Üben und nicht üben

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27.07.2014

Originalstimme  (1:21:45 - 1:45:47)

Eine Frau hat seit Jahren das Deeksha Mantra, aber sie schafft es immer nicht, das zu üben. Und sie fühlt sich durch ihre Arbeit genervt. Sie fragt Maheshji um Rat.

Maheshji sagt: Dafür gibt es eine sehr einfache Technik. Wenn du arbeitest, solltest du denken: Ich habe diese Pflicht von Dir (von Gott) bekommen, das musst du dir im Geist sagen. Und wenn die Arbeit zu Ende ist, solltest du dir sagen: Gott ich habe meine Pflicht mit voller Ernsthaftigkeit und vollem Einsatz erfüllt. Dies ist jetzt die freie Zeit, die du nur den Menschen gegeben hast, um mit Dir zu sprechen, um Dich zu erinnern, um Dich zu verehren, um mich bei Dir zu beklagen, um Dich zu lieben, um mit Dir zu reden.

Ich fühle Deine Gegenwart. Ich weiß, das Du mir in meinem psychischen Herzen zuhörst. Du siehst mich an, und ich sehe Dich an. Ich habe meine Aufgaben erfüllt, wofür ich diesen menschlichen Körper erhalten habe: Um Dich zu sehen, um Dich zu erkennen, um Dich zu lieben, um mit Dir zu sprechen.

„Bitte gib mir Deinen Segen, so dass ich Dich in dieser freien Zeit genießen kann.“

Das ist ganz einfach. Und nach einiger Zeit wirst du ein großes Verlangen nach dieser Zeit feststellen, dass die Arbeit zu Ende ist, und dass du diese unsterbliche göttliche Liebe dann genießen kannst.

Die Leute sagen, Gott ist allgegenwärtig, aber sie glauben das nicht. Durch das falsche Denken, dass Gott von dir entfernt ist, hast du diesen Abstand erzeugt. Du musst das falsche Denken löschen.

Es gibt keine zwei, es gibt keine Dualität! Es gibt nur eins, es gibt nur die Einheit, die Nondualität.

Ich erkläre das: 50 Millionen Samenzellen machen sich auf den Weg, aber nur eine trifft auf die Eizelle. Und danach setzt der Prozess ein: Ich will viele werden. Maheshji zitiert aus der Schöpfungsgeschichte: „Eko ham bahussiam.“ (Ich will viele werden.)

Maheshji fragt: „Bist du nun eins oder bist du Millionen?“

Deswegen habe ich euch dieses Mantra der Hingabe gegeben. Wenn du das „ich“ in Gottes Hand gibst, wirst du eins (mit Gott). Du hast dein „ich“ aufgegeben. (You have surrenderd your I.) Und du bist mit Gott eins geworden.

Genauso ist das, wenn du alleine bist und wenn du viele wirst. Auf die gleiche Weise wird Gott, der alleine ist, zu Billionen. Diese Sprünge, diese Brüche erlauben dir das ganz zu begreifen. Diese Brüche kannst du mit reiner Liebe, mit extremer Liebe überwinden. So wie du Gewürze auf dein Essen gibst, sollte alles, was du machst, mit reiner Liebe ausgeführt werden. Genauso wie das Essen mit Gewürzen besser schmeckt.

Maheshji sagt: Das ist die Taschenlampe mit der du die Wahrheit sehen kannst und dem Pfad folgen kannst.

Kinder haben kein „Ich“. Große Heilige versuchen eine gewisse Zeit mit Kindern zusammen zu sein, denn später trennt uns der Intellekt Buddhi von Ihm. Der Intellekt erzeugt das „Ich“. Die Sanatan Philosophie sagt: Er, Er, Er. (In der Sanatan Philosophie gibt es kein „Ich“.) Das „Ich“ ist eine Schöpfung des Intellekts, durch falsches Argumentieren entsteht diese Distanz.

Maheshji sagt: Es ist überhaupt nicht möglich eine Entfernung herzustellen. Du hast nicht einmal die Möglichkeit innerhalb des Raumes einen Abstand zu schaffen, der Raum ist der Raum, du kannst da keine Lücke erzeugen. Keines der 5 Elemente (Wasser, Feuer, Erde, Äther, Raum) ist in reiner Form vorhanden. Sie sind alle in einer Mischung aus den 5 Elementen vorhanden, man nennt  das Panshikarana. Wenn du da irgendetwas herausnimmst fällt die ganze Schöpfung in sich zusammen.

Maheshji sagt: Ich habe dir eine einfache Übung gegeben. Hast Du eine Frage dazu?

Die Schülerin hat alles mitgeschrieben, sie wird das üben und sie bedankt sich sehr.

Maheshji sagt: Gott ist dein einziger und dein nächster Freund. Du hast nur diese eine verwandtschaftliche Beziehung, der Mann, die Frau, dein Kind sind dir nicht so nah.

Maheshji sagt abschließend: Ich möchte euch nicht weiter in den Ozean der Philosophie hineinziehen. Die Philosophie ist ein Ozean. Wenn ein Tropfen des Ozeans in den Ozean fällt, dann ist der Tropfen Ozean. Du kannst den Tropfen dann nicht mehr vom Ozean trennen. Und diesen Tropfen, die Süße, die Größe, die Unsterblichkeit kann man fühlen und beobachten und mit den reinen, ruhigen und friedvollen Augen des Herzens erkennen.

Das ist der reinste Weg auf dem du gehen kannst. Das ist ein erleuchteter Pfad, auf dem es keine Dunkelheit gibt. Dunkelheit vermag dies nicht zu verdecken.

Dieser Weg ist voller Frieden, voller Liebe und voller Ruhe.

Sie ist sehr glücklich über diese Antwort.

Maheshji sagt: Dies ist für alle!