Mandukya Upanishad Kapitel II

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18.11.2012 Kanpur

Originalstimme (34:00 – 2:03:00) Datei 2

Maheshji sagt: Dies ein kurzes Kapitel aber sehr wichtig.

Das Mantra sagt, dass das gesamte Universum aus der Silbe OM entstanden ist. Du kannst auch sagen, der Klang OM hat sich manifestiert. Deshalb findest du so eine Trinität in der Natur, weil der Klang OM aus drei Buchstaben besteht (A, U und M).

In der Sanatan Philosophie und im Christentum ist OM der innere Klang. Das wird auch in der Bibel erwähnt:

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“

Nada ou Brahma = Der Klang ist Gott.

Maheshji sagt: Ich habe oft gesagt, wenn wir den Klang löschen, kollabiert das gesamte Universum. In den Veden steht: Nada ou Brahma = Der Klang ist Gott. Das gleiche steht in der Bibel.

In diesem Kapitel wird auch der Klang OM erklärt, er besteht aus drei Buchstaben A U M. Der Klang entsteht in der Kehle, die Stimmbänder formen den Klang.

  1. Das A entsteht in der Kehle,
  2. das U rollte am Gaumen entlang
  3. und das M entsteht wenn du die Lippen schließt.

Hieraus sind alle Mantren der Veden abgeleitet.

Maheshji sagt: Die Klänge sind üblicherweise gemischt, wenn du die einzelnen Klänge voneinander trennst, dann kommt das reine Bild A, U, M zustande.

O enthält zwei Vokale A und U und MA ist ein Konsonant.

Maheshji sagt: Das O kommt nicht aus dem Rachen, sondern es kommt aus dem Bauchbereich. Wenn du es korrekt sprichst merkst du das. Das ist der Platz, wo der Klang entsteht, im Solarplexus. Ich habe das wiederholte Male gesagt, fühl das.

Sieh, ich habe bereits gesagt, Klang erzeugt eine Form, jeder Klang. Das ist bereits durch die Experimente von Masuru Emoto mit den Eiskristallen bewiesen. Genauso ist das mit den Schwingungen des Klanges OM. Die Vibrationen von OM erzeugen eine spezielle Form, und der Klang dieser Form erzeugt das Universum, und der Prozess läuft bereits. Wer diesen Klang OM hören will, muss über 6000 m hoch steigen, da ist er ständig hörbar präsent. Ein Armeearzt sagte zu Maheshji, dass er den Klang auf über 6000 m Höhe gehört hat. Er war dort stationiert. Das Universum ist aus diesem Klang entstanden, das sagen die Upanishaden und das sagen die Veden.

Maheshji sagt: Wenn jemand das vollständige Wissen über OM hat, dann kann er diese Schöpfung ganz leicht verstehen. Durch OM werden Raum, Zeit und Ursache erklärt, was Zeit ist und wie die Zeit den Geist kontrolliert. Es wird erklärt, was Raum ist.

Dieser Vers sagt: Wenn du diese drei Begriffe verstehst, dann ist der Geist frei. Wenn du meditierst und kontemplierst, bedeutet das noch nicht, dass du die Begriffe Raum, Zeit und Ursache verstanden hast.

Das Kapitel II sagt: Du musst zuerst Wissen haben. Maheshji nimmt das Beispiel einer Schülerin: Jeder ist von seinem Geist beeinträchtigt, du denkst und denkst; deswegen habe ich gesagt, du musst dich für ein Ziel entscheiden. Du brauchst ein Programm, man nennt das konditionieren. Maheshji hat das erklärt, das ist hier in der Upanishade angegeben. Ich gebe dir einen Hinweis wie du dein Denken konditionieren kannst.

Der nächste Vers sagt: Non-Dualität. Maheshji sagt: Versuch das zu verstehen, dies ist ein sehr kritischer Punkt, der schwierig zu verstehen ist. Er ist für euch schwierig zu verstehen, nicht für mich.

Wenn du das Gefühl hast, da sind zwei, dann ist da auch Raum. Wenn da eins ist, ist da kein Raum und keine Zeit da. Versuch es zu verstehen, du fühlst zwei. Wir fühlen Gott und wir, das ist falsch.

