Mandukya Upanishad Kapitel III Teil 2

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15.11.2012 Divali in Kanpur

Originalstimme ca (1:20:03 - 2:38:12) Datei 1

Der Text des Kapitel III wird wegen seiner Länge in noch einen weiteren 3. Teil aufgeteilt.

Als Swamiji nach Japan ging, hatte er nur acht Dollar in der Tasche. Er wusste gar nicht, was weiter abläuft, was ist das? Vertrauen auf seinen Meister.

Maheshji ist ohne Pass nach Nepal gegangen. Er sagt, ich kann nicht erklären wie ich den Auftrag von ihm bekommen habe.

Ich habe Vertrauen auf Ihn und das Vertrauen meines Meisters auf meinen Großmeister ist unvorstellbar groß.

Ich gebe euch ein weiteres Beispiel: Bengali Baba hatte zu Swamiji gesagt, geh nach Japan. Er ging und nach kurzer Zeit kannten ihn ganz viele Leute. Swamiji sagte, jeder kann mit einem Geschenk. Er aber hat die Geschenke weitergegeben und zum Schluss hatte er nur ein Geschenk.

Text aus der Mandukya Upanishad:

Was ist also das Gesetz? Das Gesetz gibt, das Gesetz nimmt nicht. Und das ist das, was du Liebe nennst.

Maheshji sagt, das ist sehr wichtig, versucht das zu verstehen und diskutiert das.

Text aus der Mandukya Upanishad: In dem Moment, wo du verstehst, dass der wirkliche Schlüssel zur Handlung und zur Pflicht die Liebe ist, dann bist du frei.

Tu deine Pflichten mit Liebe und dann bist du frei, dann wird kein Stress da sein.

Warum ist die Welt heutzutage so gestresst? Weil wir alle mechanisch funktionieren wie Roboter. Unsere ganze Suche ist materialistisch ausgerichtet. Unsere Wissenschaft und unsere Forschung ist materialistisch orientiert und das führt letztendlich zur Unzufriedenheit. Wir verlieren all das, was wir haben und erlangen das, was wir gar nicht brauchen, nämlich Stress. Wir nehmen Gewohnheiten an, die uns sehr verletzen. Maheshji sagt: Hier wird erklärt, dass unsere gesamte Forschung materialistisch ausgerichtet ist.  Sieh, warum Liebe wichtig ist.

Der Text aus der Mandukya Upanishad geht weiter:

Jede Handlung, die ohne Liebe ausgeführt wird, ist für das Wachstum des Menschen schädlich.

Maheshji sagt: Warum fehlt den Deutschen Liebe? Warum? Wenn du Liebe sagst, dann steckt darin das englische Wort leave (I leave you) und das heißt verlassen. Maheshji sagt, dieses Wort to leave ist es, und jetzt erkläre ich „Liebe“. La heißt im Hindi gib, bringen.

A = amrit = Extrakt, Nektar, der Extrakt davon ist Liebe. Liebe ist das Höchste überhaupt. (Wir finden heraus, dass die Wurzel des Wortes Liebe indogermanischer Herkunft ist.) Es besteht auf jeden Fall eine Verbindung zu Indien. Maheshji sagt, vielleicht zu Sanskrit, vielleicht zu Brahmi, Swamiji weiß das. Er hat in „Living with the Himalayan Masters“ auch geschrieben, es gibt eine Sprache, in der man spirituelle Literatur exakt ausdrücken kann. Er kannte diese Sprache. Nur die Sprache ist kompetent die spirituelle Wahrheit auszudrücken.

Text aus der Mandukya Upanishad:

In dem Moment, in dem du verstehst, dass der wirkliche Schlüssel zur Handlung und zur Pflicht die Liebe ist, dann bist du frei. Du tust deine Pflichten mit Liebe und du bist frei.

Maheshji sagt: Dies ist auch sehr wichtig, wie deine Gewohnheiten in das nächste Leben hinübergehen.

Text aus der Mandukya Upanishad:

Und weißt du, wie kraftvoll Gewohnheiten sind? Wenn du sie analysierst, wirst du herausfinden, dass deine Gewohnheiten dich selbst noch nach dem Tod beeinträchtigen. Du gehst nicht in die Hölle oder in den Himmel, du bleibst im Muster deiner eigenen Gewohnheiten. Viele von euch denken, dass sie in den Himmel oder in die Hölle kommen. Es gibt aber kein Büro, welches Himmel oder Hölle zuteilt. Entsprechend deinen Handlungen schaffst du Handlungsmuster und du bleibst in diesen Handlungsmustern selbst nach dem Tod. Jede Handlung, die du ohne Liebe machst, ist für das menschliche Wachstum schädlich.

