Bhagavad Gita 3

Home
Nach oben

12.03.2012

Originalstimme (2:15:00 - 2:58:25) B                                                     

Die Gita Kapitel 2, es werden die Verse 15 - 20 und Vers 24, Vers 27, Vers 30 - 32 und Vers 38 erklärt.

Kapitel 2 Vers 15

Traurige oder freudige Ereignisse sollten für dich gleich sein.

Maheshji sagt: Wenn irgendetwas Trauriges oder eine Freude in dein Leben kommt, das sollte auf dein Denken keinen Einfluss haben. Das sollte dich weder stören, noch solltest du darüber sehr glücklich sein. Das bedeutet, dass du in jeder Situation ob sie gut oder schlecht ist, gleich fühlst. Das hilft dir, aus dem Zyklus von Geburt und Wiedergeburt herauszukommen. Diese Menschen haben Trauer und größte Freuden hinter sich gelassen. Normalerweise gehen deine Gefühle mit solch extremen Situationen mit. Die normalen Menschen trauern bei einem traurigen Ereignis. Wenn irgendwas Schönes geschieht, sind sie glücklich. Hier ist nicht gesagt, dass du dich nicht freuen sollst, aber du sollst nicht so abfahren.

Kapitel 2 Vers 16

Diejenigen, die eine spirituelle Sichtweise haben, die Wissen haben, die können zwischen Wahrheit und Unwahrheit (truth and nontruth) unterscheiden. Die sterblichen Dinge sind nicht die Wahrheit, sie existieren in Wirklichkeit nicht. Und was die Wahrheit ist, das ist unsterblich und das bleibt unsterblich, das bleibt. Es kann nicht weniger werden und auch nicht mehr.

Die Wahrheit bleibt wie sie ist, in spiritueller Sprache heißt das Sat. Sie verändert sich nicht. Wenn sich etwas ändert, ist es nicht die Wahrheit.

Entsprechend der Samkhya Philosophie fällt Saudimaya (die Seele) unter die Wahrheit, sie bleibt. Maheshji sagt: Es gibt nur den Non-Dualismus, weil Maya und die Seele nicht frei sind, sie können keine Entscheidung fällen.

Nur der Präsident eines Landes kann entscheiden, keine Regierung hat zwei Präsidenten. Aber es gibt so viele Beamte und Minister, genauso ist das im Universum, davon gibt es viele Millionen.

Die Basis bilden drei: Maya, Jiva-Atman, und Brahman, aber wegen dieser Beziehung untereinander werden sie eins genannt = Non-Dualismus. Maya und Jiva sind abhängig, Gott ist unabhängig. Gott sagt: Die Heiligen oder Personen, die Wissen haben, die können die Elemente, die Wahrheit und die Unwahrheit erkennen.

Kapitel 2 Vers 17

Wisse, dass der Ewige (the all-pervading) nicht zerstört werden kann. Deswegen kann der allmächtige Gott  und die unsterbliche Seele nicht zerstört werden.

Maheshji sagt, die Übersetzung ist hier unklar. Der, der dieses komplette Universum geschaffen hat, ist unsterblich. Er ist der Einzige, der unsterblich ist. Nur der, der diese gesamte Schöpfung geschaffen hat, ist unsterblich. Und so einen Unsterblichen kann niemand sterblich machen. Niemand kann Ihn zerstören. Niemand kann Ihn vernichten. Er ist der einzige, der unsterblich ist. Es ist ganz und gar nicht möglich, Ihn zu zerstören.                                           

Kapitel 2 Vers 18

Maheshji sagt: Nur der äußere Körper, in dem die unsterbliche Seele wohnt, ist vergänglich, nur er ist zerstörbar. Nur der Körper ist sterblich, die Seele ist unsterblich. Er (Gott) fordert Arjuna auf, zu kämpfen.

Kapitel 2 Vers 19

Hier wird klar ausgedrückt, dass niemand die Seele töten kann. Weder kann die Seele töten, noch kann sie getötet werden.