Ich gebe euch dazu ein sehr einfaches Beispiel:

Im Körper fühlt niemand Dualität. Du hast einen Körper, niemand fühlt da Dualität: zwei Augen, zwei Ohren, eine Nase, ständig siehst und fühlst du eins. Jeden Moment nimmst du eins wahr. Wir sehen in unserem Gegenüber ständig eins, nicht zwei. Du sagst z.B.: Ich werde nicht gehen. Du sagst nie, wenn du allein bist, wir werden nicht gehen. Du beziehst das nicht auf die Haare, auf die Zehen oder auf sonst ein Organ. Du siehst dich selbst als Körper und da sagst du nicht, wir sind zwei. Genauso wie der Körper eins ist, ist das gesamte Universum eins. Das ist ein sehr schwieriger Vers.                                          

Maheshji erläutert weiter: Du bist in diesem Körper und die Seele ist aber in jeder Sekunde in jeder einzelnen Zelle anwesend, genauso ist Gott überall anwesend, wie du in jeder Zelle deines Körpers anwesend bist. Das ist eine sehr einfache und umfassende Erklärung.

Maheshji sagt, deswegen habe ich hier angefangen. Du kannst gar nicht zählen, wie oft Gott in dir ist. In 1 cm Körper sind schon so viele Millionen Zellen. Und du bist eins und du gibst all diesen Zellen Leben. Alle Religionen sagen, es gibt einen Gott. Die Moslems sagen: Gott hat sich in Mohammed gezeigt und er hat das Wissen mitgeteilt. Maheshji sagt, ich mache noch einmal klar: Du sagst ich, aber du besteht aus so vielen Zellen. Gott ist eins, also keine Dualität. Wir sind unter Ihm. Du bist einer, aber du hast viele Zellen. Alle Seelen sind Zellen von Gott. Du sagst, du hast eine Seele, das ist akzeptiert. Du sagst ich, genauso wird das alles von einer Seele kontrolliert, wenn du die Seele wegnimmst, ist nichts mehr.

Genauso ist das, wenn du Gott löschst, ist die Schöpfung gelöscht. Also Gott ist der Höchste.

Wenn das ganze Universum beendet ist, dann ist Er da? Gott.

Warum sage ich eins, da ist eine Samenzelle und eine Eizelle. Die Eizelle entspricht dem Element Erde, da hinein geht das göttliche Licht. Das sind nicht zwei verschiedene Sachen sondern der Ursprung ist das göttliche Licht.

Wenn die Seele weg ist, funktioniert der Körper nicht. Genauso funktioniert das ganze Universum und alles, was du erfassen kannst nicht, wenn du Gott streichst. Maheshji fragt nach, ist das klar oder nicht, denn dies ist eine sehr kritische Stelle.

Es wird gefragt: Die Schöpfung ist aus OM entstanden und daraus sind viele Klänge entstanden; stören diese Klänge die Schöpfung?

Maheshji sagt: OM kontrolliert diese Klänge, aber mehrere Klänge stören den Originalton. Es gab in Indien eine Kaste, deren Aufgabe es war, dafür zu sorgen, dass der Klang rein bleibt, indem sie die Feuerzeremonie machen. Diese Volksgruppe gibt es nicht mehr, deswegen ist die Atmosphäre in diesem Land vergiftet, darunter fällt auch die globale Erwärmung, der Greenehauseffekt. Die Heiligen Indiens versuchen diese Ordnung wiederherzustellen.

Maheshji macht in seinem Haus regelmäßig die Feuerzeremonie und er stellt fest, dass an diesem Tag die Schwingungen im Haus anders sind, obwohl er die Zeremonie nicht perfekt macht. Der Pandit, der die Sanskrit-Mantren spricht, spricht sie nicht so klar aus. Alle Dinge, die man ins Feuer tut, sind vollkommen reine Kräuter, das sind 40-60 unterschiedliche Kräuter. Maheshji tut Ghee ins Feuer und seine Frau und die Kinder und Enkel die Kräuter.

Maheshji sagt: Ihr kennt die drei Begriffe, die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft, alle drei sind in OM enthalten. Dieser Vers sagt: Wer komplettes Wissen über OM hat, kennt die Vergangenheit, die Gegenwart und Zukunft.

Text der Mandukya Upanishad Seite 15 unten:

Die primäre Programmierung deines Geistes sollte verstanden werden und systematisch abgearbeitet werden.

Maheshji sagt, dieses Kapitel habe ich bereits erklärt. Bevor wir mit dem zweiten Kapitel angefangen haben, habe ich, was erforderlich ist schon mitgeteilt.

