Indisches und westliches Wissen

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21.10.2009 Kanpur

Originalstimme (5:40 - 38:17) Datei 4

Maheshji sagt: Ich erkläre das, indem ich die materialistische Welt mit der spirituellen Welt vergleiche. Ich erkläre die Philosophie, die dahinter steht. Es gibt zwei Wege, der eine geht in die materialistische Richtung, der andere geht in die spirituelle Richtung.

Die spirituelle Richtung ist das wahre Ziel des menschlichen Lebens, und in der Philosophie ist das wirkliche Ziel Gott.

  1. SHRYE  MAARG,  für diesen Zweck haben wir den menschlichen Körper bekommen.
  2. PRYEYA  MAARG, PRYEYA bedeutet, das was dir gefällt. PRYEYA  MAARG orientiert sich an deinen Wünschen, all das richtet sich an deine 5 Sinne. 

Maheshji spricht über PRYEYA  MAARG:      

Kurz gesagt, die gesamte europäische- und amerikanische Kultur folgt PRYEYA  MAARG; hier gibt es nur einige sehr wenige Ausnahmen, weit weniger als 1%. Aber die große Mehrheit entwickelt sich in diese Richtung, das Ergebnis ist ein Leben in Luxus.

In diesem spirituellen Land (Indien) ist speziell die junge Generation auf dem Weg in diese Richtung  (PRYEYA  MAARG); auch die indische Regierung hat sich in diese Luxus- Richtung entwickelt. Das ist gefährlich, und es ist auch ein Missbrauch an dem heiligen Segen, welcher im menschlichen Körper beheimatet ist. Es ist ein Missbrauch, wenn sich jemand in Richtung Luxus orientiert, wenn er sich materialistische Wünsche erfüllt. Hier möchte ich erklären, es gibt zwei Arten von innerem Bewusstsein. Das eine ist, sich einfach seine persönlichen Wünsche zu erfüllen; seine Pflichten tun, ich füge ein persönliches Beispiel an:

Mein Vater starb, er hat so viele Aufgaben hinterlassen, welche ich fortführen musste. Für alle Hinterbliebenen musste ich mich um den Besitz kümmern. Durch den Segen meines Meisters bin ich dazu in der Lage. Mein Meister wusste um diese Umstände, er hat mir das nicht abgenommen. Er wusste, wenn er mir das abnimmt, nimmt er mir die natürlichen Aufgaben für meine Familie ab. Ich mache das also. Aber wenn jemand in meinem Herz nachsieht, was der primäre Wunsch ist, dann wird er keine Pflichten finden, sondern nur die Befehle des Meisters. 

Maheshji spricht über SHRYE  MAARG:

Mahesh sagt:

In der spirituellen Welt gibt es keine Pflichten, sondern nur die Befehle des Meisters. Der Meister hat für alle von euch Aufgaben. Ihr seid alle Seine Schüler, nicht meine. Ich habe keine Schüler, ich bin ein Sklave. Ich muss also die Befehle meines Meisters mit meiner ganzen Energie ausführen. Manchmal muss ich deswegen leiden, und ich habe zu Theo gesagt, halte sehr komplizierte Fälle von mir fern, sonst muss ich leiden.

Und zweitens muss ich meinem Meister über den Stand der Aufgaben, die Er mir übertragen hat, berichten; und ich muss das zu Ende führen. Ich habe im Moment (wegen meiner Erkrankung)  nicht einmal die Kraft eine Stunde zu üben, aber ich komme allen Aufgaben nach. Ich brauche kein Geld, um zufrieden zu sein. Wenn dieser Wunsch in meinem Herzen auftaucht, wäre meine ganze spirituelle Übung vergebens. Dann würde sich mein Hauptwunsch in Richtung Luxus, in Richtung Geld orientieren. Ein Auto und neue Kleider habe ich abgelehnt. Ich weiß nicht, wann mein Meister mich irgendwohin schickt. Mein Schicksal liegt in Seiner Hand und nicht in den Händen des Gottes des Todes, denn ich folge einem göttlichen Auftrag. Wie könnte ich all das sonst machen?

Wie kann jemand, der kein Fußgelenk hat, seinen Fuß bewegen; aber mein Meister kann jede Sache tun. (Wir hatten vor 2 Jahren so einen Fall in Rota, Spanien.)       

Maheshji sagt, und zu eurer freundlichen Information: „Er hat ein sehr liebvolles Herz, voller Mitgefühl.“ Ich habe mein persönliches Beispiel angeführt, damit ihr verstehen könnt, dass einfach alles aufzugeben, nicht der Weg ist.

  1. Du musst die Aufgaben, welche du deiner Familie gegenüber hast, ausführen.
  2. Du musst die Aufgaben, welche du deinem Land gegenüber hast, ausführen, in dem Bereich, wo du arbeitest. Und da musst du deine volle geistige Kraft geben, deine volle Konzentration. Nicht dein Herz, dein Geist ist darauf konzentriert, denn dieser ganze Bereich gehört zu Maya (Illusion).