Wenn jemand denkt, das er jemanden töten kann, oder dass er die Seele töten kann, beides ist falsch, weil in Wirklichkeit niemand die Seele töten kann. Weder kann die Seele jemanden töten noch kann jemand die Seele töten. Das gilt auch umgekehrt, klar.

Kapitel 2 Vers 20

Die Seele ist nie geboren. Wer ein Geburtsdatum für die Seele angibt, liegt falsch. Die Seele wird weder geboren, noch stirbt sie. Für die Seele gibt es keine Geburt (soul is birthless). Die Seele ist alt, sie ist am ältesten. Wenn du den Körper tötest, lebt die Seele weiter.

Kapitel 2 Vers 24

Die Seele ist unteilbar, sie kann nicht verbrannt werden. Die Seele kann nicht nass und nicht trocken gemacht werden. Sie ist absolut und ohne Bewegung. Die Seele ist am ältesten.

Vers 24 ist klar.

Kapitel 2 Vers 27

Geburt und Tod sind unvermeidlich. Die, die sterben, werden eines Tages wiedergeboren.

Also kämpfe. Die Aussage wird deswegen gemacht, damit Arjuna kämpfen soll. Wenn du sie nicht tötest, werden sie eines Tages sterben. Wenn sie sterben, werden sie wiedergeboren, es ist also deine Pflicht zu kämpfen.

Kapitel 2 Vers 30

Hier wird klargestellt, dass die Seele in allen Körpern bleibt. Und du kannst den Körper töten, aber nicht die Seele. Deswegen solltest du keine Trauer empfinden, wenn du so viele Menschen tötest, ihre Seele lebt weiter.

Kapitel 2 Vers 31

Du bist ein Krieger und es ist deine Pflicht zu kämpfen. Wenn du nun deine gerechte Pflicht vor dir siehst, solltest du nicht zittern, denn es gibt für einen Krieger nichts besseres, als eine gerechte Schlacht.

Es ist deine Pflicht, dass du kämpfst. Das heißt, dass du in dieser Schlacht vor dem Töten keine Angst haben sollst. Wenn du mit vollem Herzen in der Schlacht kämpfst, gibt es für dich nichts besseres zu tun.

Es ist die Pflicht des Wassers zu kühlen, genauso ist es die Pflicht des Kriegers zu kämpfen. Wenn er nicht kämpft, erfüllt er seine Aufgabe nicht. Es ist nicht die Aufgabe des Kriegers zu beten und den Rosenkranz zu praktizieren.

Maheshji erklärt „Dharma“(= duty): Es ist die Pflicht des Soldaten zu kämpfen.

Wenn er nicht kämpft, verstößt er gegen seine Pflichten. Man kann „Dharma“  hier nicht im religiösen Zusammenhang verwenden, wo man spirituelle Übungen macht.

Feuer brennt immer, Wasser kühlt immer, das ist die primäre Natur dieser Elemente. Es ist die primäre Natur eines Soldaten zu kämpfen, deswegen solltest du auch keine Angst haben, diese Aufgabe auszuführen.

Nichts ist besser, als wenn du deine Aufgabe als Pflicht mit Herz und Seele erfüllst. Nichts ist besser für dich, dies ist wie ein Segen, der über dich kommt.

Am Ende eines Telefongesprächs sage ich „Pranam“ und Maheshji antwortet: „Kaljam“ das bedeutet: „Dies ist ein Segen für euch, dies erzeugt eine bessere Zukunft.“

Kapitel 2 Vers 32

Die besten Krieger erreichen den Himmel. Für gute Kämpfer stehen die Tore des Himmels offen.                      

An dieser Stelle wird gesagt, nach dem Tod erhältst du ein besseres Leben, nicht Mokash. Du bist dann also noch nicht aus dem Zyklus von Tod und Wiedergeburt heraus.                                                                        

Kapitel 2 Vers 38

Behandle Freude und Trauer, Sieg und Verlust oder Niederlage als gleich, und bereite dich selbst auf die Schlacht vor. Habe keine Angst, dass du sündigen wirst.

Vers 38 ist klar.