Meditiere ich

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Meditiere ich?

02.01.2011

Originalstimme (5:25 - 16:20)

Träume ich, schlafe ich oder meditiere ich? Die Frage wurde wohl schon oft gestellt und Maheshji hat immer wieder auf die gleiche Weise geantwortet:

Sieh, manchmal kommt während der Meditation eine typische Schläfrigkeit, und du kannst selbst entscheiden, ob das Schlaf ist oder nicht.

Ich frage, wie kann man das entscheiden?

Maheshji sagt, ich erkläre das:

Wenn du aus der Meditation kommst, hast du eine typische Schläfrigkeit (drowsiness), so als hättest du eine kleine Droge genommen. Also dann sollte man Schlafengehen.

Dieser Zustand ist bei einem Schüler normal, weil der Geist auf diese Weise einen sehr angenehmen Schlaf bekommt.

Ich frage, der Geist ruht sich aus? 

Maheshji sagt: Ja. Maharishi Mahesh hat, als er mich zuletzt unterrichtete, gesagt (Maharishi Mahesh lebte zuletzt in Holland): Wenn dieser Zustand kommt, sollte man den Schlaf genießen; danach kannst du deine Arbeit sehr gut machen. Oder wenn du wieder meditieren willst, kannst du das tun.

Ich frage, manchmal tauchen Träume in der Meditation auf.

Maheshji sagt: Manchmal gehen Körper und Geist tiefer in das Bewusste, in das Unbewusste und in das Unterbewusste. Und dies liegt zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten. Dein Bewusstsein geht auch in den feinstofflichen Körper, das bedeutet,

  1. dass Bilder aus vergangenen Leben auftauchen.
  2. Es tauchen Bilder aus diesem Leben auf
  3. und Bilder aus der Zukunft tauchen auf. Das betrifft alle Eindrücke in deinem Geist.
  4. Deine unerfüllten Wünsche, die in deinem Gehirn schlafen, tauchen auf.

All das steigt dann in dir auf; der Körper ist ein großes Wunder.                     

Normale Menschen leben in ihrem groben Körper und in ihrem grobstofflichen Geist. In der Meditation geht das Bewusstsein tiefer und tiefer und immer tiefer.

Schreib eine Frage, die du in Indien stellst:

Es gibt 5 Zustände in deinem Geist. Diese 5 Zustände des Geistes werde ich euch in Indien erklären. Der 5. Zustand ist der Zustand, in dem du weißt, wer du bist.                            

Maheshji zitiert aus der Bibel die Offenbarung des Johannes:

„Sei still und erkenne dich selbst.“ (Be still and know thyself.)      

Aber wie kannst du still werden? Der Geist hat 5 Zustände, ich gebe euch die Namen:

  1. Mudha – inertia – hier ist die Trägheit vorherrschend.
  2. Ksipta – rajas – voller Aktivität sein.
  3. Viksipta – sattva – Es ist nur gutes da.
  4. Ekagra – sattva pure – very fine – Alles ist sehr fein.
  5. Nirodha – all gunas only in pure state - Die äußeren Eigenschaften verändern deine Reinheit nicht mehr.

Diese Erklärung ist nur sehr kurz, wir gehen in Indien ausführlich dahin hinein. Die Inhalte sind sehr viel tiefer. In der Meditation durchqueren wir also diese 5 Zustände und erreichen den 5. Zustand. 

Maheshji sagt: Heute hast du eine sehr schöne Lektion bekommen. Langsam führe ich euch tiefer in die Philosophie hinein, wenn ich am Anfang damit beginne, könnt ihr das nicht genießen. Ich verstärke den Wunsch, den Hintergrund kennen zu lernen. Wenn ich gleich damit anfange, werden alle einschlafen.

Ich sage Maheshji, dass wir so einen Unterricht bereits hinter uns haben, bevor wir nach Kanpur kamen.

Maheshji sagt: Ich mache das langsam, damit ihr darauf Appetit bekommt. Die Philosophie ist dahinter verborgen. Seht, wie unsere großen Heiligen tiefer gegangen sind und die Inhalte mitgeteilt haben. Aber um das zu verstehen braucht man auch den Wunsch danach, den Hunger danach.

Ich sage: Ja, wir wollen das wissen.

Maheshji sagt: Wenn du keinen Hunger hast, kannst du gutes Essen nicht genießen.