gut oder schlecht

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01.11.2003 Wolgast

Bhagavad Gita Kapitel XVIII

Originalstimme

Lord Krishna sagt in der Bhagavad Gita:

"Wenn du den Anweisungen des Meisters folgst, dann sollst du dich nicht sorgen, ob das, was du tust, gut oder schlecht ist."

Hier sagen die Leute, dass diese Aussage von Terroristen missbraucht wird. Der Satz wurde auch von Hitler missbraucht. Sie tun schlechte Dinge und sagen den Menschen, dass das gut ist, und sie sagen auch noch, dass das Gottes Wille ist. Können wir klären, dass dieser Fehler hier nicht möglich ist?

Mahesh sagt, hört zu:

Der Meister ist ein Licht, der Meister ist reine Intelligenz, der Meister ist reine Glückseligkeit, weder macht er Fehler, noch gibt er falsche Anweisungen.

Wenn du sagst, dass Arjuna in der Bhagavad Gita einen Krieg gegen die Kauravas angefangen hat, so ist das eine Frage, die sich aus deren eigenen Leben entwickelt hat. Gott war nicht mehr bereit, den Kauravas auch nur eine Nadel zu geben, so schlecht hatten sie sich verhalten.

Lord Krishna hatte zuerst versucht, Frieden herzustellen. Er hatte die Kauravas gebeten, den 5 Pandavas nur 5 Dörfer zu überlassen. So wäre der Krieg vermieden worden. So hätten sie in Frieden nebeneinander leben können.

Aber die Kauravas haben das abgelehnt, und sie haben den Krieg erklärt. In allen Weltreligionen ist Selbstverteidigung erlaubt. Wenn sie nicht gekämpft hätten, wären sie alle getötet worden.

Sie haben Arjuna betrogen und haben seinen Sohn, während seine Frau mit ihm schwanger war, getötet. Sie haben auch versucht seine Frau zu töten. Lord Krishna hat sie beschützt, aber das Kind im Leib der Mutter ist gestorben.

Jeder der Pandavas hatte einen Sohn und alle 5 Söhne wurden von einem Krieger der Kauravas getötet. Die Pandavas haben die Kauravas besiegt, und danach gingen sie in die tiefen Wälder der Himalajas, um spirituelle Übungen zu machen.

Stellt euch nur einmal vor, was die grausamen Kauravas mit den Pandavas gemacht hätten, wenn Arjuna nicht gekämpft hätte. Es war die Pflicht Arjuna#s sein Leben und das Leben seiner Brüder zu schützen, denn er war der Führer. Er war ein Heerführer, er war ein wirklicher Meister. Lord Krishna hatte ihm sein Wissen über die Wahrheit übertragen. Zuerst erhielt er das richtige Wissen. Nachdem er reines Wissen und einen reinen Intellekt erhalten hatte, zog er in die Schlacht, um die Befehle von Lord Krishna auszuführen.

Vor alledem hatte er sich vollkommen in die Hände des Meisters übergeben.

Lord Krishna sagte:

"Komm zu mir! Ich werde dich von allen Sünden befreien. Gib alle Religionen auf. Übergib dich vollkommen in meine Hand."

(18. Kapitel der Bhagavad Gita)

Von da an hat Arjuna kein Recht mehr, nicht zu kämpfen. Er musste die Aufträge des Herrn ausführen, er musste die Anordnung seines Meisters ausführen. Er musste den Befehl Gottes vollstrecken.

Bevor der Krieg begann, hatte Arjuna Lord Krishna als Meister akzeptiert, nicht als Freund.

In diesem Fall hat Arjuna in keiner Weise gehandelt.

Es gilt das folgende Gesetz: Wenn jemand im Auftrag seines Meisters handelt, wenn er für seinen Chef arbeitet, und er macht einen Fehler, so ist der Chef nach dem Gesetz dafür verantwortlich. Der Diener ist, wenn er einen Auftrag erhalten hat, nicht für das Ergebnis verantwortlich. Und hier hat Arjuna sich voll in Gottes Hand gegeben, körperlich, geistig und spirituell. Er hatte keine Alternative, als den Anordnungen zu folgen.

Der Herr sagte, bewahre die Verehrung für mich in deinem Herzen und in deiner Seele, und folge den Anweisungen. Dies nennt man Shraddha, das ist absolute Verehrung für den Meister. Der Meister gibt niemals einen falschen Rat.

Wenn jemand einen falschen Rat gibt, ist er kein Meister. Er ist ein gewöhnlicher Mensch, der Gier, Selbstinteresse und Angst hat, der Unsicherheit fühlt und einen gestörten Geist und einen unvollständigen Intellekt hat. Sein Intellekt ist vollkommen weltlich orientiert. In ihm ist kein Licht. Alle Menschen dieser Welt, die Massen dieser Welt, bewegen sich, handeln, arbeiten, so wie einer, der in absoluter Dunkelheit ist.

Das äußere Licht ist kein wirkliches Licht. Das äußere Licht trägt dich in Richtung Illusion. Es treibt dich in die falsche Richtung, es bringt dich auf den falschen Weg. Du strebst nach dem falschen Objekt. Dein Ziel richtet sich gegen das Ziel des menschlichen Lebens.

