Über die Wirklichkeit

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13.1.2002

Mahesh wird gefragt: „Was ist die Wirklichkeit?“

Mahesh sagt:

Wirklichkeit ist das, was sich niemals ändert.

Was immer so bleibt, was sich niemals ändert, das ist die Wirklichkeit.

Wirklichkeit ist das, was sich im Zustand der Glückseligkeit befindet.

Wirklichkeit ist deine wahre innere Form. Das gilt für alle lebenden und nicht lebenden Wesen. Wir nennen das im Yoga united field, „universales Feld“. Wir würden das mit Seele übersetzen. Obwohl die Übersetzung so nicht korrekt ist. Der Teil in uns, der mit Gott identisch ist, der Teil ist Realität. Dieser Teil wird als united field bezeichnet.

Mahesh erklärt das: Wenn du einen Traum hast, ist der Traum nicht Wirklichkeit. Wenn du die Augen öffnest, ist der Traum verflogen. Genauso ist das mit allen lebenden und nicht lebenden Wesen, die unter dem Einfluss des Unwissens stehen. Sie können die Wirklichkeit ihres eigenen Selbst nicht erkennen.

Mahesh sagt, als Christus am Kreuz gestorben ist, wurde danach die Bibel geschrieben. Mahesh sagt, die Bibel wurde initiiert. Und Jesus initiiert auch heute noch spirituelle Menschen. Mahesh sagt: „Ich sage das, weil ich es weiß.“ Mahesh sagt, Christus ist immer noch von der absoluten Realität entfernt. Die Kirche bestätigt das. Sie sagt nicht, dass Jesus der Schöpfer des Universums ist. Sie sagt, Jesus ist Gottes Sohn und er ist Gott. Ich frage Mahesh: Das bedeutet, dass Christus nicht Gott (Divine Mother) ist, sondern dass er ein großer Heiliger ist? Mahesh bestätigt, dass Christus nicht Gott (Divine Mother) ist. Er ist ein großer Heiliger. Ich sage Mahesh, dass dies ein Problem in unserer christlichen Welt ist, weil die Christen sagen, Christus ist Gott. Mahesh sagt daraufhin: Du bist auch Gott!

Jeder von uns ist Gott.

Weil wir sagen, Gott ist in jedem. Gott ist in mir, Gott ist in meinem Sohn. Ich bin Gott, mein Sohn ist Gott.

Swami Rama hat gesagt:

Gott bist Du schon, werde erst einmal Mensch.

Mahesh sagt:

Gott hat sich selbst manifestiert in der Form, als er gesagt hat, ich bin eins und ich will unzählige werden.

Eine dieser Formen verkörpert jeder von uns. Die Bibel sagt: Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Das ist die gleiche Aussage.

Diese Schöpfung ist aus Gottes Wunsch, ich will viele werden, entstanden.

Mahesh führt das Beispiel an, die Wellen auf dem Ozean und der tiefe Ozean sind der gleiche Ozean. Dieses ist alles das gleiche, obwohl es ganz anders aussieht. Mahesh bittet uns sehr, wenn wir dazu Fragen haben, jetzt zu fragen. Es ist die Aufgabe des Menschen, auf Entdeckungsreise zu gehen und seine wahre, wirkliche Form, seine wirkliche Realität zu entdecken. Der Mensch soll sein eigenes universales Feld entdecken. Das universale Feld nennen wir Seele.

Man kann dies nur erreichen, wenn man seinen körperlichen, geistigen und spirituellen Bereich reinigt.

Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Wege und Yoga ist einer dieser Wege. So wie man Hamburg auf verschiedenen Straßen erreichen kann. So kann man auch auf verschiedenen Wegen die absolute Realität erreichen.

Es kommt die Frage: Gibt es besondere Regeln, die ich im Geist und im Alltag beobachten muss, um das Ziel zu erreichen?

Mahesh sagt, ja, es gibt spezielle Regeln für den Geist. Man soll nicht eifersüchtig, nicht geizig sein. Das Ansammeln von Besitz und Geld ist schädlich. Deine Gedanken sind wichtig, wie du atmest, ist wichtig. Sehr wichtig sind Liebe und Mitgefühl. Freundlichkeit ist sehr wichtig. Mitleid ist sehr wichtig. Almosen, andern etwas abgeben, ist wichtig. Bei Almosen muss man unterscheiden, ob man etwas mit Freuden gibt oder, um etwas zu gelten. Es ist wichtig, dass deine Gedanken rein sind.

Mahesh gibt eine Illustration: Dein Auto hat Scheibenwischer, und wenn es regnet und du durch die Scheibe nichts mehr sehen kannst, dann reinigt der Scheibenwischer deine Scheibe und du kannst gut sehen. Auf die gleiche Weise helfen gute Gedanken dir jede Sekunde klar zu sehen, richtig zu entscheiden, und sie reinigen deine Persönlichkeit. Und dein wirkliches Wesen kann sich entfalten.

