Bhagavad Gita 17

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18.03.2012

Originalstimme (1:53:00 - 2:31:45) Datei 1

Kapitel 11 Vers 22, Vers 37, Vers 38 und Vers 39

und Kapitel 18 Vers 23

Kapitel 11 Vers 38

Du bist die ursprüngliche Gottheit, der uralte Geist, du bist die transzendente Ruhestätte des Universums. Du bist der Wissende, das Objekt des Wissens und die transzendente Wohnstadt. Du bist voll unendlicher Formen. Du hast dieses Universum ausgespannt und von dir ist es durchdrungen.

Vers 39

Du bist das Element Luft, Du bist der Gott Yama, Du bist Feuer, Wasser, Du bist der Mond, der König über alle Wesen und Du bist der Großvater von allen. Ich verneige mich tausendmal immer wieder vor Dir.

Maheshji erklärt Vers 38 und Vers 39 zusammen und sagt: Sieh, überall ist Gott,  wo bin ich? Das sind Gottes Worte.

Die Seele wird falsch dargestellt und warum? Die Ursache dafür ist unser Ego, und das bringt einen durcheinander; und du willst zu Gott, ohne das Ego aufzugeben.

Mit der Gnade des Meisters habe ich angegeben, dass man zuerst das Ego aufgeben muss; Hingabe. Wenn du mit „Ich“ anfängst musst du so viele Umwege machen. Wenn du das „Ich“ nicht aufgibst, dann ist das so, als wenn jemand die Sonne sehen will und die Augen schließt. Ich mache die Augen nicht auf, aber ich will die Sonne sehen, das ist das Ego.

Wenn du dich einmal in Gottes Hand begeben hast (you surrender) dann ist das Ich beendet (I finished).

Ein Heiliger beschreibt das so: „Genauso wie ein Tropfen, der ins Wasser fällt, du bist Wasser, du bist Ozean! Warum denkst, du bist der Tropfen?“         

Es gibt da eine Geschichte, welche die Heiligen erzählen:

Eine Löwin hatte gerade ein Junges geboren, als sie von einem Jäger erlegt wurde, und der kleine Löwe lief hinter einer Schafherde her und er blökte auch so wie die Schafe. Ein anderer Löwe hatte gesehen, dass der Kleine zu seiner Familie gehört.

Ein großer Löwe sah, dass er mit den Schafen lief und auch noch so sprach wie die Schafe. Er sagte zu dem Kleinen: Komm mit mir, du gehörst zu meiner Familie. Der kleine Löwe sagte, wie kann ich das tun, das ist meine Familie. Der großer Löwe führte den Kleinen zum Wasser und zeigte ihm im Wasser sein Gesicht. Der Kleine sah den Löwen und sagte, oh. Genauso ist das, wenn du dich in Gottes Hand begibst.

Maheshji sagt: Ich nehme die Sachen anders und sehe die Aktivitäten von Mother Goddess anders und ich denke anders.

Ihr habt die Köpfe an der Halskette von Mother Kali gesehen. Durch das Bild des Kopfabschlagens versucht Divine Mother dieses Wissen mitzuteilen. Sie versucht diese Unterrichtung auf diese Weise all ihren Kindern mitzuteilen. Das bedeutet; gib dein Ego auf, dann kannst du Fortschritte machen. Der Kopf ist ein Zeichen für Ego (Ahamkara). Maheshji sagt: Sieh dir an, wie ich die Unterrichtung auf so eine Weise gestalte, dass du die Essenz begreifst. Mother Kali sagt, wenn du dein Ego aufgibst, nur dann kannst du meine Liebe bekommen. Der Kopf steht hier für das Ego.

Maheshji sagt: Die Zerstörung setzt unmittelbar ein, wenn der Klang (OM) stoppt. Den Kopf abschlagen bedeutet hier, sich einfach in Gottes Hand begeben. Zerstöre dein Ego, opfere dein Ego.                                                                    

Kapitel 11 Vers 38 wird hier erstmals auf deutsch vorgelesen:

Du bist die ursprüngliche Gottheit, der uralte Geist, du bist die transzendente Ruhestätte des Universums. Du bist der Wissende, das Objekt des Wissens und die transzendente Wohnstadt. Du bist voll unendlicher Formen. Du hast dieses Universum ausgespannt und von dir ist es durchdrungen.

Maheshji sagt, in diesem Vers wird sehr klar ausgedrückt, dass „Er“ alles ist; das gesamte Universum ist die Basis dafür. Wenn du „Ihn“ löschst, ist nichts  mehr da. Genauso ist der Körper am Ende, wenn die Seele nicht da ist; dann ist kein A, B, C da, das ist das Ende. Das bedeutet Prakriti (die materielle Schöpfung) ist nichts. Das "Ich" ist nichts; wenn du deinen Körper verläßt, bleibt nichts übrig. Das bedeutet, dass du die Basis der gesamten noch so großen Schöpfung bist, du bist die Basis der 5 Elemente.                                                                   

Vers 37 ist sehr wichtig.

