14.03.2011 Kanpur
Originalstimme (2:00 - 1:02:42) Datei 0
Maheshji sagt, bisher haben wir nur 8 Teile besprochen. Ich
habe euch alle Informationen über die göttliche Physik und Chemie gegeben, wie
diese Schöpfung zu Stande gekommen ist. Ich habe den feinstofflichen Teil von
Prakriti erläutert, den Teil, den man mit keinem Instrument sehen kann. Bis zu
dieser Ebene ist Purusha nicht sichtbar, von da an erscheint Purusha.
Niemand kann Purusha sehen.
Gott selbst kann Purusha
sehen, aber Er ist alleine. Er ist allein und sein Sohn ist allein. Maheshji
fragt: Ist das klar?
Maheshji erläutert, der
Sohn ist Mahaatatwa, ich bin Ahamkara. Das ist der Schlüssel, der Klickpunkt,
der Schlüssel dieser Erklärung.
Ich gebe euch ein einfaches Beispiel:
Wenn die Samenzelle und das Ei zusammentreffen – die
Eizelle ist Mahaatatwa und die Samenzelle kommt von Gott - in dem Stadium der
Zeugung kann man das Kind noch nicht sehen. Ich illustriere das sehr einfach, so
dass keine Verwirrung aufkommen kann. Die Samkhya-Philosophie ist bis hierhin
keine sehr komplizierte Philosophie. Mahaatatwa ist Prakriti, hier die Eizelle,
und das Licht von Gott steht für die Samenzelle.
Ist das klar? Hat jemand einen Zweifel daran?
Maheshji sagt: Dieser
Startpunkt ist der wichtigste Punkt, den müssen wir verstehen. Mahaatatwa ist
das Ovar und das göttliche Licht ist die Samenzelle.
Aus der Eizelle und aus der Samenzelle entsteht die 1.
Struktur, Ahamkara (das Ego, „Ich“). Das ist die 1. Manifestation aus diesem
Paar, das ist der 1. Klang (sound). Die Eizelle ist da, dann wird das Ei durch
den Klang größer. Das bedeutet, Klang ist da. Versuch das zu verstehen. Es würde
nicht wachsen, wenn kein Klang da wäre. Das ist wichtig. Ich erkläre einen
Punkt nach dem anderen. Mein Meister verlangt, dass ich das erkläre. Durch
diese Erläuterung kommt keine Unklarheit auf, ihr begreift das sofort.
Auf unseren Wunsch wiederholt Maheshji noch einmal: Ich
habe Mahaatatwa beschrieben. Suddha-Prakriti, das ist reine Natur, da ist keine
Bewegung, keine Manifestation. Suddha-Prakriti steht für das Ovar. Das Ovar und
der Partner = Gott, sind in dieser Phase voneinander entfernt. Der Partner ist
hier Gott (Paramatman, Brahman) und das Ovar ist hier Suddha-Prakriti. Wenn
Suddha-Prakriti so weit ist, dass es empfangen kann, dann erst produziert es die
Eizelle. Dann geht die Eizelle durch den Eileiter und die Befruchtung erfolgt im
Uterus. Die Samenzelle steht dann für das Licht von Gott; beide treffen sich,
und es entsteht eine neue Persönlichkeit. Und dann taucht zum 1. Mal das
„Ich“ (Ahamkara) auf. An dieser Stelle taucht das Ego zum 1. Mal in
der Schöpfung auf.
Klang ist da. Klang dehnt sich sofort aus. Du kannst Klang
nicht einfangen,
du kannst Energie einfangen.
Es wird gefragt: Warum?
Maheshji antwortet: Energie ist ein Nebenprodukt von
Prakriti. Prakriti muss Energie bereitstellen. Ich erkläre das: Prakriti ist
der Meister, die Energie ist ihr Diener. Du bist der Meister, du hast deinen
Diener gerufen und es ist seine Pflicht, Energie bereitzustellen. Der Meister
ist der Klang, und die Energie ist ihr Diener, und der Meister gibt den Befehl:
„Forme einen Raum.“ Die Energie erhält über die DNA den Befehl, was sie zu
tun hat.
Es kommt die Frage: Warum dehnt sich Klang kontinuierlich
aus?
Maheshji sagt: Klang ist kein grobstoffliches Element,
Klang ist feinstofflich. Klang ist unsterblich, auch das Alphabet ist
unsterblich. Was ich sage, wird ewig bleiben, es ist unsterblich.
