Das Fach Mathematik

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01.09.2006

Originalstimme (02:13 - 16.24)

Mathematik macht die Menschen zum Instrument; Gefühl ist ein äußerst wichtiges Mittel.

Ich erzähle Maheshji, dass ein Mathematiker sehr eigenartige Gedanken hat.

Maheshji sagt:

Mathematik macht das Gehirn ganz und gar zu einem Instrument. Das hat eine Auswirkung auf das Gefühl.

Gefühl ist ein äußerst wichtiges Mittel, sowohl für den Körper, als für den Geist und für die Spiritualität. Für alle drei Ebenen ist Gefühl äußerst wichtig.

Aber Mathematiker sind nicht gefühlvoll, sie arbeiten wie ein Computer. In diesem Fach ist kein Platz für Gefühle. Das Gehirn wird hier vollkommen mechanisch benutzt. Gefühl gibt dir etwas wieder, gibt dir ein Biofeed-back.

Wenn du für irgendjemand ein Gefühl hast, dann gibt das Gefühl, dem du es entgegenbringst, Freude. Und derjenige bekommt auch Gefühle, und er bekommt Freude. Gefühl gibt also Freude, Liebe und Vergnügen. Es ist eine Tatsache, dass du etwas erhältst.

Gefühl ist der Bereich, der hinter dem Wissen liegt, der hinter dem Intellekt liegt.   

Wenn jemand gefühlvoll wird, dann durchquert er den Bereich des Denkens und den Bereich des Wissens.  Das ist in Kürze das Wesentliche dazu, und das ist sehr wichtig.                     

Es gibt zwei Sorten von Menschen, die eine ist vollkommen weltlich orientiert. Die andere ist spirituell. Im Herzen eines spirituellen Menschen sind Ströme von Liebe. Ein spiritueller Mensch nähert sich seiner Seele immer mehr, er kommt immer mehr an Atman (die Seele) heran.

Nur spirituelle Menschen haben Liebe, du kannst auch sagen, göttliche Liebe.

Ein Mensch, der in die weltlichen Dinge verstrickt ist, wird von den Dingen angezogen. Das ist Lust. Er ist in die äußere Welt eingetaucht. In Hindi sagen wir dazu Ashakti. Ashakti bedeutet, dass jemand mit seinem Geist in irgendeine Sache, oder in irgendeine Person, oder in irgendetwas eingetaucht ist, das ist keine Liebe.                        

Nur spirituelle Menschen haben Liebe. Liebe ist die Quelle aller Gefühle, die Quelle von allen guten Gedanken und guten Taten.

Der weltliche Bereich ist Ashakti, das ist nicht Liebe.

Ich frage Maheshji, ob normalerweise nicht beides miteinander vermischt ist?

Maheshji sagt, nein.

Deswegen lebt die Liebe in den Herzen der Heiligen. In ihnen ist der spontane Gedanke des Mitgefühls.

Sie denken immer an die anderen, an die Menschen, nicht an sich selbst. Das ist Liebe. Sie kennen keine Grenzen.

Aber weltliche Liebe hat Grenzen.

Ihre Liebe ist grenzenlos, sie haben allumfassende Liebe. Das ist ein sehr großes Wort.

Die normalen Menschen lieben ihren Sohn oder sonst jemanden, diese Liebe ist begrenzt. Das ist keine Liebe, das ist ein weltlicher Gedanke.

Wirkliche Liebe kennt keine Grenzen, denn ohne wirklich zu lieben, können wir göttlichen Segen nicht erreichen.         

Du vergisst dann alles Wissen, du vergisst die bekannte Welt, ob sie gut oder schlecht ist. Du liebst alles. Dein Intellekt verschwindet dann vollkommen.

Dann entsteht

  1. eine Flut von Zuneigung,
  2. eine Flut von Mitgefühl,
  3. eine Flut von Liebe.

Der Menschen fühlen keinen Hass, keine Angst, keine Gier, nein, nichts dergleichen. Ihre Zuneigung wird universal, sie können Hass nicht zustimmen. Ich habe mit der Mathematik angefangen und bin tiefer und tiefer gegangen.

Ich sage, das ist für uns sehr wichtig, weil niemand das weiß. Es ist so wichtig.

Maheshji sagt:

Ein Mathematikprofessor, der seine Arbeit macht, der sollte wenigstens ein bisschen gute Musik hören, er sollte Gedichte sprechen und gefühlvolle Dramen oder eine Novelle lesen. Spirituelle Literatur ist sehr wichtig, aber das lesen sie nicht. Sie verstehen die Wichtigkeit des Gefühls nicht.

Wenn ein Kind geboren ist, funktioniert sein Gehirn noch nicht, es hat noch keine Sprache, aber das erste, was es in seinem Herzen versteht, ist Liebe und Hass. Diese beiden Dinge kennt es. Wenn jemand ein Kind nicht liebt, wird das Kind nicht zu ihm gehen.

Ich sage, ja, es wird schreien.

Maheshji sagt:

So fein sind seine Sinne. Wegen dieses reinen Gefühls haben Kinder diese Anziehungskraft, diesen inneren Frieden. Wenn jemand mit ihnen zusammen ist, wird er diese Freude erleben.

 

 

16.24