Bhakti

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Die 9 Wege von Bhakti

13.03.2010 Kanpur

Originalstimme (3:49 - 1:15:15)

Maheshji spricht über Bhakti und sagt: Es gibt 9 Wege von Bhakti, du musst einen Weg für dich auswählen.

1.         Auf diesem Weg kann man sich Gott nähern.

2.         Man erhält Segen.

3.         Man erhält Anleitung und man kann das Ziel des Lebens erreichen.

4.       Außerdem kann man Gott auf diesem Weg sehr nahe kommen, man kann mit Gott reden, man kann Gott sehen, man kann in Seiner Nähe leben.

Du musst einen von den 9 Wegen für dich auswählen.

  1. Man nähert sich Gott, indem man das Leben Heiliger studiert, in dem man die Evangelien liest oder Heiligengeschichten studiert. Warum ist das wichtig?  Wenn du diese Geschichten über Seine Macht und über Seine Wunder hörst, dann wird deine Liebe zu Ihm stärker. Durch diese Geschichten entsteht eine schöne Atmosphäre. Das ist so, als wenn man Geschichten über Christus erzählt, auf diese Weise kommt man Ihm im Geist sehr nahe; deine Liebe zu Ihm wird immer stärker. Auf diese Weise nimmt deine Liebe, die Nähe zu Ihm und deine  Konzentration auf Ihn ständig zu. Bhakti ist Liebe zu Gott, das ist ein Weg Ihn über Bhakti zu erreichen. Habt ihr dazu eine Frage? Das ist klar.                                        
  2. Der nächste Bhakti-Weg ist: Seinen Namen wiederholen. Wer singen kann oder Heiligengeschichten erzählen kann, wer darüber berichtet, was Heilige gemacht haben; du kannst davon erzählen, du kannst darüber singen, auf diese Weise entsteht enorme Liebe zu Gott. Es entsteht Bhakti für das Thema, für den Heiligen und für Gott; die Liebe wird größer. Und wenn du in der Lage bist, das fortzusetzen, erhältst du eine kontinuierliche Verbindung zum Allmächtigen. Wenn eine ständige Verbindung zu Gott besteht, dann kannst du mit Ihm reden und du erhältst Antworten. Ein Beispiel: Bei der Elbeflut floss das Wasser (bei Dannenberg) in breiter Front unten aus dem Deich der Elbe. Der Deich konnte das Wasser nicht halten, aber er brach trotzdem nicht. Ich habe Maheshji gefragt, wie geht das? Er sagte zu mir: „Ja, der Deich konnte das Wasser nicht halten, aber um seinen Platz zu verlassen braucht er Erlaubnis, und die Erlaubnis hat er nicht bekommen.“ Der Deich wurde mit der Energie des Meisters gehalten. All diese Dinge hängen mit Schicksal und mit Gebet zusammen. Auf diese Weise bist du dem Meister und Gott näher, und dadurch werden so viele unmögliche Dinge ganz einfach. Ich gebe euch jeweils Beispiele, dann versteht ihr das leichter.
  3. Gott erinnern. Das ist, an Gott denken oder an Inkarnationen wie unser Meister und Christus. Auf diese Weise, wenn du sie (die Meister) liebst und ihnen Respekt zollst, bist du ihnen nahe. Deswegen hat Jesus zu Phillip gesagt (Johannes Kap.14): „Gott ist in mir, wenn du mich siehst, siehst du Gott.“ Wenn Christus gesagt hätte, Gott ist in mir und auch in dir, dann hätte Phillip das nicht verstanden, diese Aussage hätte ihn verwirrt. Wenn Christus diese tiefe Philosophie erklärt hätte, hätte Phillip dem nicht folgen können. Deswegen hat er ganz einfach gesagt: „Wenn du mich gesehen hast, hast du Gott gesehen.