Dieses Zentrum, (das Herzzentrum) wo der Meister lebt, wo Gott lebt, das liegt außerhalb von Maya, dort kann niemand sonst eintreten. Maya kann in diesen göttlichen Bereich nicht hinein. Ich habe das oft gesagt, und ich habe dabei immer auf mein Herz gezeigt, aber nie auf meinen Kopf. Warum? Wer sagt, der Meister ist hier, Gott ist hier. In der Psychologie nennt man diesen Bereich das psychische Herz, damit ist nicht das pulsierende Herz gemeint. Dieser Funke, diese Liebe zum Meister, diese Liebe zu Gott sollte ständig brennen. Bewahre dir diese Flamme, damit das Licht nicht erlischt, denn dann ist es dunkel.

  1. Du musst dieses Licht also vor dem Heer der Wünsche beschützen.
  2. Du musst dieses Licht vor weltlichen Verlockungen schützen.
  3. Du musst dieses Licht vor den Wünschen deiner Sinnesorgane schützen.
  4. Achte darauf, dass deine Wünsche dich nicht in die andere Richtung umorientieren.

Sieh, ich hatte so viele Angebote in andere Länder zu reisen, aber ich habe immer abgelehnt. Ich brauche diese Atmosphäre (in Indien), ich möchte diesen Boden nicht einmal für eine Sekunde verlassen. Was ich gesagt habe, könnt ihr jederzeit überprüfen.      Seit meiner Studentenzeit bis heute hatte ich den Wunsch, hier zu bleiben. Mein Vater pflegte mich seit meiner Kindheit Yogi zu nennen, ich weiß nicht warum. Alles, was mir die Mutter auf den Teller gelegt hat, habe ich gegessen. Ich habe die getragenen Kleider meines Bruders weiter getragen. Ich hatte fast keine persönlichen Ausgaben. Diese Gewohnheit habe ich beibehalten, auch wenn Geld da war, denn ich achte sehr darauf, dass kein falscher Gedanke in meinen Geist Einzug hält. Ich möchte keine Anziehung an diese Dinge.      

Einige Heilige geben Menschen, die keine Zeit für lange Gebete haben, ganz einfache Übungen, so wie ich sie euch gegeben habe. Wenn du irgendetwas auf dem Markt gesehen habt, irgendetwas zu essen, Süßigkeiten, irgendetwas sehr Schönes, und du kannst das nicht kaufen, dann opfere dieses im Geist Gott. Er liebt dieses Opfer, welches von Herzen kommt. Er ist dort. Auch wenn du das kaufst und Ihm das opferst, nimmt er auch diese Gabe an. Stell dir das nur einmal vor. Dazu brauchst du kein Geld und auch keinen Platz, wo du sitzen kannst. Du kannst das jede Sekunde an jedem Ort tun, wie einfach das ist. Wenn du ein schönes Gewand  siehst, dann sagst du, das gibst du dem Meister, wie schön er darin aussieht.

Sieh, wann immer du zum Markt gehst, und etwas Schönes für deine Tochter kaufst, das wird ihr gefallen, für deinen Sohn, das wird ihm gefallen, deiner Frau wird das gefallen, deinem Vater wird das gefallen. Wenn du so denkst, vergisst du Gottes Segen. Er möchte nur dein Herz. Das ist ein ganz einfacher Weg. Diese Worte stammen von sehr großen Heiligen, die diese Übungen gemacht haben. Ich unterrichte euch alle mit offenem Herzen. All dies hilft euch weiter, damit ihr das Ziel dieses Lebens erreichen könnt. 

Der menschliche Körper ist das beste Mittel, um Gott zu erreichen und um das zu tun, brauchst du kein Geld und keine Zeit aufzuwenden.

Wann immer du etwas Schönes siehst, wann immer du eine schöne Sache siehst, musst du auf diese Weise denken. Denke nicht, wie kann Gott diese Schuhe oder diese Jeans tragen. Er kann das tragen, warum nicht? Du gibst ihm das, so wie ein Kind das tut, so wie ein ganz kleines Kind das tut. Kinder von 4 – 5 Jahren tun das, stell dir das nur einmal vor.   

Maheshji berichtet über ein Beispiel für die unglaubliche Liebe seines sechsjährigen Enkels Deyveshji. Der Kleine ist sonst ganz scharf darauf, mitzugehen wenn Mahesh uns unterrichtet, heute sagte er zu seinem Vater Ravi: „Lass mich heute hier zu hause, ich möchte Theo nicht beim Übersetzen stören.“ Wir waren von so viel Liebe des kleinen Deyveshji ganz erschlagen.