Die Neigung zum Selbstmord

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04.08.2006

Originalstimme (06:48 - 27:35) Datei 2

Ich teile Maheshji mit, dass eine Frau mit Depressionen in eine psychiatrische Klinik gekommen ist.

Maheshji sagt:

In Wirklichkeit haben die Leute in eurem Land keine spirituellen Gefühle oder solche Gedanken. Dadurch entsteht in so vielen Fällen die Neigung zum Selbstmord, weil sie die Wichtigkeit des Lebens nicht kennen. Sie kennen das Ziel des Lebens nicht. Die Bestrafung für Selbstmord ist sehr hoch.

Es gibt in Indien Selbstmord, aber wenn du das mit dem Westen vergleichst, so ist die Suizidrate in Indien ein Minimum, weil die Leute hier den Zweck des menschlichen Lebens kennen.

Ich sage Maheshji, dass ich eine alte Frau kenne, die ihr ganzes Leben eine gute Christin war. Zum Schluss hatte sie aber Suizidgedanken, das verstehe ich nicht.

Maheshji sagt:

Das kommt aus dem Christentum.

Ich sage, aber das ist dort verboten.

Maheshji sagt:

Sieh, diese gefühlsmäßige Weiterentwicklung, dieses gefühlsmäßige Ziel, fehlt.

Man sagt ihnen, sie sollen in den Beichtstuhl gehen und bekennen: Ich habe dies getan. Wenn Leute also irgendeinen Fehler begangen haben, irgendetwas falsch gemacht haben; du magst das Sünde nennen, dann wird diese Sünde, dann wird diese falsche Sache in seinem Geist wieder auftauchen, und dieser falsche Gedanke wird ihn wieder belasten. Es entsteht ein geistiger Druck, weil es nicht jedem Menschen möglich ist, diese falschen Dinge nicht zu wiederholen. Diese Belastung sollte aber nicht in seinem Geist sein. Dieser Gedanke ist ein sehr starker Eindruck in seinem Geist, das Bekennen einer falschen Tat wird denjenigen gefühlsmäßig belasten.

Ich sage, das verstehe ich nicht. Wenn du etwas falsch gemacht hast und bereust, dann ist es vorbei.

Maheshji sagt, aber Reue ist eine andere Sache. Bekennen ist nicht bereuen. Ich habe das Konzept, ich habe diese falsche Tat begangen. Wenn ich diese falsche Tat wiederhole, dann wird sie einen starken Eindruck auf den Geist desjenigen ausüben.

Ich sage, ja, das ist klar.

Maheshji sagt:

Wer diesen Gedanken der Wiederholung einer Sünde immer wieder erlebt, der wird unter normalen Umständen depressiv. Auf diese Weise entsteht die Depression.

Und an so einem Ort (gemeint ist der Beichtstuhl) wird die Gefühlsregung noch zunehmen. Es ist ein Unterschied, wenn man sich an Gott („Divine Mother“) direkt wendet, oder an den Meister, oder an seinen Vater.                                                                            

Wenn dann irgendetwas ist, kommen die Gefühle hoch. Derjenige mag dann weinen. Er ist dann in der Kirche, an einem heiligen Ort, und wenn er seinen Fehler dann wiederholt, seine falsche Tat, dann nehmen die Gefühle noch weiter zu, wie du siehst. Und er wird depressiv, und da heraus kann es zum Selbstmord kommen.

Ich sage, das verstehe ich.

Maheshji sagt:

Selbstmord ist keine Entschuldigung, das ist eine Sünde, eine weitere Sünde.

Wenn jemand in Indien etwas Falsches getan hat, dann sollte er zu Gott beten: Gott möge das entschuldigen. Auf diese Weise reinigt er sich von diesen falschen Dingen. Dafür wird er gute Taten vollbringen, es gibt da so viele Möglichkeiten. Er kann beten. Wenn du in Indien etwas falsch gemacht hast, und du hast das begriffen, dann tust du gute Dinge. Auf diese Weise verbesserst du deine geistige und spirituelle Einstellung.

Wenn du im Westen einen Fehler begangen hast und ihn bekannt hast, dann gehst du aus dem Beichtstuhl und tust das gleiche, weil du denkst, dass nach der Beichte alles gelöscht ist. Das hat nichts mit Reue zu tun.

Ich sage, das verstehe ich, das ist klar.

Maheshji sagt:

Reue bedeutet, dass du etwas Entsprechendes auf dich nehmen musst, so entwickelt man sich spirituell.