“ Maheshji sagt: Ich wähle so einfache Beispiele aus, damit ihr Vertrauen bekommt. Das Vertrauen darf nicht gestört werden. All das gibt es hier in Indien, und ich habe es bewiesen. Verschiedene Götter gibt es nicht! Deine Liebe und dein Vertrauen, das ist wichtig. Jeder Heilige sagt: Gott ist in jedem Herzen, gemeint ist das psychische Herz (die Herzregion). Du kannst mit Ihm kämpfen, so wie du mit deinem Vater kämpfst. Du richtest dich nicht auf Gott aus, du richtest dich auf die äußere Welt aus; du bist mit Spielzeug beschäftigt, nicht mit der Wahrheit. Du musst dein Leben auf Ihn ausrichten. Millionen Geburten hast du schon hinter dir, und jedes Mal versprichst du deinem Vater: „Das nächste mal mache ich es besser, dann vergesse ich es nicht.“ Aber wenn das nächste Mal kommst, siehst du Spielzeug, und du vergisst, dass es eine höhere Wahrheit gibt. Und du verläufst dich in dem Spiel von Maya. Maya ist eine Höhle, und in einer Höhle gibt es kein Licht, da brauchst du eine Taschenlampe. Du musst im Geist zu Ihm beten, du brauchst dich nur vor Seinen heiligen Füßen zu verneigen. Zu diesem Zweck werden in fast allen Religionen solche Gebete angegeben. Deswegen erkläre ich euch die Wichtigkeit der Tempel und die Wichtigkeit der Moscheen. In Kirchen zündet man Kerzen an, warum Lichter? Weil Licht das einzige ist, was mit dem Allmächtigen verglichen werden kann. Die Konzentration sollte  auf dem Licht liegen. Licht ist das einzige, was mit dem Allmächtigen verglichen werden kann. Licht ergibt Konzentration, Licht gibt den Befehl, Licht gibt eine Informationen über das göttliche Licht. Das taucht in allen indischen und in allen christlichen Gebeten auf, nicht bei den Moslems. Die Glocken und Licht haben noch eine weitere Funktion, die Menschen vor bösen Geistern zu schützen. Die Menschen wissen in Wirklichkeit nicht, warum Lichter und Glocken da sind, aber das ist der Grund. Licht steht als Symbol für Gott. Maheshji fragt: Ist die Wichtigkeit der Tempel klar? Ist euch klar, wie wichtig es ist, zu den Füßen Gottes zu beten?                                     
  4. Zu Gott beten. Du betest zu der Gottheit, die du liebst; du betest zu Seiner Ehre. Du wendest dich mit Geschichten an Ihn, du betest über Mantren, es gibt da so viele Wege; der Name Hari ist ein Gebet. Habt ihr dazu eine Frage? Wenn du ein Foto, ein Bild oder eine Figur verehrst, dann ist das leichter, dann taucht das Bild im Geist vor dir auf und dann ist das ganz leicht. Für die Moslems ist das schwerer, sie haben keine Bilder.                                    
  5. Gebete opfern. Wenn jemand zu deinem Haus kommt, bietest du ihm etwas an. Wenn du ihm etwas anbietest, dann ist das automatisch dein Respekt, deine Liebe, deine Verbundenheit mit ihm. Es gibt da eine sehr schöne Geschichte aus einem Dorf, in der das alles beschrieben und besungen wird. Hier opfern die Leute Früchte, Süßigkeiten. (Bei uns tun sie das am Erntedankfest.) Mit diesem Bild (oder mit dieser Figur) unterhalten sie ihre Liebe und Verehrung für Gott. Man sollte dabei aber nicht das Gefühl haben, dass man das Opfer der Figur oder dem Bild überreicht, man überreicht es Gott. Wenn du Wasser trinkst, kannst du das Gefühl haben, du trinkst Gott, denn Gott ist überall; du musst das nur fühlen. Ich gebe euch ein Beispiel von meinem Lehrer Ramakrishna Paramahansa. Er sagte einst