21.10.2009 Kanpur
Originalstimme (1:07:30 - 1:30:45) Datei 1
Maheshji erzählt uns:
Es gibt in Badrinath eine Statue von Lord Shiva. Oben auf
der Statue war eine große Glocke. Ein Dieb war auf die Statue geklettert, um
die Glocke zu stehlen und zu verkaufen. Er hatte die Glocke weggenommen und
stand auf der Statue von Lord Shiva. Lord Shiva war in so einer göttlichen
Stimmung, dass er dachte, der opfert sich selbst. Er opfert nicht Blumen oder
sonst irgendwas, er opfert sich selbst. Er sagte zu ihm: „Was möchtest du?“
Er fragte den Dieb, was kann ich für dich tun, dabei wollte der Dieb nur die
Glocke klauen. Maheshji sagt: Das ist eine wahre Geschichte.
Mahesh erklärt, wenn Gott kommt, dann kannst du keinen
Wunsch mehr äußern, dann bist du in Trance. Wenn man dann in das vergangenen
Leben dieses Menschen geht, kann man sehen, dass er schon sehr viele spirituelle
Übungen gemacht hat.
Maheshji sagt: In diesem Land gibt es so viele Ereignisse
dieser Art. Wenn du eine Statue in dein Haus bringst und sie wirklich
respektierst, das kann ein Bild oder eine Statue sein, es kann auch in heiliges
Buch sein, dein Gefühl handelt hier. Der Sanskritname dafür ist:
Praan
Pratiasthaa = Lebensenergie in Statuen.
Dazu ist eine komplette Zeremonie erforderlich mit dem
entsprechenden Ritual, und dein Gefühl ist dazu erforderlich. Das ist Realität,
und das ist sooft belegt worden, ohne das Ritual ist das nicht möglich.
Bhaawa Pratiasthaa
nennt man eine Zeremonie, die sich im privaten Haus ohne dieses Ritual an Gott
wendet.
Das heißt, du musst der Statue, dem Photo oder dem
heiligen Buch Respekt erweisen, dann handelt es. Je mehr Respekt und je mehr Gefühl
du zu Gott entwickelst, desto mehr dieser Qualitäten wird aufgestapelt und umso
wirksamer wird es.
In einer Beziehung ist es genauso, wenn der eine den
anderen liebt, liebt der andere den einen auch, und ihre Liebe nimmt immer
weiter zu. Das gilt natürlich nur, wenn wirkliche Liebe da ist.
Eine Frau erzählt eine Geschichte:
Sie hat einmal ein Köpfchen aus Stein aus einem Museum
mitgenommen, weil es ihr so sehr gefiel. Draußen war sie erschrocken, dass sie
das Köpfchen gestohlen hatte, und sie hat es wieder an den Ort zurückgebracht,
ohne dass irgendjemand etwas bemerkt hat.
Maheshji fragt: War der Kopf aus einem natürlichen Stein?
Sie sagt: Ja.
Maheshji fährt fort und sagt:
Folgendes kann sein: Im Museum sehen sich so viele Leute so
ein Teil an. Dieses Gefühl, diese Zuneigung von all diesen Leuen hat sich in
diesem Köpfchen angesammelt. Es kann sein, dass sich dadurch das wirkliche Gefühl
eines Kindes in dem Köpfchen angesammelt hat. Das ist der Beweis für das, was
ich gerade erklärt habe.
So wie im Grab von Vater, Mutter, Bruder, du gehst jedes
Jahr einmal dorthin und schmückst das Grab mit Blumen. Auf diese Weise wird
auch Liebe ausgetauscht. Wenn diese Seele noch nicht wiedergeboren ist, geht die
Liebe zu ihr. Die Seele freut sich darüber, sie ist zufrieden, und sie segnet
dich.
Wir erzählen eine Geschichte aus unserer Studentenzeit:
Auf dem alten Freiburger Friedhof ist ein sehr, sehr altes
Kindergrab. Die Menschen schmücken dieses Grab täglich mit frischen Blumen.
Das war schon zu unserer Studentenzeit so und ist heute, nach 50 Jahren, immer
noch so.
Maheshji sagt: Diese Liebe über diese vielen Jahre ist
dort.
Wir sagen: Dieser Ort war der einzige Ort auf dem Friedhof,
der lebendig war.
Maheshji sagt: Die Liebe von ganz vielen Verehrern ist dort
angesammelt.
Eine weitere wahre Geschichte.
Ein Tempel von Lord Shiva: Da war ein Krieger, zurzeit von
Ravan (vor 16.000 Jahren). Er pflegte zu einer großen Statue von Lord Shiva zu
beten. Maheshji sagt: in dem gleichen Dorf, wo mein Vater geboren wurde.
Zu der Zeit der Moslem-Könige hat ein König angeordnet,
dass alle Tempelfiguren zerstört werden sollten. Als die Moslemarmee also
heranrückte, um die Statue zu zerstören, es war eine sehr große Statue, da
kamen Schlangen und schwarze Flugkäfer in enormer Menge und machten die Zerstörung
unmöglich.
Dieses Insekt, der schwarze Käfer, bricht Holz auf und
liebt den Duft der Lotosblume über alles. Es setzt sich abends in die Lotosblüte,
und die Blüte schließt sich zur Nacht mit ihm. Wenn dann ein Elefant an dem
Wasser-Tank vorbeikommt, holt er sich mit seinem Rüssel die ganzen Lotosse mit
den Käfern darin und verspeist sie, noch bevor sich der Lotos bei Sonnenaufgang
wieder öffnen kann. Denn diese Käfer sind für den Elefanten ein Leckerbissen.
Der Käfer verliert sein Leben wegen dem Lotosduft.
Gegen diese Millionen Schlangen und Insekten konnte niemand
kämpfen; die Armee rannte davon und betete. Den Tempel und das Dorf, wo das
geschehen ist, gibt es heute noch. Das ist eine wahre Geschichte.
Ich erzähle von einem kleinen Tempel im Himalaja, in
Tarkeshwar, den wir besucht haben. Der Tempel an diesem heiligen Ort sollte
vergrößert werden. Als die Bauarbeiten begannen, erschienen um den Tempel
herum enorm viele schwarze Schlangen, und die Arbeiten mussten eingestellt
werden. Der Tempel ist heute immer noch so klein, wie er immer war.
Maheshji sagt: In dem Tempel läuten nachts Glocken.
Ich bestätige das, wir haben das gehört.
Maheshji sagt: Baba pflegte zu sagen, das ist ein sehr
energiegeladener Platz.
