Fleisch

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Können ernsthafte spirituelle Schüler Fleisch essen?

26.03.2008

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Ein Schüler fragt, welche Bedeutung hat die Ernährung für die Spiritualität?

Maheshji sagt:

Die Ernährung spielt in der Spiritualität eine enorme Rolle. Bevor ich dazu Stellung nehme, möchte ich euch eine Geschichte erzählen. Diese Geschichte hat sich bei Rama Krishna Panamahansa ereignet, das ist der Meister von Swamiji Vivekananda.

Rama Krishna Panamahansa aß am Tag zwei Zitronen. Der Gärtner hatte zwei Zitronen gebracht, sie stammten von dem gleichen Baum wie am Tag zuvor. Der Meister hatte die zwei Zitronen gesehen und gesagt, diese Zitronen sind nicht gut. 

Der Gärtner sagte, ich habe sie von der gleichen Pflanze geholt. Aber einige weise Schüler dachten nach; wenn der Meister das sagt, dann muss da irgendetwas nicht stimmen, und sie forschten nach. Und sie erhielten die Information, dass dieser Obstgarten 24 Stunden vorher von jemandem gekauft worden war, der ein schlechter Mensch ist.                             

Er hatte den Gatten gekauft, sein Ego, „das ist Mein“, ist in den Garten eingedrungen, die Frucht hatte diesen Klang aufgenommen, und sie wurde für den Heiligen ungenießbar. Weil er den Garten vor 24 Stunden gekauft hatte, war diese Frucht für den Heiligen ungenießbar geworden.         

Die nächste Geschichte, drei unterschiedliche Qualitäten wirken sich auf die Nahrung aus.

  1. Einige Nahrung, zum Beispiel Fleisch, ist von Natur aus nicht gut.
  2. Der zweite Punkt ist, von wem die Nahrung kommt, wem das Korn gehört. Ein Beispiel dazu ist die Geschichte mit den zwei Zitronen. Ich gebe euch dazu ein weiteres Beispiel. Es gab in Indien eine Zeit, da war das ganze Land in Kasten eingeteilt .Es gibt in Indien eine Kaste, das sind Brahmanen, die machen nur spirituelle Übungen. Da bereitet jeder seine Nahrung für sich selbst zu. Warum? Jeder Brahmane hat ein anderes Gurumantra. Dieses Mantra geht bei der Zubereitung der Nahrung in die Nahrung hinein, und der andere wird durch das andere Mantra gestört. Der Klang der Nahrung ist dann nicht mehr der gleiche.

Ich möchte hier das Beispiel einer großen indischen Heiligen anführen. Diese Heilige lebte in der Gegend von Bombay. Es gab in Indien ein System, wenn ein Heiliger einem Schüler ein Mantra gab, dann schickte er ihn zu einem anderen Heiligen, damit er das Mantra dort bekommt. Der Schüler fragte, wo er die Heilige finden könnte und machte sich auf den Weg. Sie lebte in einer kleinen Hütte, und sie stritt sich mit einer Frau. Die Heilige sagte, das ist mein Kuhdung. (In Indien ist Kuhdung nicht nur Brennmaterial, sondern auch Baustein für Häuser und er wird für viele andere Zwecke genutzt.) Die andere sagte, das ist mein Kuhdung. Der Schüler, der kam, um das Mantra zu bekommen, dachte: Mein Meister ist so ein großer Meister, und er sendet mich zu dieser Frau, die um Kuhdung kämpft, was ist das? Aber es ist die Anweisung des Meisters, und ich werde sie mit allem Respekt befolgen. Und er sagte zu der spirituellen Frau:

Ma, wie kann man entscheiden, ob das dein Kuhdung ist oder ihr Kuhdung?

Sie sagte, sehr einfach.

Wie?

Halt den Kuhdung an dein Ohr, und dann sagt er dir das. Wird der Kuhdung das Mantra wiederholen oder nicht. Wenn der Kuhdung das Mantra wiederholt, ist es meiner, wenn nicht, dann nicht.

Sie wusste, dass dieser Schüler kam, und sie wollte ihm damit die Tiefe des Klanges erklären.  Die Heiligen wissen so etwas, deswegen hatte sie diesen Streit provoziert.          

Er sagt, meine Frage ist beantwortet; Maheshji sagt, deine Frage ist nicht beantwortet, ich komme jetzt dazu. Der nächste Punkt:

Du bereitest das Essen für deinen Mann vor, und du bist ärgerlich, und du denkst falsche Sachen, oder du hast irgendeinen negativen Gedanken. Derjenige, der das isst, nimmt diesen Klang auf. Du musst deine Gedanken kontrollieren.

Maheshji fragt, verstehst du? Du denkst beim Kochen falsche Sachen. Es ist falsch, so etwas zu denken. Es ist besser, wenn du während des Kochens das Gurumantra wiederholst; wenn du schöne Gedanken hast, wirst du den Wechsel sehen.

Wenn diese Dinge eine Wirkung haben, dann ---.

Sieh, wenn du zu viel Chili nimmst, entsteht Feuer in der Nahrung; wenn du spirituelle Übungen machst, entsteht eine kühle ruhige Atmosphäre, damit kannst du das wieder ausgleichen.