zu Swami Vivekananda: Gott ist allgegenwärtig; Vivekananda hatte das irgendwo in seinem Geist nicht akzeptiert. Daraufhin berührte der Meister Vivekanandas Kopf, und danach hatte Vivekananda das gleiche Erlebnis: Gott war überall; er sah Gott in jedem Teilchen. Dieser Zustand hielt ca. 2 Tage an. Er konnte nirgendwohin gehen, er konnte nichts nehmen, überall war Gott. Danach berührte der Meister Vivekananda wieder, danach waren alle seine Fragen beantwortet. Christus hat gesagt: Gott ist mit mir, und ich bin mit ihm. Gott existiert in mir, das ist 100% korrekt, (also kann das jeder von uns auch sagen.) Wo soll ich ohne Gott leben? Gott ist überall gegenwärtig. Ihm gehört das ganze Universum. Die Sache ist nur, ob du das fühlst oder nicht. Die normalen Menschen haben nicht diese Sichtweise, deshalb können sie Gott nicht wahrnehmen. Maheshji sagt: Damit ist alles gesagt; weil du dieses innere Licht nicht hast, kannst du dich nicht damit verbinden. Du kannst dich auch nicht selbst sehen, deswegen sage ich das und stelle die Verbindung immer wieder her. Durch den Segen des Meisters kann ich das sehen.       
  6. Gott ständig erinnern. Der Punkt ist, wie kommst du nah an Ihn heran. Millionen Leben hast du mit Spielzeug vergeudet. Ihr solltet euch glücklich schätzen, dass ihr dieses  Wissen so einfach erhaltet, dass ihr Ihn erreichen könnt. Mit dem, was ich euch sage, könnt ihr diese Nähe jeden Moment erreichen. Sieh, wenn ich meinen Meister erinnere, fange ich sofort an zu weinen, denn Er hat enorme Liebe zu mir. Die Liebe zu Ihm birst dann nur so aus mir heraus, dies ist der Beweis dafür; das sind keine falschen Tränen. Maheshji vergleicht sich mit Phillip, aber er glaubt; Phillip hatte nicht geglaubt. Maheshji sagt: Ich habe Ihn (den Meister) gesehen, ich habe Gott gesehen. Es ist sehr schwierig, das zu erklären. Für gewöhnlich erkläre ich das nicht, heute ist eine Ausnahme. Es wird eingewandt, im Alltag ist es schwierig, das ständig vor Augen zu haben. Maheshji sagt: Sieh, wenn du dem folgst, dann hast du das immer vor Augen, und der Gedanke taucht plötzlich wieder vor dir auf.          
  7. Ihm dienen. Wenn ich rede, habe ich mich oft als sein Sklave bezeichnet, nicht als sein Diener. Ein Sklave steht unter dem Diener. Ich fühle mich als Sein Sklave. Wenn du einem Sklaven sagst, tu dies, dann wird er das tu, er kann das nicht ablehnen. Und der nächste Punkt ist, er kann für diese Arbeit nichts verlangen. Ein Diener kann etwas verlangen, ein Sklave kann das nicht. Er wird die Anweisung des Meistes befolgen, ohne irgendetwas zu fordern; deswegen sage ich Sklave. Ich befolge Seine Anweisungen, fordere nichts! Maheshji sagt: Du kannst fragen: Warum? Wir fragen, warum? Kennst du jemanden, der freundlicher ist, der mehr Mitgefühl hat, der sich mehr um dich kümmert, und der deine Probleme besser wahrnimmt, als der Meister? Ihr folgt Seinen Anweisungen und Er weiß, was du brauchst. Ein normaler Meister wird dir Geld geben, aber der spirituelle Meister gibt dir, was du wirklich brauchst. Ein Schüler hatte 2,5 Millionen DM für den Meister auf sich genommen, er hat sich nicht darum gekümmert, was dabei herauskommt. Der Meister hat alles arrangiert, der Betrag wurde mit einem Scheck bezahlt. Das ist kein Märchen, das hat sich ganz real zugetragen. Der Meister hat das geregelt, nachdem Er diese Erde verlassen hatte. Das bedeutet, die Probleme des Schülers und die Sorgen des Schülers sind jede Sekunde unter Seiner Kontrolle. Dies ist wirklich geschehen. Der Meister liebt euch sehr, aber ihr seid nicht in der Lage, das zu fühlen. Er hatte die Verpflichtung dem Meister gegenüber gefühlt, durch Gier habt ihr das Gefühl dafür verloren.
