Hass auf den Stiefvater

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01.08.2008

Originalstimme (03:50 - 13:57) Datei 1

Ein achtzehnjähriges Mädchen hasst ihren Stiefvater. Die Tochter will ausziehen, und die Mutter fragt Maheshji um Rat.

Maheshji sagt:

Sieh, das Mädchen ist fast erwachsen und hasst. Hass ist ein sehr starkes Gefühl. Wenn sie dann im gleichen Haus lebt, wird der Hass noch größer werden, weil sie nicht die Tendenz hat, einen Kompromiss zu schließen. Ihre Natur ist sehr rigide, sie ist nicht flexibel.

Es ist besser, wenn sie in ein Internat geht oder wenn eine andere Lösung gefunden wird. So bleibt die Beziehung zwischen Mutter und Tochter OK.

Maheshji schlägt der Mutter vor, dass sie der Tochter sagt: Ich liebe dich, ich werde mit dir kooperieren, und wir werden eine Lösung für dich finden.

Maheshji sagt: Wenn sie mit Hass lebt, wird sie krank werden. Dieser Hass ist Gift für das Kind, Hass und Ärger sind Gift, dies sind sehr starke Gefühle. Es ist also besser, wenn die Mutter mit Liebe eine Lösung findet. Du solltest mit der Tochter sprechen und mit ihr zusammenarbeiten. Sie sollte ihr sagen, wenn du dich mit dieser Situation nicht arrangieren kannst, müssen wir für dich eine Lösung finden, mit der du leben kannst. Such du aus, was du möchtest, du kannst mit mir leben oder auch außer Haus. Ich möchte, dass du zufrieden bist, dass du geistigen Frieden hast. Deine Gesundheit und dein Weiterkommen sind wichtig. Wenn du hier mit Hass lebst, ist es besser, du verlässt das Haus. Hass ist das schlechteste Gefühl überhaupt, es ist ein starker negativer Gedanke.                                                                    

Mahesh zitiert hier ein Beispiel aus der Ramayana: Ravan (der König von Sri Lanka), er hatte sich Gott zum Feind genommen; es gibt solche Charaktere. Denn wenn du jemanden hasst, denkst du jeden Moment an ihn. Gott ist so eine Persönlichkeit, wenn du „Ihn“ mit Liebe oder wenn du „Ihn“ mit Hass erinnerst, du wirst zu „Ihm“. Auf meine Nachfrage bestätigt Maheshji das noch einmal. Du erreichst „Ihn“, ob du „Ihn“ liebst oder ob du „Ihn“ hasst. (Aber das gilt nur für Gott!)

Ich sage Maheshji, dass das auch für mich völlig neu ist.

Maheshji sagt, dass wir diese Frage aufschreiben sollen, er wird sie in Indien beantworten, das ist eine sehr interessante Frage.

Hass ist das intensivste Gefühl überhaupt, jede Sekunde erinnert derjenige den, den er hasst. Wenn sie also mit Hass lebt, ist es besser, wenn sie das Haus verlässt.

Es ist sehr wichtig, wie du mit deiner Tochter umgehst, wie du mit ihr redest. Du darfst sie nicht kritisieren, denn sie hasst in einem solchen Grade, dass eine Beratung nicht möglich ist.

Du solltest also freundlich und liebevoll mit ihr umgehen, akzeptiere ihre Entscheidung. Befreie sie von dem Hass.

Maheshji fügt humorvoll hinzu: Dieser Hass richtet sich gegen deinen neuen Mann, nicht gegen Gott. Ich habe gerade den Abgrund von Hass deutlich gemacht.

Die Mutter wird die Anweisung befolgen, und ich werde Maheshji Bericht erstatten.