Nur die indische Philosophie sagt, dass man wenig reden
soll. Denn jeder Klang erzeugt eine gewisse Schöpfung, das wurde in dem Buch
mit den Eiskristallen von Masaru Emoto nachgewiesen. Der Klang hat die Kristalle
nicht erzeugt, die Energie hat sie erzeugt; versuche das zu verstehen. Du kannst
dir das so vorstellen: du hast das Essen nicht gebracht, sondern dein Diener hat
es gebracht. Die Schöpfung dehnt sich sofort aus, entsprechend dem Bedarf.
Maheshji fragt noch einmal: Ist allen klar, was Mahaatatwa
und was Prakriti ist? Und das 1. Kind der beiden (das Licht Gottes und
Mahaatatwa), die 1. Schöpfung ist Klang. Kein Arzt auf diesem Planeten weiß
das. Das Geheimnis, warum die Zellen sich teilen, ist Klang, das ist in keinem
medizinischen Buch beschrieben.
Noch ein weiterer Punkt:
Die Medizin hat festgestellt, dass der Fötus im Uterus
unter enormem atmosphärischen Druck steht. Das ist in der medizinischen
Wissenschaft bereits experimentell bestätigt, man kann die Werte nachlesen.
Keiner kann sich vorstellen, dass da so ein Druck herrscht, aber es ist die
Wahrheit.
Maheshji sagt: Ihr könnt fragen, warum? Wir fragen warum?
Es ist schon eine Frage gestellt worden, welche die Grenze
dieser Schöpfung betrifft. Dem Föten wird nur so viel Platz zur Verfügung
gestellt, wie er braucht.
Das bedeutet, die Kraft, die sich ausdehnt und die Kraft.
die dem entgegensteht, wird
kontrolliert, das ist Kontrolle.
Maheshji fragt: Jeder Planet hat sein eigenes magnetisches
Feld. Warum?
Er wird über das magnetische Feld kontrolliert; dadurch
wird auch die Schwerkraft kontrolliert. Wenn keine Schwerkraft da wäre, wie könnten
sich dann Eizelle und Samenzelle finden?
Wir reden hier über die Samkhya-Philosophie, und ihr
stellt Fragen zur göttlichen Physik. Egal, wenn dadurch etwas klar wird, ist es
gut. Ihr könnt meinem Meister jede Frage stellen, die Physik oder Chemie
betreffen oder was immer es auch ist; ihr erhaltet Antwort. Wenn da keine
Schwerkraft ist, würden sich alle Teilchen von dem Planeten entfernen. Klang
und Energie steuern die Kontrolle. (Klang und Energie kontrollieren die gesamte
Schöpfung.)
Es kommen weitere Fragen.
Maheshji sagt: Bitte versucht zuerst diese Philosophie zu
verstehen, diese Fragen nach der Physik und Chemie sollen erst danach gestellt
werden. Sieh, ich bin immer noch an der gleichen Stelle, ich habe noch nicht den
nächsten Schritt (der Schöpfung) erklärt. Man kann all das nicht in einer
Stunde erklären. Wenn du jemand anderem zu diesem Thema zuhörst, verstehst du
gar nichts.
Schreibt die Fragen, die kommen, auf, und stellt sie, wenn
ich all das erklärt habe, andernfalls wirst du verwirrt. Ich versuche das so zu
erklären, dass ihr das versteht und euren Schülern weitergeben könnt. Wenn
Unklarheiten da sind, könnt ihr nachher fragen.
Auf diese Weise handeln
Mahaatatwa, der Raum und die Energie als reine Natur.
Der nächste
Schritt (der Schöpfung) ist Sparsha,
das ist Berührung (das feinstoffliche Element Berührung). Das bedeutet, das
befruchtete Ei erscheint auf der Bildfläche, das (befruchtete) Ei wird
grobstofflich sichtbar.
Wenn
nichts da wäre, wie wäre eine Berührung
überhaupt möglich? Das ist ein Zeichen dafür, dass Berührung
der Schöpfer dieser Substanz ist. Wenn da nichts ist, passiert nichts. Wenn da
nichts ist, kannst du nichts berühren, es muss erst etwas Grobstoffliches da
sein. Berührung ist der Schöpfer dieses Dinges;
wenn da
nichts ist, geschieht auch nichts.
Maheshji
sagt: Es muss zuerst etwas Grobstoffliches da sein. Chaitanya = Bewusstsein, mit
dem Bewusstsein ist es genauso. Für dieses Bewusstsein ist etwas
Grobstoffliches erforderlich, die DNA kommt von Mahaatatwa, von Gott. Die
Verbindung ist da.
Das ist
die 2. Schöpfung, die durch Berührung entsteht. Es kann nur etwas berührt
werden, was grobstofflich ist. Wenn etwas durch Berührung entsteht, muss eine Form (Rupa) entstehen; dazu ist Feuer (Agni), Temperatur erforderlich.