Maheshji sagt: Das nun folgende ist sehr wichtig.

Es folgt der Text aus der Mandukya Upanishad.                                

Wenn alle von uns lernen und sich dafür entscheiden, dass wir füreinander arbeiten, dann wird jeder frei sein.

Ich arbeite für dich, dann bin ich nicht in diesen Fesseln. Du arbeitest für mich, dann bist du nicht in diesen Fesseln, dann wird eine Harmonie hergestellt.

Maheshji sagt, aber die Leute machen das üblicherweise nicht.

Es wird ergänzt: Der Satz davor sagt, dass wir alle Teil einer Familie sind.

Maheshji sagt, das ist die Philosophie Indiens. Sieh, ich diene und erkläre die Inhalte für alle. Das ist Liebe, ihr alle findet Liebe in meinen Handlungen und in meinem Benehmen, ich befolge die Anweisung meines Meisters. Maheshji sagt, ich kenne nur Liebe! Ich weiß nicht, was Hass ist und diese Dinge. Ich tue nichts für Belohnung oder um einen Namen oder Ruhm zu bekommen. Ich will nur den Anweisungen Seiner Heiligkeit folgen und jedem der kommt. Zu dem Zweck brauche ich nur Liebe zu geben, denn ich habe enorm viel Liebe von meinem Meister bekommen. Jedes meiner Haare ist voll von Liebe. Einige Schüler sagten, ich kann dich nicht immer sehen, aber bitte vergiss mich nicht.

Der Text der Mandukya Upanishad wird weiter vorgelesen:

An dem Tag, an dem wir das Gesetz des Karma verstehen und wissen, dass nichts möglich ist ohne unsere Pflicht zu tun, dann lernen wir auch das Gesetz des Gebens und dass nach dem Geben die Freiheit kommt. Lasst uns unsere Pflichten tun, aber lasst uns auch lernen die Früchte der Handlungen abzugeben, denn andernfalls inspirieren uns diese Früchte neue Handlungen zu begehen. Und da gibt es dann kein Ende von diesen wiederkehrenden Handlungen und wir können niemals da herauskommen.

Maheshji sagt: Mein Vater hat mich das zum ersten Mal unterrichtet als ich 15 oder 16 Jahre alt war. Was immer du tust, tu das, aber vor dem Schlafengehen   opfere das Lord Krishna, ob es gut oder schlecht ist. Dies ist auch wichtig, wie du aus den Fängen des Karma herauskommen kannst, die Wichtigkeit von selbstlosen Handlungen. Der selbstlose Dienst ist essenziell notwendig, um sich aus den Fesseln des Karma zu befreien.

Hab ihr dazu eine Frage?

Maheshji sagt: Der selbstlose Dienst ist auch eine Möglichkeit, wie du die Früchte des Karma loswerden kannst. Wir machen das, das Krankenhaus war so ein Projekt, das ist alles selbstloser Dienst. Je selbstloser du wirst, umso mehr näherst du dich anderen.

Die einzige Möglichkeit, um aus den Fesseln des Karma herauszukommen, ist selbstlos zu handeln.

Gebet für euch ist auch selbstloser Dienst, dafür möchte ich nichts haben. Nonattachment (keine Anhaftung) ist reine Liebe.

Text der Mandukya Upanishad:

Nichtanhaftung bedeutet reine Liebe, Nichtanhaftung bedeutet Liebe ohne Objekt. Da ist etwas falsch mit deiner Liebe, du brauchst jemanden, den du lieben kannst, und du möchtest selbst geliebt werden. Das bedeutet, deine Liebe ist arm und schwach, dass es sich an etwas anlehnen muss. Es braucht ein Objekt, ein kleines Baby, einen Ehemann oder irgendetwas. Du brauchst jemanden, einen Sack mit Knochen, etwas Fleisch drum herum und all dies, um zu lieben. Und du fährst weiter damit fort zu sagen, du liebst diesen Mann, aber er ist nicht derselbe, den du geheiratet hast. Der hat sehr sanft und hübsch ausgesehen und freundlich und war sehr gut aussehend und jetzt hat sich alles verändert. Diese Form der Liebe fliegt vorbei und wird nicht als Liebe bezeichnet, das ist Anhaftung. Wenn damit aber Liebe vermischt und vermengt ist, wenn sie untrennbar mit Nichtanhaftung vermengt, dann wird diese Liebe als höhere Liebe bezeichnet. Maheshji sagt: Wie Er das erklärt. Er hat das wunderbar erklärt, so eine Erklärung findet ihr nirgendwo.