Ich wiederhole noch einmal:

Nachdem sie den Krieg beendet hatten, haben alle Pandavas, entsprechend der Anweisung von Lord Krishna, das wahre Ziel des Lebens erfüllt. Sie haben das Land, das sie erobert hatten, verlassen, und sind zu spirituellen Übungen in die Himalajas gegangen und sie kamen niemals zurück. Sie haben alles hinter sich gelassen. Sie haben ihre Pflicht getan.

Was würdet ihr nun sagen? Kann man sagen, dass sie ihre Pflicht nicht erfüllt haben? Oder haben sie die Anweisungen befolgt? Oder haben sie nicht das wahre Ziel des Lebens verfolgt? Was würdest du sagen?

Man kann Mussolini und Hitler nicht mit den Pandavas und Lord Krishna vergleichen.

Ich gebe euch ein weiteres Beispiel des Meisters. Hört aufmerksam zu.

Alexander der Große eroberte alles von Rom bis Indien. Keiner war so erfolgreich wie er. Aber er war ein Schüler von Aristoteles, und bevor er starb, gab er die Anweisung, dass seine leeren Hände bei der Aufbahrung seitlich aus dem Sarg ausgestreckt sein sollten. Die ganze Welt sollte sehen, dass Alexander diese Welt verlässt ohne irgendetwas mitzunehmen. Er verlässt diese Welt mit leeren Händen. Das ist des Meisters Anweisung. Das ist des Meisters Licht. Nur deswegen konnte Alexander seinen Fehler begreifen.

Versucht das klar zu verstehen. Durch sein persönliches Ego hat er so viele Menschen umgebracht, aber Licht ist Licht. Und es gibt zur Anweisung des Meisters keine Parallele. Alexander hat im letzten Moment seines Lebens seinen Fehler begriffen. Er hatte unzählige Soldaten umgebracht und hatte nichts erreicht. Er verließ diese Erde mit leeren Händen. Was hat er gewonnen? Denn in dem Moment erstrahlte in ihm das Licht des Meisters. Und mit dieser reinen Intelligenz, mit dieser reinen Intuition, hat er die höchste Wahrheit begriffen, und er hat das gegenüber der ganzen Welt zum Ausdruck gebracht, indem er diesen Befehl gegeben hat. Wenn du diesen Hergang sorgfältig betrachtest, dann verstehst du, wie die Meister, ohne dass du es weißt, in deinem Herzen und in deiner Seele arbeiten.

Habt ihr das verstanden, oder habt ihr eine weitere Frage dazu?

Mein Meister spricht auf diese Weise, Theo, du weißt das. Seit heute morgen denke ich ständig an meinen Meister, ich weiß nicht warum. Das war die Stimme meines Meisters. Er war es, der sprach. Achte auf die Vertrautheit der Sprache.

Habt ihr eine Frage dazu? Wenn ihr wollt, könnt ihr fragen.

 

Die Frage ist, wie kann ich erkennen, dass Gott in mir arbeitet und nicht mein Ego, mein persönliches Interesse und nicht mein Intellekt?

Mahesh sagt, ich gebe ein sehr grobes Beispiel.

Wenn dein Radio oder dein Fernseher nicht in Ordnung ist, dann kann es den Sender nicht empfangen. Durch spirituelle Übungen und durch das Mantra reinigst du dein Herz, und du beendest dein Ego. Solange dein Ego da ist, kannst du dich selbst nicht fühlen, kannst du Gott nicht fühlen. Um das zu verstehen, kannst du das Buch meines Meisters: "Erleuchtung ohne Gott" lesen. Wenn du die Stimme des Meisters hören willst, wenn du die heilige Stimme hören willst, musst du dich zuerst reinigen.

Christus wurde mit einer vollkommen reinen Seele geboren, und er wusste, dass das Licht vom Himmel kommt. Trotzdem brauchte auch er einen Lehrer für seine spirituelle Übung, um sein System zu reinigen.

So wie du deinen Körper mit Wasser und Seife und mit so vielen Düften und Aromas reinigst, du fühlst dich dann viel frischer. Dein Geist wird nach einem Bad auch klarer, mach dir das einmal klar.

Du hast insgesamt 7 Körper, und die werden immer feiner, bis zum Saatkörper. Wenn du dein System reinigst, dann werden alle diese Körper sauber. Alle 7 Körper erhalten so Licht.

Ich gebe euch noch ein weiteres, sehr klares Beispiel von Lord Buddha.

Er hat seine Schüler klar angewiesen:

"Stellt keine Fragen! Folgt den Anweisungen! Übt und ihr bekommt jede Antwort."

Um zuzuhören, um sich den Anweisungen zu fügen, um die feine Stimme des Meisters und die göttliche Stimme zu verstehen, muss der Mensch ein reines Herz haben. Es gibt für diese Reinigung so viele Wege, so wie du deine Zähne, deinen Körper und dein Haus reinigst. Es gibt da ganz viele Dinge. Genauso hat Gott verschiedene Wege aufgezeigt, weil jeder Mensch einen anderen Intellekt hat. Jeder ist anders, jeder denkt anders. Deswegen gibt es ganz viele Wege, denen man folgen kann.