Warum sollte sich nicht jeder vor „Dir“ dem Glorreichen verneigen. „Du“ bist größer als Bram. „Du“ bist das Zentrum des Universums, der Unzerstörbare, der Manifeste und der Unmanifeste, und das was jenseits von beiden liegt.

Maheshji sagt: „Nada ou Brahma“ = Klang ist der Schöpfer. Ich spreche; also komme ich vor dem Klang; das heißt Gott kommt zuerst. Gott ist also der Höchste, nicht der Klang und nicht die Schöpfung; das ist die Wahrheit, die dahinter steht. Er ist der Erste und Er ist der Letzte und Er ist auch in der Mitte, wo ich mich aufhalte.

Die Leute sagen, ich bin der und der. Aber sie suchen immer noch danach, wer sie wirklich sind. Wenn du sagst, ich bin der und der, das ist ein Irrglaube.

Wenn du wissen willst, wer du bist, dann rede mit Gott, sprich mit deinem Vater. Du bist ein sehr kleines Kind, was ist das für ein Problem?

Maheshji sagt: Redet also darüber nur mit Leuten, die das wirklich wissen wollen, die nach dieser Philosophie hungern.

Maheshji fragt: Ist das klar? Dies ist sehr wichtig.

Maheshji sagt: Krishna und Vishnu sind identisch, so wie Gopal, Hari; es gibt 1000 Namen für Lord Krishna. Einige sagen Krishna, einige sagen Govinda, andere sagen Takur.

Kapitel 11 Vers 22

Rudras, Adityas, Vasus, Sadhyas, Vishve-devas, Ashvins, Maruts, Ushmapas, Gandharvas, Yakshas, Asuras und Siddhas (alles Götter) stehen in Gruppen und sehen Dich voller Staunen an.

Das bedeutet, das gesamte Universum, alle Götter ohne Ausnahme sind fassungslos, wenn Gott Sein Virrath (Seine Gestalt) zeigt; wenn Gott Seine Form (Rupa) zeigt.

Kapitel 18 Vers 23

Eine Handlung, die ohne Anhaftung, ohne Begierde oder Ablehnung vollzogen wird, wird sattvisch genannt, und ohne dass jemand die Früchte des Handelns begehrt.

In diesem Vers möchte Gott klarstellen, was sattvisch ist. Was eine sattvische Handlung ist. Wer ohne irgend einen Wunsch handelt, ohne dass er etwas dafür will, und wenn er sich entsprechend den Anweisungen seiner Religion (in der er ist) verhält; auch wenn du dich nicht nach den Vorschriften deiner Religion richtest, und wenn du keinen Wunsch hast, irgendetwas dafür wieder zu bekommen, - - -. Angenommen du machst eine Puja (ein Opfer) weil du etwas möchtest, zum Beispiel ein Kind oder Geld oder einen Diener. Oder du möchtest, dass irgendetwas besser wird, die Liste der Wünsche ist da endlos, das ist keine sattvische Handlung.                                     

 

Zum Vers 23 wird noch einmal nachgefragt: Fallen Handlungen, die weder aus Liebe noch aus Hass ausgeführt werden, hierunter?

Maheshji sagt: Falsch! Sieh, die Handlungen, welche man entsprechend den Vorschriften der Religion ausführt, diese Vorschriften sind der Bibel, den Veden oder den Puranas zu entnehmen. Du solltest dabei aber nicht das Gefühl haben, dass du das tust.

Nächster Punkt: Dies sollte nicht mit einem Wunsch, dies sollte mit keiner Belohnung oder dass du dafür etwas erhältst, verknüpft werden. Maheshji sagt: Wer das nicht erfüllt, handelt aus Anhaftung.  

Hier haben wir wieder einen Übersetzungsfehler entdeckt. Maheshji sagt, da ist so viel falsch, deswegen machen wir das.

Das ist keine Liebe; das ist eine ist Anhaftung, das andere ist Hass. Maheshji sagt nochmal: „Gott kennt nur Liebe,“ dies ist falsch, dies ist Anhaftung. Der Kommentar des Meisters „The perennial Psychology of the Bhagavad Gita“ ist richtig.

Auch die kleine englische und Sanskrit Übersetzung, die wir benutzen, ist hier falsch. (The Bhagavad Gita, Srinivas Fine Arts (P) Ltd., Sivakasi, 2009, 831 Seiten) Maheshji sagt, die Leute werden dadurch irritiert. 

Maheshji fragt, habt ihr noch weitere Fragen, denn wir haben nur noch wenig Zeit.