Text der Mandukya Upanishad Seite 16:

Es ist schwierig, in der äußeren Welt etwas zu finden, weil es so viele Störungen gibt. Es ist viel einfacher etwas in dir zu finden, weil es da weniger Störungen gibt.

Maheshji sagt: Wenn du das systematisch anordnest, ist keine Schwierigkeit da.

Text der Mandukya Upanishad Seite 16:

Von wo treten diese Störungen in unser System ein?  Sie kommen aus der äußeren Welt. Wenn wir lernen unsere Verbindung zur äußeren Welt zu verstehen, das heißt im Wachzustand und lernen damit umzugehen, dann erlauben wir dem Wachzustand und seinen Ablenkungen niemals eine Spur in unserem Geist und in unserem Herzen zu hinterlassen.                       

Maheshji sagt: Sieh, hier erklärt er, wie man zwischen der äußeren und der inneren Welt eine Brücke schlagen kann, wie du dein Leben einrichten musst.

Text der Mandukya Upanishad Seite 16:

Sobald wir verstehen, dass der Weg von unserem Selbst ganz einfach und leicht ist und natürlich, und dass dieses auch unser Geburtsrecht ist, dann werden unsere Wünsche anfangen nach innen zu fließen und weg von der äußeren Welt. Können wir leben, in dem wir nur nach innen ausgerichtet leben? Nein.

Wir müssen lernen eine Brücke zu schlagen zwischen drinnen und draußen. Die äußere Welt gibt uns Komfort und den Lebensunterhalt, das bedeutet, dass diese Bereiche uns zufrieden stellen und dem Bereich helfen, der diesen Komfort braucht.

Maheshji sagt: Das hier ist von äußerster Wichtigkeit: Das, was jenseits von Zeit, Raum und Ursache liegt ist der Klang OM. Das heißt, es gibt noch einen vierten Zustand des Geistes. Es gibt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und es gibt noch einen vierten Zustand des Geistes der heißt Klang (sound). Das ist der klanglose Teil von OM, das ist Turiya. Turiya ist der vierte Zustand des Geistes.

Wenn du komplette Kontrolle über Yoganidra hast, du hast dann den Zustand des bewussten Schlafes erreicht, dann kannst du Träume genießen. Auch den Tiefschlaf und Turiya kannst du dann genießen. Deswegen habe ich gesagt, übt Yoganidra. Wie koordiniert man alle diese Dinge im Geist? Bring dich selbst in absolute Stille.

Wir werden von Kindheit an nicht darin unterrichtet, wie man gerade sitzt, wie man ohne Geräusche atmet, wie man beruhigt wird. Ich habe das bereits erklärt.

Text der Mandukya Upanishad Seite 17 unten:

Sag mir, gibt es irgendeinen Raum, irgend einen Platz, wo Gott (Brahman) nicht ist? Wo es keine ultimative Wirklichkeit gibt? Brahman ist das höchste Bewusstsein. Maheshji sagt: Das ist Non-Dualität.

Text der Mandukya Upanishad Seite 18:

Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen der Seele, dem individuellen Selbst und Gott, dem universalen Selbst. Gerade das hat Maheshji eben erklärt.

Zitat: „Tat tvam asi.“

Maheshji sagt: In der Vedanta Meditationstechnik ist der erste Schritt: Das gesamte Universum ist falsch, alles ist Illusion. Nur Gott ist da, nur Gott ist die Wahrheit (Brahm sat), so ist die Übung. Du musst das also immer wieder üben, das ist falsch, das falsch, das ist falsch. Nur Gott ist die Wahrheit.

Der zweite Schritt für den Schüler ist: Alles was du siehst ist Illusion, was immer das ist. Nur „Er“ ist da, sonst nichts.

Wenn das bewiesen ist, dann ist nur Er (Brahman) da und du bist auch Gott (Brahman). Wenn der Gedanke perfekt geworden ist, siehst du alles auf die gleiche Weise mit vollem Vertrauen, mit voller Perfektion.

Wenn du deinen unbewussten Geist betrachtest, der arbeitet und treibt dich überall hin. (Der unbewusste Geist ist das Vehikel, das dich überall hin treibt.) Wenn dies Vehikel angehalten wird, dann gehst du nach Turiya.

Dann bist du in der Lage die Wahrheit zu sehen, dann hast du das Ziel des Lebens erreicht, wo Segen und Frieden sind. Das ist der vierte Zustand des Geistes.

