Bibel und Sanatan Philosophie

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20.03.2009

Originalstimme (2:22:30 - 2:45:00)

Am Beispiel folgender Zitate aus dem Matthäusevangelium wird gefragt:

Besteht eine Beziehung zwischen der Bibel und der Sanatan Philosophie?

Es folgt das Zitat:

Matthäus Kapitel 16, Vers 13 -16. (Lutherübersetzung)

Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Was sagen die Leute, dass der Menschen Sohn sei? Sie sprachen: Einige sagen, du seiest Johannes der Täufer, andere sagen, du seiest Elia, wieder andere, du seiest Jeremia, oder einer der Propheten. Er fragte sie: Was sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!

Matthäus Kapitel 16, Vers 19. (Lutherübersetzung)

Jesus sagt zu Petrus: „Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.“

Matthäus Kapitel 16, Vers 24 - 26. (Lutherübersetzung)

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden. Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?      

Ende des Zitats.

Maheshji sagt:

Christus hatte spirituelle Kraft, er war kein Führer, der irgendetwas beweisen muss. Aus dem Zitat: Petrus sagt, du bist der Sohn des lebendigen Gottes.

Maheshji sagt:

Du bist der Sohn des lebendigen Gottes, dieser Satz ist wichtig. Was bedeutet, Sohn des lebendigen Gott? Sohn des lebendigen Gottes ist ein verwirrender Satz, das irritiert, man denkt, Gott lebt wie ein Mensch.

Jesus war nicht Sohn des lebendigen Gottes, sein Vater war ein gewöhnlicher Mensch, ein Zimmermann. Sie waren ganz einfache Leute. Wie kann man das beweisen: „Er ist Sohn des lebendigen Gottes.“

Es folgt der nächste Punkt, Maheshji sagt, ich möchte hier etwas beweisen.

Dieser Schlüssel ist eine Geheimsprache, das bedeutet:

Was du hier auf der Erde tust, das wird auch im Himmel geschehen, gut oder schlecht.

Wir stellen fest, das ist das Prinzip des Karma und außerdem ein Beweis für die Wiedergeburt.

Maheshji bestätigt das, und er sagt:  

Was immer du tust, hat eine Wirkung hier und auf den himmlischen Bereich, sehr einfach.

Und Christus sagt, ich gehöre dorthin (in den himmlischen Bereich), das stimmt auch, einfach. Er sagt, ich segne euch. Und der Schlüssel zum Himmel bedeutet, was immer ihr hier auf Erden tun, das werdet ihr im Himmel ernten. Er benutzt Bilder für das, was geschieht, gute Taten, gute Wirkung, schlechte Taten, schlechte Wirkung.                                             

Er wendet sich hier nicht nur an Petrus, sondern an alle. In diesem Fall wendet er sich nur an Petrus, Petrus kann jemanden anderen einsetzen und das geht so weiter.

Aber die Wahrheit dahinter ist dies:

Der Schlüssel für das Himmelreich sind gute Taten, was du säst, das wirst du ernten. 

Das ist eine Geheimsprache, die er hier verwendet oder eine Bildersprache. Oder wenn etwas im Gedicht steht, ist die Bedeutung dahinter verborgen. Der Schlüssel dahinter, das ist das Geheimnis des Himmels. Das ist die Theorie des Karma aus der Sanatan Philosophie.

Es wird gefragt, die Sachen werden deswegen nicht verstanden, weil sie in einer verschlüsselten Sprache mitgeteilt werden.

Maheshji sagt: Sieh, selbst die Veden und die Bhagavad Gita verstehen normale Leute gar nicht, und hier ist das genauso.

Gefragt wird weiter, an einer anderen Stelle heißt es, diejenigen, die Augen haben zu sehen, mögen sehen und diejenigen die Ohren haben zu hören mögen hören.

Maheshji sagt:

Nicht diese Augen und nicht diese Ohren sind gemeint, das sind spirituelle Wahrnehmungen. Ich habe das hier gerade mit dem Vertrauen einfach aus der Bhagavad Gita erklärt.  

Jeder hört sich das an, aber wer folgt dem?                                                                  

Das ist eine sehr einfache Sache, wer Augen hat zu sehen, der kann sehen. Wer Ohren hat zu hören, der kann hören. Gemeint sind nicht diese Augen und diese Ohren, das sind intuitive Augen, intuitive Ohren, das ist reiner Intellekt.

Die Intelligenz eines Geschäftsmannes, und die Intelligenz eines Musikers unterscheiden sich voneinander. Die Intelligenz eines Künstlers und die Intelligenz eines Kriminellen sind verschieden. Das ist ein sehr tiefes Thema, ich denke, ihr habt das verstanden.                             

Auf nochmalige Nachfrage wiederholt Maheshji:

Ich habe das schon beantwortet: Jesus sagt etwas zu Petrus, Petrus sagt das dem nächsten und so weiter. So wie wenn der Meister dem Schüler etwas sagt und diese Botschaft weitergegeben wird. Die Information kann über Bücher und persönlich weitergegeben werden; die Wahrheit bewegt sich weiter. Ich habe die Wahrheit, die dahinter steht, erklärt, wie der Schlüssel ist.    

Durch schlechte Taten wird der Himmel geschlossen, durch gute wird er geöffnet, sehr einfach.