Bhagavad Gita 7

Home
Nach oben

13.03.2012

Originalstimme (1:05:15 - 1:52:09) Datei 0

Die Gita Kapitel 2 Vers 61 - 63 werden erklärt.

Nachtrag zum Kapitel 2 Vers 53 Maheshji sagt, es gibt den Satz: „Der Weg der Wahrheit ist sehr schmal.“

Aber die Wahrheit wurde durch große Meister, Yogis, Heilige erklärt, das bedeutet, dass die Wahrheit den Schülern und denen, die sie wissen wollen, auf ganz unterschiedliche Weise deutlich gemacht wird.

Wir sagen zu Maheshji, dass wir den Originaltext der Bhagavad Gita nicht so verstehen konnten.

Maheshji sagt: Ich erkläre das entsprechend eurem Wissensstand.

Gita Kapitel 2 Vers 61

Wenn du Stabilität erreichen willst, solltest du deinen Geist und alle deine Sinne auf mich ausrichten.

Maheshji erklärt das: Was bedeutet, sich völlig in Gottes Hand zu begeben?

Gib dich zuerst in Gottes Hand und dann erst setze dich zur Meditation hin. Dann kannst du dein ganzes Bewusstsein und alle deine Sinnesorgane (Indriyas) kontrollieren. Sich vor der Meditation in Gottes Hand begeben; ich habe das schon angegeben.

Wie macht man das? Genau so wie sich jemand ergibt, wie sich eine Armee ergibt, denn wenn du dich in die Hand eines anderen begeben hast, dann hat deine eigene Wahl keine Bedeutung mehr.

Wenn du dich in Gottes Hand begeben hast, dann haben deine Gedanken, dann ist deine Entscheidung ohne Bedeutung. Du hast dich in „Seine Hand“ begeben.

Der Gedanke der vollkommenen Hingabe ist perfekt, dann haben alle Indriyas (Sinneswahrnehmungen) keinen Einfluss mehr; sie haben nicht mehr die Kraft dich zu stören.

Ich gebe euch dazu ein einfaches Beispiel: Ich sage das immer wieder, setzt euch hin zur Meditation, Du kannst dir die Kraft der Hingabe gar nicht vorstellen, du kannst dir gar nicht vorstellen, welche Kraft es hat, wenn du dich in Gottes Hand begibst. Du kannst das so machen wie ein Angestellter in seinem Zimmer, du kommst, jemand will mit dir reden, aber du sagst nein. Ich rede erst nach der und der Zeit mit dir. So musst du mit deinen Gedanken umgehen und du wirst wahre Wunder erleben.

Es steigt ein Gedanke in deinem Geist auf, du sagst dem Gedanken, so wie wenn jemand unverhofft in dein Zimmer kommt, ich widme dir jetzt keine Aufmerksamkeit. Was geschieht normalerweise: der Gedanke kommt, und du unterhältst dich mit ihm und denkst und redest mit ihm. Du bist dann schon in den Gedanken verwickelt. Und danach sagst du, du hast meditiert, dabei warst du mit deinen Gedanken beschäftigt. Auf diese Weise kannst du einen Gedanken zurückweisen. Die Gedanken kommen, sie steigen auf und sie stören das wirkliche Ziel des menschlichen Lebens, so kannst du üben.                 

Maheshji sagt: Baba ist überall, für mich ist Er jede Sekunde allgegenwärtig. Ich fühle Sein Bewusstsein und Seine Hilfe ständig. Sonst könnte ich einen Kommentar über so einen Text gar nicht geben. Und wenn du diese Stellungnahme mit anderen Kommentaren vergleichst, dann wirst du dich wundern, wie einzigartig die Antworten sind. Und jeder kann das verstehen.

Maheshji sagt, es gibt vermutlich Tausende von Kommentaren über die Bhagavad Gita in fast allen Sprachen. Hier unterrichtet ein Kind Kinder.

Maheshji fährt fort: Ihr habt also begriffen, wie ihr eure Gedanken und Gefühle kontrollieren könnt.                                     

Vers 62

Maheshji sagt, das habe ich schon erklärt. Sieh, wenn ein Gedanke in dir aufsteigt, dann näherst du dich ihm, du haftest an ihm. Und du redest mit ihm. Wenn du ihn streng ablehnst, nein,ich rede nicht mit dir, jetzt nicht.

Vers 63

Wenn du über die Objekte der Dinge nachdenkst, haftest du ihnen an. Haftung erzeugt Wünsche und Wünsche führen zur Frustration, und das führt zur Desillusion. Wenn du desillusioniert bist, verlierst du dein Gedächtnis. Und mit dem Verlust des Erinnerungsvermögens verlierst du die Unterscheidungsfähigkeit. Und an dem Verlust der Unterscheidungsfähigkeit gehst du zu Grunde.         

Smrtibhramsad = Verlust der Unterscheidungskraft. Maheshji sagt, hier möchte ich etwas sehr Tiefes mitteilen:

Die Sinnesorgane haben alle eine ganz unterschiedliche Qualität, der Geschmackssinn unterscheidet sich vom Geruchssinn, das Gehör unterscheidet sich davon, Sehen ist wieder eine andere Qualität. Angenommen, du kannst sie alle kontrollieren, dann ist die Kraft MAN auch aus Maya gemacht.