Gute und reinigende Gedanken sind von äußerster Wichtigkeit.

Umso mehr kommst du an die Wahrheit heran.

Es wird gefragt: Wie kann ich alle meine Gedanken kontrollieren? Dass diese üblen Dinge gar nicht erst entstehen?

Mahesh sagt, das geht nur, wenn du dich entscheidest, das nicht zu machen.

Es kommt noch mal die Frage: Wie kann ich das leichter erreichen?

Mahesh sagt, durch Atemerfahrung und durch Mantrawiederholung. Mahesh sagt:

Die Atembeobachtung ist eine äußerst wichtige Technik.

Mahesh sagt, die Yogis arbeiten nur mit Atemerfahrung. Swami Rama hat allein aus der Atembeobachtung jede Diagnose gestellt. Mahesh sagt:

Du solltest auch spirituelle Literatur studieren, das hilft dir sehr.

Es kommt jetzt eine Frage aus der Bhagavad Gita. Mahesh sagt, in der Bhagavad Gita sind alle wichtigen Stellen, die einen zur absoluten Wahrheit führen, erwähnt. Mahesh sagt:

Im Deeksha-Mantra habt ihr die Essenz von der Bhagavad Gita in reinster Form bekommen.

Und das ist, sich in Gottes Hand geben, sich Gott übergeben, Übergabe an Gott.

Die nächste Frage ist: In der Bhagavad Gita erscheint Gott dem Arjuna in seiner schrecklichen Form. Eine Schülerin fragt: Diese schreckliche Form ist so furchterregend, wie ist es da möglich, sich Gott in dieser Form hinzugeben?

Mahesh sagt, Lord Krishna sagt zu Arjuna, alle Religionen, alle, die ihr da seid, kommt zu mir, ich werde euch von allen Sünden befreien. Macht euch keine Sorgen. Ich befreie euch von allen Sünden. Sie hat einen Teil aus der Form Gottes herausgenommen. Man kann nicht nur einen Teil betrachten, sondern man muss Gott als Ganzes betrachten. Und Gott als Ganzes ist die Liebe und die Güte an sich. Mahesh sagt, Gott ist nicht weg von dir. Du fühlst dich weg von Gott. Du bist ständig mit Gott zusammen. Mahesh sagt, die Welle im Ozean ist nicht weg vom Ozean. Sie ist im Ozean. So bist du auch ständig bei Gott, und Gott ist bei dir. Mahesh wiederholt noch mal:

Du musst dich selbst reinigen. Das ist der einzige Mechanismus, der funktioniert.

Mahesh sagt:

Der Intellekt hält dich am Unwissen fest.

Du musst hinter den Intellekt gehen, dann bist du da. Du musst dein Ego, deine falschen Gedanken aufgeben, dann bist du da.

Spiritualität ist ein Reinigungsprozess.

Wenn du weiße Kleider trägst, dann siehst du, was schmutzig ist und das musst du reinigen. In deiner sterblichen Form ist deine unsterbliche Form verborgen.

Es wird gefragt: Am Ende der Bhagavad Gita steht, du hast dieses Wissen jetzt erhalten und dafür musst du ein Opfer bringen. Es folgt die Frage, ob gemeint ist, dass wir üben müssen. Mahesh sagt, ja, das ist damit gemeint.

Es ist jetzt deine Aufgabe zu üben.

Durch dieses Wissen wirst du in die Lage versetzt, die Wirklichkeit zu sehen und in die Wirklichkeit einzutauchen.

Die nächste Frage: Was kann ich tun, damit ich spüre, dass ich mit allen Lebewesen verbunden bin?

Mahesh sagt, solange du deinen Geist nicht ganz gereinigt hast, wirst du keine Liebe und kein reines Mitgefühl verspüren. Liebe und reines Mitgefühl steigen erst dann in deinem Geist auf, wenn der Geist vollständig gereinigt ist.

Liebe und Mitgefühl sind vom Reinigungsprozess des Geistes abhängig.

Es kommt die Frage: Ich habe früher Bücher über Astrologie und Kartenlegen gekauft, stört das den Reinigungsprozess? Mahesh bestätigt, dass es den Reinigungsprozess stört. Mahesh sagt, zuerst reinigst du dich selbst, dann kannst du andere Dinge verstehen, und du wirst dann nicht mehr verwirrt. Im Buddhismus ist es sogar so, dass Buddha gesagt hat, frage nicht, folge der Anweisung.

Die Fragen sind beendet, es hat keiner mehr eine Frage. Mahesh segnet die ganze Klasse.

Möge Divine Mother euch segnen mit reiner Liebe und dass ihr mit Liebe und Hingabe übt.