  8. Sein Freund werden. Maheshji zitiert die Bhagavad Gita und sagt, so wie Arjuna und Lord Krishna. Das bedeutet, du kannst Ihn lieben, so wie du einen Freund liebst; das ist auch ein Weg. Wenn du eine Freundin liebst, solltest du deine Liebe in dieser Weise ausrichten. Man nennt das Sakaba, Sakaba bedeutet wirkliche Freundschaft. Du suchst also den Weg aus, der für dich am leichtesten ist. Das hat Gott dir vorgeschlagen, und Er wird dir antworten; das ist nur in der Hinduphilosophie erlaubt. Es ist ein bekanntes Phänomen, wenn Vater und Sohn älter werden, dann werden sie Freunde. Diese Beziehung kann man auch zu Gott aufnehmen, mit dem gleichen Gefühl.
  9. Vollständige Hingabe an Gott. Maheshji sagt, ich habe das schon gesagt, (unser Mantra ist das.) Hingabe ist der Gipfel von Bhakti. Ich gebe euch ein sehr einfaches Beispiel: Du gehst zur Arbeit, und du gibst deinem Kind ein Spielzeug, und das Kind gibt dir alle Spielzeuge wieder. In der Hindukultur ist der vierte Zustand Sanjassin (einer der allem entsagt). Ein Beispiel: Ein großer Heiliger, Swami Rama Tirta, wenn er mit einem Team ging, hatte er kein Geld bei sich. Er ging mit 10 bis 40 Schülern, und dann machten sie eine Pause. Üblicherweise kamen dann alle Leute, die in der Nähe wohnten dorthin und brachten ihnen Früchte und etwas zu essen; das geschah ohne vorherige Ankündigung. Eines Tages kam niemand, auch am zweiten Tag nicht. Dann sagte Baba: Sucht jemanden, der etwas Geld hat. Zwei Leute hatten für den Ernstfall etwas Geld dabei. In dem Moment, wo sie das Geld zeigten, kamen die Leute aus dem Dorf und brachten ihnen zu essen. Und sie baten um Deeksha für ihr Haus, um das Vertrauen größer zu machen. Maheshji erzählt dazu eine weitere Geschichte: Als mein Meister nach Japan flog, hatte er nur 10 $ in der Tasche; für alles wurde gesorgt. Ein weiterer Hergang: Einer kam mit 2,5 Millionen Schulden zu Maheshji und ging mit allem Vertrauen, dass alles zurückgezahlt würde, wieder nach Hause. Alles wurde bezahlt. Wer hat das getan? Maheshji hatte ihm gesagt: Nein, das ist nicht deine Aufgabe. Ich übernehme das, und der Meister hat das geregelt. Das ist ein ganz praktisches Beispiel, das ist keine falsche Geschichte.                                                                                                                                            

Maheshji ergänzte am 14.03.2010 noch zum Thema Bhakti:

„Die 5 Elemente: 1.Erde, 2.Wasser, 3.Feuer, 4.Luft, 5.Raum und die 3 Gunas: 6.Sattva, 7.Rajas, 8.Tamas bilden die Schöpfung. Die Schöpfung (= Maya) besteht also aus diesen 8 Parametern. (Maya = 8)   

Maheshji sagt:

Die Schöpfung ist 8 und Gott ist durch die Zahl 9 symbolisiert.

Wenn Maya (symbolisiert durch die Zahl 8) mit Gott verschmilzt, wird Maya zu Gott. (8 x 9 ergibt 72, die Quersumme davon ist 9. Das ist die Zahl, die Gott symbolisiert).