Eine sehr große Tat

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10.01.2011

Originalstimme (3:49 - 20:14)

Eine junge Frau beklagt sich über das Benehmen ihres Vaters, es geht ihr jedes Mal schlecht, wenn sie ihn besucht hat. Ich hatte ihr geraten auf diese Besuche zu verzichten und nur für ihn zu beten; ich frage Maheshji um Rat. Maheshji fragt: Was ist der Grund für das Verhalten des Vaters. Es stellt sich heraus, dass die Eltern wegen ihr heiraten mussten und dass der Vater der Meinung ist, dass er nicht der Vater des Kindes ist. Maheshji sagt, ohne Grund ist so ein Benehmen nicht möglich.

Maheshji sagt:

Wenn du ihm dienst, so ist das in Gottes Augen eine sehr große Tat.

Wenn dein Vater dich auch hasst, so hat er dich trotz allem aufgezogen, und du hast diese Dienste besonders in seiner letzten Lebenszeit auszuführen. Hierfür erhältst du eine sehr reiche Belohnung von Gott, daran kann überhaupt kein Zweifel bestehen. Ich liefere dir den Beweis: Sieh, in allen Weltreligionen wird angegeben, dass du Vater und Mutter ehren musst, (auf das es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden). Diesem Dienst wird große Bedeutung zugemessen. Was immer hier auch abgelaufen ist, so hat er sich dennoch durch seine Unterstützung um deine Erziehung verdient gemacht.

Der nächste Punkt ist: Er hat sich um deine (an Krebs leidende) Mutter gekümmert. Maheshji sagt, ich sage nicht, dass du nur für ihn beten sollst, das ist nicht ausreichend. Wenn er schlechtes Benehmen zeigt, dann solltest du das als Prüfung betrachten. In der Prüfung gibt es auch sehr schwierige Aufgaben, die sollest du nicht auslassen.

Nächster Punkt: Mein Meister, ich und Theo, haben die von ihm gegründete Organisation verlassen. Maheshji sagt: Ich habe diesem Austritt keine Bedeutung beigemessen.

Meine Liebe, mein Respekt meinen Pflichten und Seinen Anweisungen gegenüber haben immer primäre Bedeutung behalten. Keiner von uns hat jemals daran gedacht, eine Seiner Anweisung nicht zu befolgen.

Ich arbeite für ihn so, wie ein Sklave arbeitet; ein Sklave hat nichts zu fordern. Wir arbeiten mit allem Respekt und aller Verehrung dem Meister gegenüber. Jeder Auftrag wird mit großem Respekt und Mitgefühl ausgeführt. Maheshji sagt zu mir, du weißt das. Ich bestätige das. Maheshji sagt, und du siehst das Ergebnis.

Maheshji sagt, ich sage nie: I am a disciple. (Das heißt soviel wie, ich bin ein fortgeschrittener Schüler.) Aber ich kann sagen, ich bin ein Sklave meines Meisters. Ein Sklave kann gar nichts vom Meister verlangen, ein deciple kann etwas fordern. Ich habe alle diese Dinge auf sehr respektable Weise und in einer sehr guten Form umgesetzt. Mein eigener Vater hat meinen anderen Brüdern größere Wichtigkeit zugemessen, aber ich habe nie darüber nachgedacht. Ich habe nur meine Pflicht getan, mit reinem Herzen. Ich tue alles, was mein Vater will mit vollem Respekt und voller Solidarität mit ihm. Und ich kümmere mich um das Wohlergehen aller meiner Brüder, das habe ich von mir persönlich zu berichten.

Die Pflicht ist also wichtig.

Was ist deine Pflicht, als fortgeschrittener Schüler (disciple), als Kind; obgleich der Sohn mehr Verantwortung übernehmen muss als eine Tochter. Aber die Tochter sollte dem Vater auch den gleichen Respekt und die gleiche Verehrung entgegenbringen.

Du hast mich also gefragt, und ich habe dich korrekt beraten. Wenn du das beachtest, wird dir das in dieser Welt und danach in der feinstofflichen Welt helfen. Dieser Dienst wird dir belohnt werden, das ist selbstloser Dienst.

Ich denke, du solltest seinem schlechten Benehmen keine große Bedeutung zu- messen. Mache weiter mit deinem liebevollen Dienst an ihm. Je mehr du in dem Sinne, wie ich dir gesagt habe, tust, um so besser ist es. Ich teile dir ein persönliches Ereignis mit: Einmal hat mich Swamiji im Hause einer Schülerin sehr hart zurechtgewiesen, ich weiß gar nicht, was vorgefallen war. Zu dem Zeitpunkt waren sehr viele Schüler, auch Studenten waren dort versammelt. Danach war ein Treffen bei dem Sekretär der Organisation, alle trafen sich dort zum essen. Ich kam aus dem Haus heraus, ich war nicht eingeladen. Aber als ich herauskam, habe ich ein paar Sekunden gezögert und überlegt, soll ich gehen oder nicht. Und das Gefühl stieg in mir auf, dass mein Meister denken könnte, dass ich diese Zurechtweisung als falsch eingestuft habe. Ich dachte, er ist mein Meister, er tut alles für mich. Was er auch getan hat, sollte ich nicht als falsch ansehen. Ich musste dahin gehen. Ich hatte zu der Zeit ein Fahrrad und fuhr mit dem Fahrrad zu dem Haus. Und als das Essen kam und als mein Meister seinen Teller bekam, kam er zu mir und gab mir seinen Teller und das in Anwesenheit aller seiner Schüler. Maheshji sagt: Ich weine heute noch (vor Freude und Respekt vor meinem Meister). Wann und wie der Meister seinen Schüler testet, das kann niemand verstehen. Maheshji sagt: Ich habe meine Pflichten sehr ernst genommen. Ich muss Ihn respektieren, was immer er auch tut, das mag in den Augen der Welt gut erscheinen oder nicht, ich beteilige mich nicht daran.

Ich kann dieses Ereignis nicht vergessen und jedermann war erstaunt, diese Liebe meines Meisters zu sehen. Kurze Zeit vorher hatte er mich extrem scharf behandelt, und jetzt zeigt er mir die Liebe vom Vater zum Sohn. Ich kann diese Momente nicht vergessen. Also, du hast meinen Rat gehört.

Ich rate dir, du solltest deinem Vater gegenüber Respekt erweisen, unabhängig davon, ob er dich liebt oder dich hasst.