05.06.05.
Deeksha Rota Spanien
Originalstimme
Eine
Lehrerin, die Malen unterrichtet, möchte selbst gerne malen. Aber irgendetwas
hindert sie daran. Sie fragte, wie kann ich das Hindernis überwinden?
Mahesh
fragt, wo fühlst du, dass du das nicht ausdrücken kannst?
Sie
sagt, sie setzt sich hin und beginnt zu malen, aber sie ist dabei nicht glücklich.
Mahesh
fragt, ist das immer so, dass du nicht glücklich bist, wenn du dich zum Malen
hinsetzt?
Mahesh
sagt: Malerei, Musik, Tanzen, das fällt unter die schönen Künste ("Fine
Art").
Ich
sage Mahesh, es sieht so aus, als wenn sie nicht den inneren Frieden hat, dass
sie mit Malen anfangen kann.
Mahesh
sagt:
Ja,
die Ursache liegt nicht im Malen, denn
Malen,
Musik und Tanz, alle diese Künste geben Frieden.
Nur
ein Mensch aus Europa, Mussolini, mochte keine Musik. Er litt unter vollständiger
Schlaflosigkeit. Ein indischer Musiker besuchte ihn, er sang für ihn, und dann
schlief Mussolini ein. Das ist Geschichte. Musik gibt jedem Frieden.
Malen
unterscheidet sich von Musik. Malen ist anders, Bildhauerei unterscheidet sich
davon. Alles ist anders.
Das
ist ein Geschenk der Natur und dieses Geschenk kommt von Gott.
Wenn
du die Künstler der ganzen Welt zusammenzählst, die Maler, die Musiker und die
Bildhauer, dann sind es nur wenige. Es sind weniger als 1% der Bevölkerung.
- Du
fällst unter diese 1 Prozent.
- Du
solltest stolz sein.
- Danke
Gott.
Wenn
du das fühlst, dass Gott dir diese Gabe gegeben hat, diese Tugend, die selten
ist. Dann bist du nur einer unter Millionen Mathematikern, Physikern oder
Chemikern. Wenn du diesen Gedanken fühlst, dann kannst du dein Geschick, das
Gott dir gegeben hat, erst richtig einschätzen. Dann bekommst du innere Kraft.
Wenn
du mit diesem Gedanken, mit diesem Gefühl, irgendein Bild malst, dann bekommst
du Frieden, und dein Gemälde wird ganz anders sein.
Vergleiche
ein Bild, das du gemalt hast, bevor du spirituelle Übungen gemacht hast, und
danach. Vergleiche das mit einem Bild, das du nach spirituellen Übungen gemalt
hast. Wenn Angela da ist, kann sie dir den Unterschied demonstrieren.
Die
Menschen wissen nichts über den Segen Gottes. Solche Leute wie ihr, sind
selten. Maheshji lacht und sagt: Jetzt sage ich das erste Mal, wer ihr seid.
Niemand hat euch bisher so eingeführt.
Wenn
du begreifst, dass das eine Gnade Gottes ist, dann wird dieses Gefühl dir
Frieden geben, und wenn du dann malst, wird das Bild ganz anders.
Wenn
du das Gefühl von Schmerz, von Ruhelosigkeit, oder gefühlsmäßiger Gestörtheit
hast, das sind weltliche Dinge.
Sieh,
das ist göttliche Gnade, dass du das mit aller Liebe und Tugend, mit Gefühl
und mit Geschick machen kannst. Gemeint ist das Talent, das du mitbekommen hast.
Wenn
du Landschaften malst, musst du zuerst hinsehen.
- Zuerst
siehst du das mit deinen Augen,
- dann
siehst du es im Geist,
- und
dann beginnst du zu malen.
- Und
spiele mit den Farben.
Denke
nicht, sollte ich das so oder so machen. Setz einfach einen Pinselstrich neben
den anderen. Auf diese Weise wirst du von deiner Seele her malen. Wenn du dir
die Zeit nimmst, wird die Trennung von Seele und Hand unterbrochen, dann wird
Seele, Hand und Herz zu einem. Es wird dann zu einer Linie.
Bevor
du damit anfängst, konzentrierst du dich, und du siehst erst einmal. Wenn du
damit angefangen hast, wirst du schneller, aber mit Gefühl.
Sie
versteht, sie ist glücklich, und sie hat keine Frage dazu.
Angela
sagte nach dem Telefonat ganz überrascht: Kokoschka hat mir einmal die gleiche
Anweisung gegeben.