Wenn deine Liebe untrennbar mit Nichtanhaftung verbunden ist, dann wird das als höhere Liebe bezeichnet.

Der Text der Mandukya Upanishad:

Maheshji sagt, sehr wichtig, Zitat: Deine Liebe bleibt auf das Fleisch reduziert und du gehst nicht jenseits des Körpers in das Zentrum, nämlich zur Seele, Atman.

Liebe, die nicht wächst, ist gar kein Liebe.

Was ist das dann? Das wird Anhaftung genannt. Anhaftung ist die Mutter von allem Übel. Maheshji sagt: Sieh, ich gebe euch ein Beispiel:

Ich habe einen Brief an seine Tochter diktiert, zum Inhalt gehört, was ist das, Liebe. Ich habe einen Brief an seinen Vater diktiert. Wenn ich Liebe für alle habe, sieht man das in meinen Handlungen, in meiner Sprache, in meinem Benehmen.

Text der Mandukya Upanishad:

Viele Male musst du deine eigenen kleinen Wünsche aufgeben, egal wie wichtig sie eigentlich sind. Weise Menschen lernen damit umzugehen, indem sie etwas benutzen, nicht entsagen, sondern besiegen.  Besiegen, indem man Vairagyam (Entsagung) versteht.

Maheshji sagt: Verstehe zuerst Liebe, Baba hat der Liebe Wichtigkeit zugemessen, nicht Vairagyam. Er hat das ausdrücklich gesagt.

Sieh, ich erkläre das: Was geschieht normalerweise? Du verlässt die Dinge wieder, aber die Erinnerung daran ist in deinem Geist. Das ist also keine wirkliche Entsagung.

Es geht hier um Entsagung und hier wird beschrieben, was passiert,  wenn man sagt, ich entsage: Ich existiere weiterhin, und das, was ich weggegeben habe, existiert auch weiterhin. Ich erinnere mich, obwohl ich nicht daran anhafte. Aber ich trage immer noch die Erinnerung daran in mir, das wird Entsagung genannt. Wenn du deinem Zuhause, deiner Frau, den Kindern, alldem was dir gehört, entsagst, dann existiert das alles noch, aber du bildest eine Distanz, du schaffst einen Abstand. Einen Abstand zu bilden bedeutet einen respektablen Abstand, mental und physisch; Entsagung bedeutet Sannyasa. Es bedeutet: Es gibt etwas Höheres als dies und das ist Nichtanhaften.                                      

Maheshji sagt, ich berichte euch über ein sehr schönes Ereignis aus dem Leben von Lord Buddha: Er hatte seine Schüler angewiesen sich Frauen nicht zu nähern. Sie sollten auch keine Frau berühren, das war seine Anweisung für zwei Schüler. Die Schüler waren unterwegs und plötzlich rutschte eine Frau aus und fiel ins Wasser, sie sank unter. Die Schüler konnten schwimmen. Er hatte die Anweisung vor Augen, aber er sagte sich, wenn ich sie nicht heraushole, wird sie sterben. Also sprang er hinein und holte sie heraus.

Sein Freund sagte, das werde ich Lord Buddha erzählen, diesen Gedanken hatte  er ständig im Geist. Der andere hatte sie gerettet und das vergessen.

Sein Freund hat zu Lord Buddha gesagt: Er hat nicht gefolgt, er hat die Frau gerettet. Dann sagte Buddha: Wer hat die Anweisung mehr und wer hat sie weniger befolgt? Und er hat das erklärt:

Er hat die Frau gerettet und das vergessen. Und du hattest diese Frauen, diese ganze Geschichte ständig im Kopf. Das ist alles in deinem Geist gespeichert. Buddha hatte die Kraft, das zu sehen. Manchmal ist das Ereignis vorüber, aber deine Erinnerung hängt noch daran.

Maheshji sagt: Ihr könnt fragen, wie kann ich das überwinden? Wenn du deine Identität verstehst, dann bist du daraus: ich bin nicht Geist, ich bin nicht die Erinnerung, ich bin nicht Chitta (ich bin nicht der Speicher aller Erinnerungen) u.s.w. Wenn du weißt, dass du Seele bist, dann entsteht keine Identifikation mit irgendetwas. Der Geist ist nicht die Seele. Der Geist ist ein Teil des Körpers, wir haben die höchste Anhaftung an unseren Körper.