Ach, all dieses Leiden

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03.02.2008

Originalstimme (1:24:55 - 1:41:45)

Eine junge Frau ist Therapeutin in einer Klinik. Durch Rationalisierungsmaßnahmen muss sie neuerdings ständig von einem Patienten zum anderen laufen. Sie ist diese Überbelastung und das Leiden der Menschen leid. Sie fragt Maheshji um Rat.

Maheshji sagt:

Sieh, du solltest nachdenken, und du solltest versuchen zu überlegen:

Diese Bestrafung, dieses Leiden, was du siehst, haben diese Menschen vom Schicksal zugeteilt bekommen, damit sie sich von der Welt in Richtung Gott umorientieren.

Wenn du etwas Falsches getan hast, dann bekommst du dafür eine Bestrafung. Sie sollten dankbar sein, dass sie mit dieser Bestrafung die Möglichkeit haben, sich zu ändern. Der Gedanke wird in ihnen auftauchen, dass die Welt ihnen keinen Frieden geben kann. Wenn man dem spirituellen Weg folgt, kann man diesen Frieden erreichen. Das ist mein Rat für die, welche leiden.

Jetzt folgt, wie du deine Einstellung verbessern kannst.

Du solltest denken, dass du diesen Leuten, die leiden, hilfst, dass du ihnen dienst. Je mehr du versuchst, sie zu erfreuen, umso mehr näherst du dich Gott. Denn Gott hat dich ausgewählt, diesen Menschen zu dienen. Wenn du das Krankenzimmer mit lächelndem Gesicht  betrittst, dann ist das eine noble Tat; Gott hat dir diese Leiden nicht gegeben.

Gott hat mich ausgewählt, diesen Leuten zu dienen.

Gott hat mir die Gelegenheit gegeben, diese noble Aufgabe zu erfüllen.

Gott hat mir diese Aufgabe gegeben, damit ich über gute und schlechte Taten nachdenken kann.

Du leidest nicht, du bist mit denen zusammen, die leiden; so solltest du denken.

Sieh, wenn du in einem Hotel arbeitest, wo die Leute trinken und falsche Dinge tun, wo sie sich mit fremden Frauen treffen, oder Glücksspiele machen, und sie genießen das, und sie denken, sie sind glücklich. Wie kannst du in einer Hotelumgebung sehen, dass das nicht richtig ist? Da wirst du denken, so ist das Leben.

Aber hier bist du jede Sekunde mit dem Ergebnis der Taten der Menschen konfrontiert. Diese Leidenden sind das Ergebnis schlechter Taten aus ihren vergangenen Leben. Wenn du auf diese Weise denkst, wirst du keine falsche Tat tun, dir wird das Prinzip des Lebens vor Augen schweben:

Guten Taten folgt gutes Karma, schlechten Taten folgt schlechtes Karma, und du wirst mit den Ergebnissen konfrontiert werden.

Wenn du das so betrachtest, solltest du Gott für deine Stellung dankbar sein. Du hast diese Stellung bekommen, um dich weiterzuentwickeln; schenke den Leuten ein Lächeln. Schenke ihnen Licht und das Bewusstsein für ihre Taten.

Im Christentum gibt es das Problem, dass es keine Vergangenheit und keine Zukunft gibt, deswegen glauben sie das nicht. Sie haben nur die Gegenwart, aber du kannst ihnen das erklären. Die Christen und die Moslems reden vom Jüngsten Gericht, das bedeutet, dass bis zum Zeitpunkt des Jüngsten Gerichts eine Form von Leben existiert. Aber was für ein Leben, in welcher Art, dafür fehlt die Erklärung. Ist die Seele bis dahin glücklich oder leidet sie?

Ein Jüngstes Gericht, worüber? Über ihre Taten?

Wenn es kein weiteres Leben gibt, wozu dann überhaupt ein Urteil?

Maheshji fragt: Ist das klar?

Ja, sie hat alles verstanden.

Maheshji sagt: Sie verwirren die Menschen mit diesem jüngsten Gericht. Was für ein Gericht? Ein Gericht über gute und schlechte Taten?

Warum sagen sie dann nicht gleich, tut einfach, was ihr wollt, es gibt sowieso kein weiteres Leben; du hast nur dieses Leben. Dann brauchst du auch nicht in die Kirche zu gehen, warum?

Maheshji sagt:

Das Leben ist kein Gewand, der Körper ist ein Gewand, das du ablegst.

Für die Seele ist der Körper ein Kleid. Die Seele muss ihre Kleider wechseln, es gibt insgesamt 8, 4 Millionen Kleiderwechsel (8, 4 Millionen Spezies). 8, 4 Millionen mal immer neue Kleider.

Ihr seid alle Models auf der Rampe, und die Erde ist euer Laufsteg: Einige sind schön, einige sind schlecht, einige sind gesund, einige sind fett, einige sind klein, einige sind lang. Einige sind verrückt, andere sind Musiker, sie sind alle auf dem Laufsteg. 

Wenn es diesem Leben kein Leben mehr gibt, wozu dann ein jüngstes Gericht? Du bist in Gottes Schoß.

Warum steinigen Moslems Geister? Was sind das für Wesen? Darauf haben sie keine Antwort. Wo kommen die Geister her? Waren sie früher Menschen, oder sind sie eine gesonderte Schöpfung von Gott? Sie sind eben Geiste, und sie bleiben Geister. Warum verfolgen sie dich, wenn du Steine auf sie wirfst?

Es gibt da mehrere Unklarheiten. Ich weiß nicht, ob sie diese Fragen beantworten oder nicht.

  1. So, du musst deine Art zu denken ändern.
  2. Meditation
  3. Atemübungen (siehe "Panayama - Übungen" im Hatha Yoga Handbuch).
  4. Akasha Mudra (siehe "Meditationshaltungen" im Hatha Yoga Handbuch).Sie sollte nach Möglichkeit bei der Arbeit das Akasha Mudra machen.
  5. Wenn du Zeit hast, solltest du dich auf den Shushumnapunkt konzentrieren, mit dem Gefühl, dass du beider Einatmung kosmische Energie einatmest und mit der Ausatmung alle schwachen Gedanken ausatmest.

Sie wird das tun.