Der innere Dialog

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29.05.2011

Originalstimme (25:28 - 39:57)

Maheshji sagt:

Sieh, jeder macht das, aber er ist sich dessen nicht bewusst. Wenn man alleine ist, dann tauchen Gedanken im Geist auf, denn der Geist ist niemals untätig. Ständig kommen und gehen Gedanken. Es kommen ständig neue Gedanken, manchmal bist du in der Vergangenheit, manchmal bist du in der Zukunft, manchmal in der Gegenwart. Ständig laufen Gedanken im Geist ab. Du musst mit dir reden. Nimm einmal an, du bist im Moment traurig. Das heißt, du hast im Moment einen traurigen Gedanken. Ich bekomme dies oder jenes nicht, ich bin körperlich nicht auf der Höhe, ich habe zuhause so viele Probleme.

Angenommen, du hast ein Problem mit deinem Mann. Er hat sehr hart zu dir gesprochen.

Du kannst dann fühlen, wie sehr er dein Ego durcheinandergebracht hat. Warum hat er so hart mit mir geredet. Ich werde das nicht tolerieren. Warum sollte ich das tun? Normal redet er sehr freundlich mit mir. Er liebt mich.

Wenn er heute sehr hart mit mir geredet hat, dann bedeutet das, dass ihn ein falscher Gedanke beeinflusst hat. Irgend etwas Persönliches muss hinter dieser Reaktion stecken, und damit werde ich konfrontiert. Wenn er wieder normal geworden ist, werde ich ihm noch mehr Liebe zuwenden, um seine abnorme geistige Situation auszugleichen.

Wenn du einen kühlen Kopf behältst, und im Geist denkst, dass so ein Verhalten zu einem besseren Ergebnis führen wird. Wenn er zurückkommt, wird er auf bessere Weise mit mir reden. Du hast all dies nur gedacht, du hast es nicht ausgesprochen. Denn all diese Gedanken erreichen seinen Geist. Dieser Prozess läuft unbewusst ab.

Maheshji sagt: Sieh, ihr habt mir schon viele Probleme geschildert und ich sage dann, ich werde für euch beten. Und es waren immer gute Ergebnisse, auch in schwieriger Situation. Ich bin hier in Kanpur, der Gedanke neutralisiert das Problem, durch die Wirkung des Meisters und durch die Wirkung von Mother Goddes. Niemand redet.

Sieh, eine Frau wollte sich scheiden lassen, aber alles hat sich normalisiert. Dies Ergebnis wurde durch Beratung erzielt. Das Temperament und die Einstellung ihres Mannes haben sich geändert. Das ist das, worüber wir reden. Wie man mit dem Gedanken umgeht, das ist der Punkt.

Du fragst dich selbst, und du antwortest in deinem Geist selbst auf deine Frage.

Denn dein inneres Bewusstsein tritt in diesem Dialog mehr hervor. Dies ist ein viel höheres Bewusstsein, es ist viel reiner, es ist viel näher am höchsten Bewusstsein.

Wenn du mit diesem inneren Dialog fortfährst, wirst du das sehen, dass du einen sehr engen Freund hast, der verborgen ist und du weißt es nicht. Den du ignoriert hast.

Wenn du irgendetwas mit Ärger machst, dann taucht in der Tiefe deines Bewusstseins ein ganz leiser Gedanke auf: „Tu das nicht!“ Aber du tust es. Durch deinen Ärger, durch dein Ego, durch dein Unwissen übergehst du diesen Gedanken. Aber dieses höhere Bewusstsein warnt dich: das ist das Ego, tu das nicht. Das läuft sehr leise ab, ganz im Stillen.

Wenn du also im Begriff bist zu handeln, dann versuche an die Tür deines inneren, höheren Bewusstseins, an die Tür deines eigenen reinen Bewusstseins zu klopfen. Dieses innere Bewusstsein ist dein bester Freund und dein bester Berater. Es ist dein bester Kompagnon.

Die Wahrheit ist, du musst dich diesem Freund sehr eng anschließen.

  1. Dabei hilft Atembeobachtung.
  2. Konzentration
  3. und Meditation, diese 3 Sachen.

Es gibt noch 2 weitere Stufen, Ishvara Pranidhana = sich in Gottes Hand begeben und spirituelle Bücher lesen.

Dadurch kommt dir der innere Begleiter viel näher, du wachst vielmehr auf und du kannst ganz leicht reden und viel besser mit solchen Konflikten umgehen. Dies ist dein bester Meister.

Maheshji sagt: Als ich in der 10. Klasse war, als Kind, habe ich das Bewusstsein zu meinem Meister gemacht. Ich habe damals in meinem Tagebuch notiert, ich lasse mich von meinem inneren Meister beraten und bringe das zur Perfektion. Das gleiche hat mein Meister (Swami Rama) gesagt:

„Sieh hin, was außen ist, dann findest du alle Antworten.“ (Er sagte nur: „Look!“ = Sieh hin!)

Wenn du die Unterstützung dieses inneren Begleiters, dieses inneren Beraters, dieses inneren Freundes, dieses inneren Gesellschafters möchtest, dann musst du diesem folgen. Und versuche nach und nach mit ihm zu reden.

Du musst 2 Persönlichkeiten voneinander abtrennen: die eine sagt: tu dies, die andere berät dich und sagt nein. Du solltest das so machen. Das andere ist nicht korrekt, das ist nicht gut.

Im Anfang erscheint dir das schwierig, aber wenn du das übst, ist es das Einfachste überhaupt.

Du hast dann deinen Meister ständig in dir, in dir, in dir. Das ist die Wahrheit.

Habt Ihr eine Frage dazu?