Neue Nadi Shodanam Pranayama-Übung

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Die neue Pranayama Übung

  Nadi Shodanam Pranayama-Übung

- Zusammenfassung -

Voraussetzungen:

-        Ein guter Duft im Raum verstärkt den Effekt der Atmung: Sandelholz, Blumenduft. 

      Es sollte kein schlechter Geruch im Raum sein (z. B. nach Wein oder Fleisch).

-        Beide Nasenlöcher sind geöffnet. Ansonsten: joggen gehen* (wenn beide Nasenlöcher geschlossen sind) oder, wenn nur eine Seite verschlossen ist, die rechte Faust unter die linke Achsel legen, um das gegenüberliegende rechte Nasenloch zu öffnen (andersherum ebenso). (*S. aber auch Text: Shushumna aktivieren)

-        Reinigung der Nase von Schleim. 

-        Die Übung soll nur bei perfekt leerem Magen gemacht werden.

Haltung:

-        Freundschaftshaltung (Maitryasana). Kopf, Nacken und Rücken sind in einer geraden Linie aufgerichtet.

-        Beide Hände auf den Oberschenkeln in der Akasha Mudra.

-        Wenn die rechte Hand zur Nase geführt wird, dann in der Vishnu Mudra (Zeige- und Mittelfinger nach innen eingerollt, Daumen und Ringfinger verschließen das rechte bzw. das linke Nasenloch). 

Wirkung:

-        Dies ist ein Reinigungssystem für alle Nerven, auch für dein Gehirn. Dies ist der höchste Reinigungsprozess. (Nadi = Nerv, Shodanam = Reinigung).

-        Teil 1 hat einigen Nutzen, Teil 2 bringt etwas mehr, Teil 3 bringt noch mehr und hat einen immensen Nutzen.

-        Die Ausatmung reinigt das System.

Gegenanzeigen:

-        Achtung: Teil 3 dürfen Herzpatienten und Patienten mit Lungenerkrankungen nicht machen! Den ersten und zweiten Teil können diese Patienten machen, den dritten Teil höchstens ein bisschen: 2-3 Sekunden lang (Schritte a. und c.).

-        Achtung: Personen mit Bluthochdruck und nach einem Schlaganfall dürfen diese Atemübung nicht machen!

-        Nicht bei Schwangerschaft oder während der Regel.

Wichtig:

-        Alle Schritte werden in der Zwerchfellatmung durchgeführt.

-        Achte darauf, dass du keine Pause zwischen der Einatmung und der Ausatmung machst.

-        Starte immer mit Teil 1, dann Teil 2 und 3.

-        Anfänger machen in den ersten Tagen jeweils einen Zyklus pro Teil.

-        Die Anzahl der Zyklen kann langsam gesteigert werden. Z. B. Teile 1-3 jeweils zweimal.

      Man erhält viel Kraft durch die Übung, wenn Teil 3 verstärkt wird:

      Teil 1 einmal, Teil 2 einmal, Teil 3 dreimal.

-        Für Teil 1 und 2 gilt: Wenn du in der Übung ganz sicher bist, kannst du auch das Mantra

      „So-Ham“ machen, ohne die Sprachorgane zu benutzen. Du denkst „SOOOOO“ bei der       Einatmung und „HAM“ bei der Ausatmung. Mit Mantra fühlst du dich viel besser, du bekommst bessere Ergebnisse.

 

Teil 1

Zuerst atme durch beide Nasenlöcher vollständig aus.

a.   - Links einatmen (EA): langsam und geräuschlos mit dem Gefühl, dass dein Rumpf ein leerer

        Zylinder ist, den du vollständig mit Luft füllst.

      - Links ausatmen (AA): ein kleines bisschen schneller und kräftiger als die EA, aber  

        insgesamt langsamer als eine normale AA. (Spürt man auf dem Handrücken).

        Konzentration bei der AA auf den Geruchsnerven.

      => Auf diese Weise wird insgesamt 3x EA und AA.

b.   3 x  normal, langsam + sanft durch beide Nasenlöcher EA und AA (keine Wahrnehmung auf dem       Handrücken). Konzentration auf dem Ajna Chakra: Atme ein + aus vom Ajna Chakra.

      Beide Hände in der Akasha Mudra.

c.   3 x wiederholen: langsam rechts EA, rechts AA etwas kräftiger als EA (siehe a.)

d.   3 x  normal durch beide Nasenlöcher EA und AA, Konzentration auf dem Ajna Chakra.

      Beide Hände in der Akasha Mudra.

 

Teil 2

Start: AA durch beide Nasenlöcher

a.   3 x  wiederholen: links etwas kräftiger EA, links ebenso etwas kräftiger AA.

      (Die EA + AA sind ebenso schnell und kräftig wie die AA in Teil 1 a + c; beide sind mit Geräusch.       EA mit dem Gefühl, dass du deinen Container füllst.)

b.   3 x  normal durch beide Nasenlöcher EA und AA, Konzentration auf dem Ajna Chakra.

      Beide Hände in der Akasha Mudra.

c.   3 x wiederholen: rechts etwas kräftiger EA, rechts etwas kräftiger AA. (siehe a.)

d.   3 x  normal durch beide Nasenlöcher EA und AA, Konzentration auf dem Ajna Chakra.

      Beide Hände in der Akasha Mudra.

 

Teil 3 Nicht bei Bluthochdruck und Schlaganfall

Start: AA durch beide Nasenlöcher

a.   Schnelle EA und AA durch das linke Nasenloch (ca. 5 Sekunden lang, Herz- und

      Lungenpatienten höchstens 2-3 Sekunden!*), eine ruhige EA + AA,  

      dann wieder schnell EA + AA, ruhig EA + AA,

      dann ein 3. Mal schnell EA + AA, ruhig EA + AA.

b.   3 x  normal durch beide Nasenlöcher EA und AA, Konzentration auf dem Ajna Chakra.

      Beide Hände in der Akasha Mudra.

c.   Dann rechts, wie in Schritt a. Danach AA durch beide Nasenlöcher.

d.   3 x  normal durch beide Nasenlöcher EA und AA, Konzentration auf dem Ajna Chakra.

      Beide Hände in der Akasha Mudra.

* Beginne mit 5 Sekunden und steigere diesen Teil langsam auf 10 Sekunden, nach längerer Übung auch auf eine halbe Minute oder eine Minute, entsprechend der Kapazität.

Der Teil 4 dieser Pranayamaübung folgt beim nächsten Indienaufenthalt.