Bhagavad Gita 11

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15.03.2012

Originalstimme (1:09:40 - 1:29:55) Datei 0

Kapitel 2 Fortsetzung Vers 69 und Vers 70

Es wird gefragt, wie falsch ist es doch Reliquien oder ein altes Tuch zu verehren.

Maheshji antwortet darauf: Das ist für normale Menschen, die haben nicht eine solche Sichtweise; Liebe ist wichtig. Die Anweisung aus Vers 69 ist für Yogis und für Weise, das steht auch dort.

Angela hat an den schönen Dingen, die in unserm Haus verbrannt sind, sehr gehangen, sie spürt jetzt einen Schmerz, dass das verbrannt ist.

Um den Gedanken zu verbrennen, habe ich dir die starke Waffe eines Gedanken in die Hand gegeben (weapon of thought), um den Gedanken (des Anhaftens) abzuschneiden. Dieser Gedanke wirkt wie eine Waffe, damit du das hinter dir lässt. Denn dieser Spross würde sonst sehr stark werden, und diese Agonie würde deine Konzentration und Kontemplation beeinträchtigen. Maheshji sagt: Weapon of thought, diesen Satz werdet ihr nirgendwo hören. (To cut thought, weapon of thought.) Der Gedanke wird mit der Waffe eines anderen Gedanken abgeschnitten.

Wenn du das jetzt mit spiritueller Sichtweise betrachtest, dann siehst du, wie du deine Konzentration und deine Liebe von den Objekten abziehst und auf das    Reale lenkst. Aber für normale Leute sind diese Sachen wichtig, sie haben nicht diese Sichtweise.

Sie sagt, es ist gut, dass es durch das Feuer verbrannt ist, Feuer hat etwas entgültiges.

Maheshji sagt: Das Feuer hat es gegeben, das Feuer hat es genommen. Alles was du siehst, ist aus dem Feuer entstanden, das Feuer hat also das volle Recht es zu nehmen; das ist Samkhya Philosophie. Das ist die DNA (der Schöpfung), diesen Gedanken hat Bhagavan Kapila mitgeteilt. Die DNA ist die beste Erklärung für diese Philosophie, die Wahrheit ist die Wahrheit. Die Wahrheit ist niemals zwei, die Wahrheit ist immer eins.

Vers 70

So wie viele Flüsse, die in den Ozean münden, ihn nicht aufwühlen können, so ist es ähnlich mit dem Geist einer Person, der durch die Wünsche still und unbeeinträchtigt bleibt, der unbewegt bleibt und Frieden erreicht. Derjenige, der sich nach solchen Wünschen sehnt oder nach solchen Wünschen Verlangen hat, der erreicht nicht solchen Frieden.

Maheshji sagt: Durch Kontemplation und Meditation,  Bhakti Joga, Dhyana Joga, Karma Yoga, durch diese Wege, welche die Meister angegeben haben, kann man das Hauptziel des menschlichen Lebens zu erreichen. Wenn der Schüler den Zustand von Istiprakriti erreicht, das ist Stille im Geist, dann kann kein Sinneseindruck seine Konzentration mehr stören. Der Frieden der inneren Ruhe des Schülers in Herz und Geist, der erreicht einen ungestörten Zustand des Geistes und ein ruhiges Herz, wie ein Fluss der so viele Flüsse aufgenommen hat und sich in den Ozean ergießt, da ist er ungestört. Der Spiegel des Ozeans bleibt gleich, egal wie viele Flüsse hineinfließen. Genauso ist das mit dem Yogi, wenn er den Zustand der Ruhe erreicht hat, voller Frieden, sein Geist ist stabil, den Zustand nennt man Istiprakriti. Seine Konzentration bleibt ungestört, und kein Sinnesorgan verlangt nach irgendetwas. Nichts kann ihn mehr abziehen, nichts kann seinen geistigen Frieden zerstören. Und er ist in großer stabiler innerer Ruhe.

Den Intellekt zu kontrollieren ist doch kein so hoher Zustand, aber die Gefühle zu kontrollieren ist sehr schwierig. Hier sind Intellekt und Gefühle unter Kontrolle des Yogi. Er hat absolute Kontrolle, wenn er den Zustand von Istiprakriti erreicht hat. Maheshji zitiert die entsprechende Stelle aus der Bibel:

 „Sei still und erkenne dich selbst.“ „Be still and know thyself.”

Wenn du diese Stille erreicht hast, dann kann dich keine Verlockung mehr stören. Dann kann dich kein Gedanke mehr davon weg bringen. Die Konzentration kann dann nicht mehr von dieser Stille abgezogen werden. Der Geist ist dann König, er kann dann nicht mehr entthront werden. Du hast dann Istiprakriti erreicht, das ist ein hoher spiritueller Zustand des Geistes.