Das Ziel ist für alle gleich. Alle haben nur einen Gott. Es gibt nur ein Haus. Du musst dort ankommen. Wenn du dein wirkliches Haus erreichst, dann erst hast du wahren Frieden. Und alle deine Fragen, und alle deine Zweifel werden beendet sein. So wie ein Feuer durch Wasser gelöscht wird. Diese weltlichen Dinge können diesen Frieden und diesen Grad an Befriedigung nicht herstellen.

 

Die nächste Frage ist: Wir alle sind auf dem Weg und wir haben keinen klaren Blick.

Mahesh sagt: Ich übe seit mehr als 40 Jahren, seit ich 12 Jahre alt bin. Und die ganze Zeit habe ich nach Gott gesucht. Und seit meiner Kindheit rede ich mit Gott, so wie ich mit dir rede. Dieses Vertrauen habe ich von meinem letzten Leben mitgebracht.

Stell dir vor, du bist in einem großen Tunnel und es ist völlig dunkel. Wenn da kein Licht ist, kommst du nicht aus dem Tunnel heraus. Da ist kein Licht, weil du das Licht noch gar nicht gesehen hast.

Das ist also nicht so einfach, weil jede Seele mit ihren vergangenen Leben zu tun hat. Aber du solltest glücklich sein, dass du unter diesem Stern geboren bist und dass du unter diesen Bedingungen leben kannst. Du hast die beste Entscheidung gefällt, das zeigt, dass du in deinem letzten Leben mit Sicherheit sehr gute Arbeit geleistet hast. Deswegen hat Gott dir diese Gelegenheit gegeben. Was du jetzt machst, ist der kühne Wunsch aus deinem letzten Leben. Denn Gott hat den Menschen diese Möglichkeit gegeben, deswegen hat er ihnen dieses menschliche Leben gegeben. Du kannst Dieb werden, du kannst Krieger werden, du kannst König werden, du kannst ein Mensch werden. Was immer du dir wünschst, bevor du stirbst, dein letzter Wunsch vor den Tod wird dir entsprechend deiner Taten erfüllt.

Bush wollte Präsident von Amerika werden. Könnt ihr euch vorstellen wie viel spirituelle Übung im letzten Leben dazu nötig war? Jetzt ist er der mächtigste Mensch dieser Erde. Er hat seine ganzen spirituellen Errungenschaften vergeudet, indem er die falsche Wahl getroffen hat.

In der Hinduphilosophie sagt man:

"Durch spirituelle Übung bekommt man Freude, man wird König. Und wenn man König geworden ist, macht man durch sein Ego Fehler, und dann muss man in die Hölle."

Die richtige Wahl ist es, wenn man immer an die Wünsche denkt, die einen zu einem spirituellen Leben führen. Man sollte den Wünschen folgen, die zur Reinigung der eigenen Seele führen, um die Wahrheit zu wissen. Und um zur Wahrheit zu werden. Denn deine wirkliche Existenz ist die Wahrheit.

Ich gebe Euch ein Beispiel:

Überall auf der Welt ist Wasser. Du kannst sagen, das Wasser dieses Flusses. Ich sage, das ist das Meer. Ist das richtig oder falsch? Ein anderer mag sagen, das ist Wasser von der Antarktis. Man kann das Meer oder Eis nennen. Regen, Flüsse, Seen, das ist alles Wasser. Durch Unwissen unterteilen wir das. Durch Unwissen schaffen wir Grenzen.

Du schaffst dir Grenzen, aber hast du einen Vogel gesehen, der Grenzen zieht? Die Vögel ziehen keine Grenzen. Haben sie reines Wissen, oder hast du reines Wissen? Vergleicht euch mit den Vögeln.

Zuerst kommt die spirituelle Übung. Mit Sicherheit wird die Zeit kommen, wo dir bewusst wird, wie viel du erreicht hast.

Manchmal hat ein normaler Mensch zwischen Gegenwart und Zukunft dieses Bewusstsein. Er weiß nicht, wie das geschieht. Er hat nichts dafür getan. So wie du das bei Nostradamus sehen kannst, wegen seiner spirituellen Kräfte hatte er diese Visionen.

Ich gebe euch ein Beispiel aus Indien:

Die "Ramayana" wurde vor der Geburt von Lord Rama geschrieben. Valmiki hat die Ramayana geschrieben. Er hat die Zukunft gesehen. Er hatte gesehen, dass so eine große Persönlichkeit geboren werden würde. Und er hat jedes Ereignis im Leben von Lord Rama aufgeschrieben. Er hatte das gesehen, so wie du das im Kino siehst. So wie das im Film gemacht wird, aber das alles ist hier reines Wissen. Das ist nicht nur Intuition.

Du musst deinen Geist zuerst reinigen, und dann bekommst du einen klaren Blick.

Habt ihr eine Frage dazu? Es ist keine Frage mehr.

Mahesh sagt: Ich bin sehr glücklich, dass mein Meister euch hier geantwortet hat.