Das Vehikel ist der unbewusste Geist, und sobald du dieses ewig umherfahrende Gefährt (deinen Geist) stoppst, dann bist du in diesem Zustand Turiya. Und dann erkennst du sofort, was das Ziel des Lebens ist und wo du hingehörst und wo es hingehen soll.

Maheshji sagt: Die Bhagavad Gita unterstreicht den unbewussten Geist, darüber musst du nachdenken und das bringt dich bis zu Turiya. In dem Zustand fühlst du die Einheit mit Gott. Das heißt, die Seele und Gott sind zusammen, sie sind nicht identisch. Die Seele wird nicht zu Gott, die Seele bleibt immer die Seele.

Die Seele empfindet dann den gleichen Segen, den gleichen Komfort, die gleiche Freude und den gleichen Frieden wie Gott ihn fühlt. Und das ist das Ziel. Das ist das finale Treffen zwischen der Seele und Gott (Brahman), dieses letzte Treffen heißt Turiya.   

Maheshji sagt: Im Zustand von Turiya, in vierten Zustand des Geistes, wirst du eins mit dem Erfahrenden. Du wirst eins mit dem, der erfährt, mit dem, der wahrnimmt.

Es gibt eine Upanishade, die das Ziel der individuellen Seele beschreibt, das ist unser aller Ziel: Darin wird OM als der Bogen beschrieben, Atman ist der Pfeil und Gott (Brahma) das Ziel.

Maheshji erklärt das: OM ist wie eine Brücke für die Seele, um Gott zu erreichen. Mit diesem Klang können wir den Zustand des Geistes erreichen. Die Upanishade drückt das poetisch aus.     

Maheshji erklärt das: Wenn wir den Klang OM (AUM) singen, taucht das A in das U ein und das geht über in MA, AU-MA.

Ma, ich habe das bereits erklärt, amatra; also amatra taucht ein in Turiya. AUM (siehe Tondatei) der Schluss ist klanglos; dieser klanglose Klang trägt dich zu Turiya, man nennt das amatra.

Text der Mandukya Upanishad:

Indem man OM singt verschmilzt A in U und U verschmilzt mit M und löst sich schließlich selbst in Stille auf. Das wird amatra genannt, der klanglose Zustand von OM.

Maheshji fragt: Soll ich das erklären? Sehr einfach. MA ist amatra, da ist kein Vokal, das ist der klanglose Zustand. Turiya ist ein klangloser Zustand, da ist Frieden und Segen.

Klang bedeutet Schöpfung. Eine sehr einfache Erklärung, das ist sehr leicht zu verstehen.                    

Das Universum ist aus Klang entstanden, hier trägt dich MA in den klanglosen Zustand, OM – Stille; OM - Stille. Zum Schluss ist das ein Klang, der vollständig ohne hörbaren Klang ist. Wenn du 100 % Stille erreicht ist, ist Turiya erreicht, da ist dann keine Schöpfung mehr.

Die Schöpfung ist die Ursache aller Probleme. Wie kannst du also aus all diesen Anhaftungen und allen Problemen herauskommen? Auf diesem Weg kannst du über Klang den Klang der Welt durch Klang hinter dir lassen. Hier entfernst du den Dorn mit dem Dorn; um in den klanglosen Zustand zu kommen durchquerst du hier mit dem Klang den Klang.

Maheshji sagt: In OM ist der Klang vorhanden und der klanglose Zustand, beide Zustände sind dort. Die ersten beiden A und U sind Klang, und MA ist ein klangloser Klang = amatra.

Maheshji sagt: Dies ist ein sehr subtiles Wissen, versucht die Wichtigkeit zu verstehen.

Text der Mandukya Upanishad:

amatra ist ohne Klang, amatra trägt dich zu Turiya, OM. Man übt das in Yoga Nidra.

Maheshji erklärt dies mit dem Bild: Ich werfe den Klang nach draußen: Geh weg! So wie wenn jemand kommt und du möchtest das nicht, und du sagst zu ihm: „Geh.“ Genauso schickst du den Klang A und O raus und M den klanglosen Klang ziehst du wieder zurück, damit übst du diesen Zustand zu erreichen.       

Wir fragen: Warum wird diese praktische Anwendung nirgendwo umgesetzt?

Maheshji sagt: Weil die Priester verboten haben Fragen zu stellen, also kannst du nicht fragen. 

Du hast nichts zu fragen! Du sollst das, was sie sagen, akzeptieren. 

In der Sanatan Philosophie ist jeder frei, jede Frage zu stellen. Welche Frage auch immer kommt.