Angenommen, jemand hat irgendeinen um Geld betrogen. Entweder sollte er das Geld zurückgeben, das wäre richtig. Du aber gehst in den Beichtstuhl und bekennst, ich habe diesen Fehler begangen. Du solltest denjenigen aber aufsuchen und das zurückgeben und fertig, das ist Reue.

Angenommen, du kennst denjenigen nicht, den du betrogen hast. Dann solltest du das Geld den Armen als Almosen geben, oder du gibst es einer sozialen Organisation, oder der Kirche. Das ist Reue.

Bekennen ist nicht Reue.

Bekennen ist, wenn ein Krimineller vor Gericht etwas zugibt. Er gibt zu, dass er etwas getan hat. Im Gesetz ist festgeschrieben, dass dafür die Strafe reduziert wird. Er gibt seine Tat zu, damit sind Beweise überflüssig. Das ist Bekennen. Du erhältst für eine schlechte Tat eine Strafe, aber weil du sie bekennst, wird die Strafe reduziert. Die Menschen müssen den Unterschied zwischen Bekennen und Reue erfassen.

Reue ist eine Selbstbestrafung.

Derjenige, der einen Fehler gemacht hat, tut dies. Er entscheidet selbst, wie er das bereut; indem er Geld gibt oder indem er einen sozialen Dienst ausführt.

Indem er das zurückgibt, was er genommen hat, entwickelt er sich von einem kriminellen zu einem spirituellen Menschen. Auf diese Weise bringt Reue dich auf eine höhere Stufe.

Wenn du in der Kirche deine Sünden bekennen musst, dann sagst du Gott auch, dass du das nicht wiederholen willst. Und du erhältst eine Strafe, weil du das gemacht hast.

Aber Gott weiß bereits, was du gemacht hast. Denkst du vielleicht, dass Gott das nur weiß, wenn du es Ihm sagst? Ich frage dich.

Ich sage, ja. Er weiß es.

Maheshji sagt:

Denkst du vielleicht, dass Gott nur über die menschlichen Gesetze Bescheid weiß? Gott weiß alles, was du getan hast.

Ich sage, ja. Sie sagen das, aber sie glauben das nicht wirklich.

Maheshji sagt:

Wenn sie das so handhaben, ist Bekennen ein Selbstbetrug. Du hast die Tat vor Gott begangen, und Gott weiß darum. Er sieht das, und du hast das getan. Und dann sagen sie noch, dass das Urteil am „Jüngsten Gericht“ gesprochen wird.

Maheshji wiederholt noch einmal:

Alles, was du getan hast, ist in Seinem Computer aufgezeichnet. Du bist im nächsten Leben mit aller Belohnung und aller Bestrafung willkommen.

Diese Argumentationsart deutet daraufhin, dass sie keinen spirituellen Hintergrund haben. Deswegen ist „der innere Dialog“ so wichtig.

Warum sollte ich Selbstmord begehen, warum?

Warum taucht dieser Gedanke, Selbstmord zu begehen, im Geist auf?

Die Menschen sollten darüber nachdenken, und sie sollten den Gedankengang immer wiederholen. Diese depressiven Gedanken schwingen ständig in eurer Umgebung, weil bei euch nicht so eine intensive Gottesverehrung praktiziert wird. Diese intensive Gottesverehrung reinigt die Atmosphäre von diesen gefühlsmäßigen Überreaktionen. Diese Schwingungen haben eine solche Wirkung.

Dieser spirituelle Hintergrund ist von äußerster, äußerster, äußerster Wichtigkeit, und es ist der wichtigste Gesichtspunkt für alle Menschen.

Das ist wichtig. Deswegen ist die Religion für die Menschen gemacht, nicht für die Götter, nicht für die Tiere, oder für irgendwelche Kreaturen, von denen es so viele auf der Erde gibt.

Denn nur die Menschen haben einen freien Willen bekommen. Wegen des freien Willens kannst du falsche Dinge tun. Mit Hilfe der Religion kannst du das kontrollieren. Jede Religion hat die Funktion einer Verfeinerung. Mit Hilfe der Religion kannst du feststellen, ob du dich in die falsche Richtung bewegst. Spirituelle Gefühle geben dir die Kraft gegen eine Depression zu kämpfen.

Im Westen ist diese Kraft nicht vorhanden, es dominieren: Geld, Nahrung, Frauen und Wein.