Maheshji
sagt: An diesem Punkt möchte ich etwas sehr Wichtiges mitteilen.
Wenn
ein Kind aus dem Körper der Mutter geboren wird, benötigt es eine
Umgebungstemperatur von 37° C. In Indien legt man die Neugeborenen zur Zeit in
klimatisierte Räume; das Kind leidet.
1.
Es ist die gleiche Wärme erforderlich wie im Uterus.
2.
Die Frau sollte heißes Wasser mit Ajowan trinken.
3.
Der Babyraum sollte auch in der heißen Jahreszeit geheizt sein. Kälte
ist falsch, die Neugeborenen brauchen Wärme. Die Neugeborenen bekommen sonst so
viele Krankheiten.
Nach
der Form (Rupa) entsteht der Geschmack (Rasha). Wenn der Geschmacksinn aktiviert ist, entwickelst du eine Gier. Bis
dahin ist kein Verlangen aufgetreten, durch den Geschmackssinn wirst du
gefangen.
Zuerst
entsteht das Verlangen nach der Muttermilch; das ist die 1. Gier, die entsteht.
Vorher war nichts da, was eine Gier erzeugt.
Das heißt,
dadurch bist du gefangen genommen, deine Seele (Jiva) ist gefangen. Jiva ist
Purusha (die Seele gehört zu Gott). Die Seele ist von dem Netz von Prakriti
eingefangen worden. Zu diesem Zweck ist der Geschmackssinn entwickelt worden.
Durch den Geschmack hast du auch Wünsche, und es gibt unzählige
Geschmacksrichtungen. Und diese Wünsche werden extrem stark, das ist das 1. Gefängnis
der Natur.
Sieh
dir nur an, wie sehr das Kind nach der Muttermilch verlangt. Das betrifft jedes
Kind, bei Menschen wie bei den Tieren. Wie die jungen Schwalben ihre Schnäbel
aufreißen, wenn sie gefüttert werden. Das ist das erste Gefängnis der Natur.
Swamiji hat gesagt, wenn du so etwas siehst: „Sieh hin!“
Maheshji
gibt uns ein Beispiel aus der Bibel: Du wirst alles begreifen, wenn du Christus
folgst, der gesagt hat: „Wer Ohren hat zu hören, der höre. Wer Augen hat zu
sehen, der sehe.“
Nach
dem Geschmack kommt der Duft (Gandha).
(Auch hier werden zahllose Wünsche festgemacht.)
Dann
kommt Feuer (Agni)
und das Verlangen nach Dingen wird dadurch immer weiter verstärkt.
Dann
kommen die 5 Karmendriyas,
das sind die Handlungsorgane.
Maheshji
sagt, ich möchte etwas hören. Weil man etwas hören möchte, hat die Natur
sofort Ohren. Und die Natur erzeugt daraufhin unmittelbar die 5 Sinnesorgane.
Dann
kommt die Haut, Berührung; du möchtest etwas fühlen.
Dann
kommen die Augen für die Form, die Augen stehen für Feuer. Aus unseren Augen
kommt Licht, das können die Moskitos sehen, deswegen fliegen sie in die Augen.
Dann
kommt Geschmack. Um etwas zu schmecken brauchst du die Zunge, so wie du die
Ohren zum Hören brauchst.
Dann
brauchst du einen Platz, wo du leben kannst, die Erde. Auf der Erde wachsen ganz
unterschiedliche Sachen, das alles fällt unter Erde: Früchte, Bäume, das
Land, denn der Geschmack (Rasha) ist das 1. und er ist äußerst wichtig. Unser
Planet Erde und unser Körper bestehen zu 90 % aus Wasser. Überall, wo du
hinsiehst ist Wasser, denn die Schöpfung braucht als erstes Wasser.
Der Diener ist Prakriti,
der Meister ist Purusha.
Nimm
einmal an, du bist in einem sehr feinen teuren Hotel, dort erhältst du alles,
was du brauchst. Hier auf der Erde weiß die Natur, was du brauchst, damit du
nicht auf die Idee kommst, das Hotel zu wechseln; du sollst nicht auf die Idee
kommen, das Hotel zu verlassen. Das Hotelmanagement ist Maya, Illusion (Prakriti
und Maya ist das Gleiche). Hier erwarten dich sehr schöne Sachen, wunderbare
Geschmäcker, schöne Dinge, an denen du dich nicht satt sehen kannst. Wie viele
Frauen haben die Könige, was ist das? Berührung.
Die 1.
Berührung (Schöpfung) ist Mahaatatwa und Mahaatatwa nimmt eine Form an. (Also
das erste ist der Klang,
und das nächste ist die Berührung (Sparsha).) Und der Wunsch nach Berührung ist so tief, er hört
nie auf; dieser Wunsch ist nie befriedigt. Dieser Wunsch verlässt dich nie.
