Mensch seine Geduld verliert, setzt diese Geduld ein. Maheshji erzählt dazu eine Geschichte: Ein Räuber erschien vor Lord Buddha, um ihn zu töten. Dieser Räuber pflegte allen, die er getötet hatte, einen Finger abzuschneiden und ihn an einer Kette um seinen Hals zu tragen. Aber Lord Buddha verfügte über eine enorme Kraft an Gewaltlosigkeit. Und das Auftauchen des Räubers verursacht in seinem Geist nicht den Eindruck, dass dies ein Räuber ist. Lord Buddha hatte Geduld wie ein Berg. Wenn du einen Berg besteigst, wird der Berg nicht wackeln. Und der Geist des Räubers veränderte sich von einem Kriminellen zu einem Heiligen. Zwei Tage später traf der König jener Zeit auf den Räuber. Der König wusste, dass das ein bekannter Räuber in seinem Königreich war. Und er fragte ihn, du sprichst wie ein Heiliger, wie ist das möglich? Er antwortete: Bhagvan Buddha hat meinen ganzen Charakter innerhalb von Sekunden vollständig verändert.

Das gleiche hat Swamiji mit Maheshji gemacht: Als ich vom Nationalen Institut in Patiala kam, fragte er „Was möchtest du?“

Maheshji antwortete: „Ich möchte nach Deutschland gehen und PhD (Doktorgrad) in Hockey machen.“

OK, du bekommst die Möglichkeit.

Maheshji sagt: Ich kam aus seinem Raum heraus, und der Gedanke stieg in meinem Geist auf: „Du sitzt hier zu den Füßen des Meisters, was kannst du mit diesem PhD erreichen?“ Niemand weiß, in welchem Leben du diese Chance wieder bekommst. Nach diesem Treffen war mein Denken vollständig verändert. Alle weltlichen Wünsche und alles weltliche Denken waren verändert; ich kenne das bereits.

Und danach unterrichtete er mich über die Schöpfung und den Schöpfer. Er hat mir alles erklärt, er hat mir alles gezeigt; diese Dinge liegen 30 Jahre zurück.

Maheshji hat mir gesagt, wie er die ganze Schöpfung sieht; das ist nicht gedacht, er sieht das wirklich.

Swamiji hat Maheshji trainiert, mit den inneren Augen zu sehen, nicht mit den äußeren Augen. Wir nennen das die intuitive Sichtweise, aber dies geht darüber hinaus. Dies liegt jenseits der Intelligenz. Mein Meister hat mich vorbereitet, und was wir jetzt machen, liegt jenseits der Intelligenz, und ihr seht das.

Mit Intelligenz allein kann man diese Dinge nicht machen, man muss die Intelligenz hinter sich lassen und dann dieses Tor öffnen.

Dies sind die fünf Elemente des sechsten Körpers.

Wenn unser Körper diesen Zustand des 6. Körpers erreicht hat, dann empfindet man ständig unvorstellbare Freude und Segen, aber das ist noch nicht das Ende. Das ist immer noch nicht das Ende.

Dazu gibt es einen Hinweis von Lord Chaitanya Maha Prabhu aus dem Bhakti Kult; Bhakti ist Gottesverehrung. Gottesverehrung bis zu dem Grad, wo derjenige sein Bewusstsein verliert. Das bedeutet, dass derjenige sein Ego völlig verliert, er ist sich nur noch Gott bewusst.

Dieser Zustand der Trance ist der 7. Zustand und wird ANANDA (= Segen) genannt, und in diesem Zustand geht die Seele in die höhere Seele über.

Wie wenn du ein Tongefäß hast, der Raum innerhalb des Topfes ist da, wenn du das Gefäß zerbrichst, dann ist alles eins. Man muss dieses Ego zerbrechen. Das Ego ist in allen Körpern (vom ersten bis zum sechsten Körper) immer noch da, erst im siebten Körper ist es zerbrochen. Nur Chaitanya Maha Prabhu hat dieses angegeben. Solange man noch Wünsche hat, kann dieser 7. Körper nicht erreicht werden.

Diese höheren Zustände habe ich zum ersten Mal angegeben.