Und dann denkt MAN, aus diesem Gefängnis renne ich aber weg, und dann bringt die Kraft MAN dich durcheinander.

Wenn du MAN auch durchquert hast, dann wirkt deine giftige Intelligenz, (die Intelligenz vergiftet dich ) Buddhi, die auch zum Geist gehört. Buddhi wird erst recht Unsinn produzieren, das ist falsches Wissen.

Wenn du Buddhi überwunden hast, dann kommt Ahamkara (das Ego) und sagt, jetzt komme ich. Was soll das alles überhaupt?

Wenn du all diese Hindernisse überwunden hast, dann wirst du einer, der im Yoga ruht, Isthiprakriti. Das ist der, der da sitzt (und meditiert); dann erst bist du stabil. Das Wort dafür müssen wir kennen: Sthitaprajnastadocyate = vollkommen sprachlos.

Maheshji geht zurück und sagt, gehe in die Samkhya Philosophie, da starten alle Probleme mit Ahamkara (dem Ego). Wenn du das überwindest, kommst du in den dir eigenen Zustand. Dann erst bist du mit deiner wirklichen Form zufrieden; die Seele ist mit der Seele vollkommen zufrieden.

Ich gebe euch dazu ein weltliches Beispiel: Schöne Frauen kommen gelegentlich in eine Situation, wo sie vollkommen zufrieden sind, in dem sie ihr eigenes Gesicht betrachten. Sie tauchen vollkommen in ihr Bild ein, sie sind trunken von ihrer eigenen Schönheit, von ihrem eigenen Bild. Das kommt vor, und sie vergessen alles vor dem Spiegel; genauso ist das, wenn die Seele sich selbst sieht.

Maheshji sagt, diese Antwort erhaltet ihr  nirgendwo, aber es ist die Wahrheit.

Er wiederholt, das ist die Wahrheit. Ich habe diese Geschichte nicht erfunden, genauso sieht die Seele sich selbst. In dem Moment passiert das: Ich bin so schön. Ich bin so weise. Ich bin voll von Segen, ich brauche nichts, nichts, nichts; alle anderen Dinge sind falsch.

So als wenn du im Kino sitzt, es läuft ein sehr schöner Film und du bist vollkommen darin eingetaucht, manchmal weinst du, manchmal lachst du, dann ist der Film zu Ende. Genauso ist das, wenn du diesen Zustand erreicht hast, dann sind alle diese falschen Erfahrungen ohne Zeitverzögerung beendet.

Nächster Punkt:

Du betrachtest einen schönen Baum oder du hörst einen schönen Klang und durch irgendetwas schrickst du auf.

Ich erzähle euch eine Geschichte: Der Vater von Mother Goddes Sitaji, Janak; er sah im Traum, dass er sehr arm ist. Er hatte eine Bettelschale und hatte etwas Dall (z.B. Linsen oder Bohnen) bekommen. Er sammelte etwas getrocknetes Holz, er machte ein Feuer und wärmte das Essen auf. Da tauchen zwei Bullen auf und kämpfen miteinander. König Janak war alleine, er trug die Kleider eines Bettlers. Einer der Bullen stieß im Kampf den Kitcheritopf um. Der König öffnete die Augen, er war sprachlos.

Maheshji sagt, das ist seine wahre Geschichte, König Janak hatte diesen Traum. Genauso ist das mit uns: Wir sind in dieser Welt, aber wenn wir erkennen, wer wir sind, dann brauchen wir nichts mehr von dieser ganzen Welt.

Dann war der König wieder bei sich und er ging in den Gerichtshof. Dort stellte er die Frage: War das richtig oder ist dies richtig? Die Heiligen drückten sich vor einer Antwort, wer falsch antwortete, kam ins Gefängnis.

Zu der Zeit lebte ein großer Heiliger, der Vater von Astavakji. Er war seit dem Alter von acht Jahren behindert, er hatte multiple Knochenbrüche, er war ein Krüppel. Sein Vater war im Gefängnis. Astavak fragte seine Mutter, wo ist Vater? Und die Mutter erzählte ihm die ganze Geschichte, deinem Vater wurde eine Frage gestellt, und er konnte sie nicht beantworten. Deswegen wurde er ins Gefängnis geworfen. Dann sagte der Kleine zur Mutter, ich werde gehen. Die Mutter sagte, wie kannst du antworten, wenn dein Vater nicht antworten kann. Er sagte streng: „Ich werde gehen.“ „Dann geh.“

Der König stellte die gleiche Frage. Dann antwortete er: Hast du diese Sache geträumt? Der Traum war in seinem Geist, er hat ihn gesehen. Und er sagte: „Weder das war die Wahrheit, noch ist dies die Wahrheit. Du bist König! Einmal bist du arm, einmal bist du reich, beides ist falsch.“

Dann gab König Janak in Tränen vor dem Kleinen auf. Und er gab König Janak, in dem Zeitraum „Deeksha“, in dem man auf ein Pferd springt. In diesem kurzen Zeitraum gab er ihm das gesamte Wissen.

(Deeksha ist eine persönliche Unterrichtung von Meister zu Schüler.)