Das nächste
ist Rupa,
die Form, die Schönheit; in diesem Punkt kann man niemanden zufriedenstellen.
Du möchtest einen schönen Ausblick, schöne Frauen, schöne Gemälde. Du möchtest
ein schönes Haus und nach einiger Zeit gefällt es dir nicht mehr. Denn du
erreichst nicht die Schönheit aus dem Haus deines Vaters (gemeint ist das Haus
Gottes), denn das ist der Ursprung, wo du herkommst.
Maheshji
sagt: Ich möchte das ganz klar machen, so dass ihr die Basis, den Rahmen, das
Fundament richtig versteht. Dann erst bist du in der Lage zu verstehen, dass
alle diese Gier, all dieses Verlangen nach etwas falsch ist, (das es dich in die
falsche Richtung lockt).
Das ist
wie eine Frau, die shoppen geht, aber ihre Ansprüche sind sehr hoch.
Maheshji
sagt: Auch wenn euer Geschmack sehr hoch ist:
„Bitte ich euch,
verlasst euren Partner nie.“
Denn
was immer die Natur auch an Schönheit geschaffen hat, eine wunderbare Frau, was
immer die Natur auch an wunderbaren Dingen geschaffen hat, das ist alles nichts.
Dann erst wird man so in die Lage versetzt, die Ausrichtung deine Wünsche und
deine Konzentration von den weltlichen Dingen wegzudrehen.
Versuche
diese Erinnerung immer in dir wach zu halten. Dies ist nichts, das ist nichts,
dieses nichts, - - -. Deswegen wird Vairagia, Entsagung gelehrt. Das ist das
Gegenteil von Zuneigung. (Rag = Anhaftung, Vairagia = Ablösung.)
Zu
diesem Zweck hat der Körper die Indriyas
(die Sinnesorgane) entsprechend dem Bedürfnis entwickelt. Auf diese Weise
manifestiert sich die Natur; es gibt 5 Elemente und 5 Indriyas.
Dafür
gibt es die 5 Karmendriyas (Handlungsorgane),
ohne diese 5 Diener geht nichts. Zuerst kommen die 5 Sinnesorgane (Indriyas) und
dann 5 Handlungsorgane (Karmendriyas).
All
diese Begriffe aus unserer Übersicht von Nr.2 – Nr.23 bilden gemeinsam die
Kraft MAN. Für die Kraft MAN gibt es im englischen und deutschen keinen
Begriff; dazu ist ein erläuternder Text in der Website: “Über
Konzentration.“
Die Kraft MAN
ist aus Mahaatatwa entstanden. MAN deckt alles ab, was wir bisher besprochen
haben. Die Kraft MAN nimmt in deiner Persönlichkeit eine solche Stellung ein,
dass du gar nichts bist. Dass du denkst: „Du bist MAN.“ MAN ist nicht Geist,
MAN ist etwas anderes. Chitta und MAN sind verschiedene Namen aus
unterschiedlichen Philosophien für das gleiche. Das sind unterschiedliche
Bezeichnungen für die gleiche Persönlichkeit.
Maheshji
sagt: Ich gebe euch eine weitere sehr wichtige Information über eine sehr
verbreitete Dummheit: In Indien sagt jeder, mein MAN sagt mir das. Die Leute
wissen, dass sie nicht MAN sind, warum sagen sie das dann?
Es wird
gesagt: Sie verwechseln „me“ und „MAN“.
Maheshji
sagt: Ja. In Indien sagen die Leute, mein MAN sagt mir, ich soll das und das
tun. Oder, mein MAN sagt, ich soll dieses Mädchen heiraten.
Maheshji
sagt: Deine Meisterschaft schmilzt in MAN. Das ist so als wenn du sagst: Mein
Diener hat gesagt, geh dahin oder dorthin oder trink. Hier sagt der Meister (du
selbst), er soll auf den Diener (MAN) hören, sieh dir das nur einmal an. Und
wenn Vairagia, die Entsagung kommt, dann wird der Diener schwach, dann hat er
keinen Einfluss mehr. Und wenn dir das Hotelmanagement dann ein traumhaftes
Angebot macht, dann wirst du alles ablehnen, nichts kann dich mehr einfangen.
Es gibt
so viele Heilige, die seit mehreren 100.000 Jahren keine Nahrung zu sich nehmen.
Swamiji hat diesen Ort im Himalaja angegeben, dort machen sie ihre
Enthaltsamkeitsübungen, Sadhana.
Maheshji
sagt: Stellt jetzt eure Fragen zur Chemie und Physik, ich habe versucht, das
sehr konzentriert darzustellen.