Wenn du spirituelle Übungen machst, sollte die Nahrung entsprechend sein, du solltest keine „fast food“ essen, keinen Wein trinken und keine Zigaretten rauchen. Das heißt, du solltest dich normal ernähren und nicht zu viele Gewürze benutzen.

Viele frische Früchte. Ihr lebt in einem kalten Land, ihr könnt auch getrocknete Früchte nehmen.            

Milch ist gut, wenn sie entrahmt ist, ist das noch besser.                                                

Der nächste Punkt, kalte Getränke sind schlecht für die Verdauung. Das habe ich schon mehrere Male gesagt. Ein Temperaturschock ist der stärkste Schock.

Der Körper hat eine bestimmte Temperatur, 37°. Wenn du also kaltes Wasser trinkst, so kann das erhebliche Störungen verursachen, das solltest du nicht tun.         

Bengali Baba ist in Bengalen geboren, Tagore ist da auch geboren.       

In Bengalen sagt man, man soll Wasser essen. Man soll Wasser in kleinen Mengen schluckweise trinken: Trink die Nahrung und iss das Wasser.

Wenn du Wasser in kleinen Mengen trinkst, dann werden deine Magensäfte nicht so verdünnt, und sie bleiben voll wirksam.                                                                                 

Wasser ist Nektar. Alkohol ist Gift, und ihr nehmt Alkohol als Nektar, und ihr denkt, Wasser ist nichts wert.            Wasser hat den besten Geschmack, den Gott je gemacht hat. Das gilt für Indien, wie das in eurem Land ist, weiß ich nicht.

Wenn du dich also mit der höheren spirituellen Wissenschaft befasst, dann solltest du diese Dinge berücksichtigen, denn was immer du isst, hat einen direkten Einfluss auf deine Kraft „MAN“.             

Ein indischer Arzt, der richtig ausgebildet ist, fühlt nur deinen Puls und sagt dir, was du gegessen hast, er fragt dich nicht.

Der Körper ist ein äußerst sensibles Instrument. Das ist der Grund, warum man viele Früchte essen sollte und wenigstens einmal die Woche fasten sollte. Wenn du fastest, kannst du süße Früchte essen, du kannst Milch trinken, du solltest nicht so viel essen.

Coca-Cola und diese Soft Drinks solltest du nicht nehmen, die sind Gift.

Stellt Fragen zur Nahrung.

Habt ihr irgendeine Frage zu der Beziehung zwischen der Ernährung und der Kraft MAN? Die Gedanken, die du, während du die Nahrung zubereitest, denkst, gehen in die Nahrung hinein.

Es wird danach gefragt, welche Wirkung hat der Genuss von Fleisch?

Maheshji sagt:

Es gibt zwei Arten von Fleisch.

In Indien lassen die Moslems die Tiere ausbluten (das Tier stirbt langsam). Die Sikhs töten die Tiere mit einem Schlag. Aber in beiden Fällen bekommen die Tiere mit, dass sie getötet werden. Aber das ist alles falsch. Wenn du ein Tier tötest, dann bekommt derjenige, der das Fleisch isst, den Klang des Todeskampfs von dem Tier mit. Dieser Gedanke, Rache zu nehmen, dringt in dich ein. Oder du nimmst den Gedanken der Hilflosigkeit, dass du nichts machst, auf. Diese Gedanken haben eine Wirkung auf den, der das Fleisch isst. Dieser Gedanke erzeugt eine Form, und diese Form stört deinen inneren Frieden.

Ein zweiter Punkt ist die Länge des Magendarmtrakts:

Der Magendarmtrakt aller Fleischfresser ist sehr kurz, dein Magendarmtrakt ist aber 32 Fuß lang, also lang.

Nächster Punkt ist die Form vom Gebiss:

Das Gebiss von Fleischfressern sieht anders aus, als deins, dein Gebiss gleicht dem einer Kuh; es fehlen die Reißzähne. Der Mensch hat Zähne wie Tiere, die Vegetarier sind.

Wenn die Natur dich also nicht als Fleischfresser ausgerüstet hat, warum isst du dann Fleisch?

Maheshji hat Argumente gehört wie: Wenn wir kein Fleisch essen, wird es zu viele Tiere geben, das ist eine Kontrolle für die Bevölkerung der Tiere. Im Fernsehen habe ich gesehen, dass die Japaner lebende Schlangen essen, sie tun sie in einen Mixer und trinken das. Oder sie essen übel riechende Insekten und bereiten daraus eine Nahrung zu. Im indischen Fernsehen wurde das gezeigt, alle diese Dinge sind falsch. Ich habe das einmal gesehen und sehe das Bild immer noch vor mir. In Amerika essen sie zu 90% fast rohes Fleisch, das Fleisch wird an der Oberfläche nur minimal angebraten. Wenn du solche Dinge tust, was wirst du dann wohl für Gedanken haben?

Scharf gewürzte Nahrung fällt unter das Guna „rayas“ = unruhig.

Fleisch fällt unter das Guna „tamas“ = schlecht.

Früchte fallen unter das Guna „sattva“ = gut.

In der Yoga Philosophie unterscheiden wir drei Gunas (Qualitäten, Eigenschaften):

  1. Rayas = unruhig, aktiv.
  2. Tamas = schlecht, träge.
  3. Sattva = ausgeglichen, gut, harmonisch.