Dualität oder Einheit

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01.12.2004 Kanpur

Die Frage ist:

Ist alles eine Einheit oder lebt alles in Dualität?

Maheshji sagt:

All diese Dinge, die man dir so sagt, die sind es nicht, niemand hat dir etwas über die Wirklichkeit gesagt.

So lange man seine Haltung nicht ändert, wie kannst du das dann umsetzen? Das ist wichtig.

Du musst das ändern, und du musst ständig üben.

Jeder sieht oder versteht die Dinge auf andere Weise, er versteht sie in Dualität. Aber das ist falsch.

In diesem Universum existiert keine Dualität.

Wie willst du einem Chemiker, der ständig Dualität sieht, klar machen, dass es keine Dualität gibt. Das ist schwierig. Der sagt, du bist verrückt, weil er seinen Geist in Dualität trainiert hat. Er macht das jeden Moment, aber das ist falsch. Die Wahrheit ist anders.

Warum liebe ich alle?

Warum lieben die Leute mich?

Weil ich niemals etwas in Dualität sehe.

Wenn ich mich ausdehne, dann finde ich euch alle in mir. Ja, ihr könnt das nicht sehen, aber es ist wahr.

Ich gehe nicht nach außen, ich gehe nach innen.

Also, diese Dinge sind sehr wichtig.

Entwickle dein Bewusstsein und deine Haltung in Richtung einer Einheit. Versuche das zu fühlen, dann wirst du einen typischen Frieden in dir spüren. Wenn dieser Gedanke der Einheit in dir aufsteigt, wenn du ihn mehr entwickelst, wirst du mit jedem einzelnen Teilchen der Natur kommunizieren, denn alles lebt. So unterscheidet sich nichts voneinander, alles ist eins.

Durch die Hülle, durch die grobe Form erscheint es anders, wie die Wellen im Meer. Sie sehen größer und kleiner aus und noch kleiner. Aber wenn du das Meer siehst, dann siehst du keine Wellen, dann siehst du das Meer.

Das ist die Wahrheit.

Versuche die Einheit zu sehen. Wenn du diesen Gedanken entwickelst, wirst du manchmal fühlen, dass du größer bist, und dass der ganze Himmel in dir ist, alle Sterne und was immer da ist, ist in dir. Du hast keine Haut, nichts, nur ein Bewusstsein.

Du bist so groß.

Ich bin so groß.

 

 

Hiernach kommt die folgende Frage:

Ein Partner möchte so viel in der Welt herumreisen. Der andere möchte die Zeit viel lieber für spirituelle Übungen nutzen. Die Frage ist: Wie kann ich damit umgehen?

Maheshji sagt:

Du kannst deine Gedanken einem Menschen, der in der Nichtrealität lebt, nicht aufzwingen, weil das ein Gedanke ist. Einen Gedanken kannst du bei dir behalten, ohne ihn zu sagen, ohne ihn mitzuteilen.

In Gedanken kannst du nach Deutschland gehen, dann nach Afrika und auf den Mond. Was ist das?

Dein Partner freut sich, dass du ihm folgst, aber in Wirklichkeit folgst du ihm nicht.

Du siehst das mit anderen Augen. Wie du das ansiehst, das ist ganz anders, du sagst nicht dies ist das und diese ist das.

Fühle die Realität, so wie ein Meister der Physik sieht, das ist Energie, nicht der Tisch, nicht dies, nicht das. Sieh nur einfach! Wenn du diese Sichtweise entwickelst, wird nichts stören, und er wird glücklich sein, und du wirst glücklich sein. Dein Gedanke wird noch stärker und perfekt.

Wie du denkst, das ist wichtig, was du denkst.

Wenn er anders ist, versuche niemals ihm deine Gedanken aufzuzwingen.

Yoga ist eine Disziplin, die du nicht vermitteln kannst, wenn ein Mensch nicht hungrig ist. Wenn dieser Hunger kommt, dann gibst du ihm zu essen. Wenn dieses Verlangen, die Wirklichkeit zu wissen, kommt, erst dann kannst du ihn unterrichten. So, als wenn du einen Hunger hast, über diese Dinge zu wissen, und dann kommst du hierher.

Wenn du diesen Gedanken voll entwickelt hast, wird dich überhaupt nichts mehr stören, weil die Wahrheit hier die Gleiche ist wie beim Umherreisen. Die Wahrheit ist überall die Gleiche, auch in Afrika.

Aber dieser Gedanke ist wichtig, andernfalls geht das Kämpfen los. Du wirst sagen, das ist alles falsch. Und du denkst, er ist ein Idiot. Er ist verrückt. Aber sag das niemals, so wie du verrückte Leute kontrollierst. Du bist der Lehrer.

Es gibt einige Schüler, die sind unterentwickelt. So, du bist der Lehrer, du musst auch mit denen klar kommen, so lieben sie dich noch viel mehr. Wie einfach das ist, kein Problem.

Du wirst ihn wie ein Kind betrachten. Er spielt mit Spielzeug, schöne feine große rote Gebäude mit hundert Stockwerken. Das sind Spielzeuge.

Wenn du die Realität begreifst, kannst du alles machen. Er wird dich lieben, und du wirst ihn lieben. Du wirst nie ein Spielzeug brauchen, weil du nicht an Spielzeug hängst. Aber wenn du ihm sagst, dass er ein Kind ist, dann gibt es Ärger.

 

Ich spiele mit meinem Enkel mit Spielzeug, aber ich hänge nicht an seinem Spielzeug.

Es liegt im Schicksal, ob man nach der Wahrheit sucht oder nicht. Ob ich das akzeptiere oder nicht, aber das ist die Wahrheit, ob ich richtig handle, ob das wahr ist oder nicht. Oder ob ich nur manchmal dem wirklichen Ziel des Lebens folge.

 

Einer der Heiligen Indiens, Maharishi Raman, er redete nicht viel, er gab nur mit seinen Augen Kraft. Er pflegte zu sagen:

Wenn du allein bist, dann frage dich:

„Wer bin ich?“

Du fragst dich einfach nur selbst, und dieser Gedanke trägt dich zur Wirklichkeit.

 

Wie sie im Buddhismus sagen, ich bin Körper, ich bin Gehirn, ich bin nicht Gehirn. Ich bin dies, ich bin dies, ich bin dies, ich bin das nicht. So kannst du das alles durchgehen.

Dieser Gedanke trägt dich zum Ziel.